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Umfrage zeigt: Der Nachwuchs macht zu wenig im Haushalt

Umfrage zeigt: Der Nachwuchs macht zu wenig im Haushalt
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Putzen sorgt in vielen Schweizer Haushalten regelmässig für Streit. Eine Umfrage zeigt nun: Neben den Männern packt vor allem auch der Nachwuchs zu selten mit an.

MEDIENMITTEILUNG

Umfrage zeigt: Der Nachwuchs macht zu wenig im Haushalt

Zürich, 17. März 2026 - Wie wird in der Schweiz geputzt? Wer macht zu wenig und woran entzünden sich Konflikte? Das wollte die YouGov-Umfrage [1] im Auftrag des Immobilienportals newhome herausfinden. Neben den Männern kommt auch der Nachwuchs nicht besonders gut weg.

Frühling heisst für viele nicht nur längere Tage und wärmere Temperaturen. Für rund zwei Drittel der Schweizer Bevölkerung steht auch ein mehr oder minder gründlicher Putz an. Im Alltag sorgt die Putzarbeit hingegen in vielen Familien regelmässig für Zündstoff.

Der Nachwuchs soll sich stärker beteiligen

Danach gefragt, wer im eigenen Haushalt zu wenig macht, kommt besonders der Nachwuchs schlecht weg. 56% der Befragten mit Kindern über 10 Jahren im Haushalt geben an, dass diese sich zu wenig an der Hausarbeit beteiligen. Für Befragte unter 40 ohne Kinder sind es besonders die Partner/innen (32%), die sich stärker engagieren könnten. Sobald die Kinder ausgeflogen sind, scheint die Zufriedenheit zuzunehmen: In dieser Lebenssituation (über 40, keine Minderjährige im Haushalt) geben 63% an, dass «niemand» sich bei der Hausarbeit zu wenig beteilige.

So ist es auch nicht erstaunlich, dass es in vielen Haushalten immer wieder zu Konflikten rund ums Thema Hausarbeit kommt. Die Mehrheit erlebt zumindest selten (46%) oder gelegentlich (28%) Streit rund ums Putzen. Besonders konfliktanfällig sind Haushalte mit Kindern über zehn Jahren – also in der intensiven Familienphase. Am wenigsten über die Putzarbeit gestritten wird in kleinen Haushalten, im Tessin und bei Personen über 60 Jahren.

Hauptgrund für Streit: unterschiedliche Vorstellungen von Sauberkeit

Mit Abstand häufigster Konfliktgrund (51%) sind unterschiedliche Sauberkeitsstandards. Zeitmangel (28%) und unklare Aufgabenverteilung (22%) folgen deutlich dahinter. Interessant: Bei den über 60-Jährigen ist der Wert für unterschiedliche Sauberkeitsvorstellungen besonders hoch (60%) – hier scheint weniger Stress ursächlich für die Reibereien zu sein, sondern eher ein unterschiedliches Anspruchsniveau. Zeitmangel dagegen ist klar ein Thema der mittleren Altersgruppen (30–44). Bei den Familien mit Kindern über zehn Jahre führt vergleichsweise häufig auch das Nichterfüllen von vereinbarten Aufgaben zu Konflikten.

Überschätzen Männer ihren Beitrag beim Putzen?

Doch nicht nur zwischen den Generationen gibt es Ungleichheiten, auch zwischen den Geschlechtern gibt es weiterhin einen Graben: 47% der Befragten geben an, überwiegend selbst den grössten Teil der Putzarbeit zu übernehmen. Doch während dieser Anteil bei den Frauen bei 70% liegt, sind es bei den Männern mit 24% deutlich weniger. Umgekehrt sagen 36% der Männer, es putze „überwiegend eine andere Person“, bei Frauen sind es nur 8 %. Auch bei jenen, die angeben, die Putzarbeit sei in ihrem Haushalt gleich verteilt, zeigt sich ein Geschlechtergraben: Dieser Aussage stimmen 32% aller befragten Männer, jedoch nur 16% der Frauen zu.

Daneben beeinflussen auch zeitliche Ressourcen (Berufstätigkeit), Bildung und Einkommen die Verteilung der Hausarbeit: So geht etwa eine höhere Bildung mit etwas egalitäreren Modellen einher, während ein höheres Einkommen den stärksten strukturellen Faktor für externe Auslagerung darstellt. Insgesamt übernimmt lediglich bei 6% der Befragten eine externe Reinigungskraft den Grossteil der Putzarbeit.

60% machen einen Frühlingsputz

Knapp zwei Drittel (60%) der Befragten geben an, dass sie einen Frühlingsputz machen, auch wenn dieser für 41% nicht zwingend im Frühjahr stattfinden muss. Ganz klassisch begehen ihn lediglich 13%. 37% sehen den jährlichen Grossputz als gute Gelegenheit, liegengebliebene Dinge im Haushalt endlich anzupacken. Rund ein Viertel erachtet den Frühlingsputz gar als notwendig. Je 18% empfinden ihn als nervig respektive als ewiges Projekt

Ein dreckiges Bad ist der peinlichste Putz-Fail

Danach gefragt, welche Sauberkeitsmängel in der eigenen Wohnung besonders peinlich sind, nennen 51% ein schmutziges Bad/WC als am unangenehmsten. Auch ein „allgemeines Chaos“ (43 %) oder klebrige Böden (37%) sind vielen unangenehm. Gleichzeitig geben immerhin 15% an, dass ihnen nichts am eigenen Haushalt peinlich sei.

[1] Die Online-Umfrage wurde von YouGov im Auftrag von newhome.ch zwischen dem 18. bis 23. Februar 2026 bei 1279 Personen zwischen 15 und 79 Jahren in der Schweiz durchgeführt. Der Stichprobenfehler liegt bei maximal +/- 2.9 % (bei einem Wert von 50% und 95%iger Wahrscheinlichkeit).

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