Umfrage zeigt: Deutschschweizer misten am liebsten aus
Fast die Hälfte aller Befragten nimmt sich für das neue Jahr vor, in den eigenen vier Wänden zu entrümpeln. Einen Umzug planen hingegen nur wenige.
MEDIENMITTEILUNG
Umfrage zeigt: Deutschschweizer misten am liebsten aus
Zürich, 13. Januar 2026 - Eine Umfrage zeigt: Fast die Hälfte aller Befragten nimmt sich für das neue Jahr vor, in den eigenen vier Wänden zu entrümpeln. Einen Umzug planen hingegen nur wenige. Dies ergibt eine YouGov-Umfrage im Auftrag des Immobilienportals newhome.
Umfrageergebnisse:
- 47% der Deutschschweiz, 38% der Romandie, 36% des Tessins nehmen sich vor, zu entrümpeln
- 70% sind mit ihrer Wohnsituation zufrieden
- 76% möchten näher bei der Familie wohnen
Neujahrsvorsätze betreffen nicht immer Sport oder Ernährung – auch die eigene Wohnsituation scheint für Schweizerinnen und Schweizer ein geeignetes Feld für gute Vorsätze zu sein.
So haben sich für das neue Jahr gemäss Umfrage 44% vorgenommen, ihre Wohnung zu entrümpeln. Unter 30-Jährige scheinen dabei weniger ein Bedürfnis nach Ausmisten zu haben: In der jüngsten Altersgruppe haben sich lediglich 27% vorgenommen, einmal gründlich aufzuräumen, während dieser Wert bei den Befragten über 45 Jahren bei 50% liegt. In der Deutschschweiz scheint Entrümpeln und Entsorgen ausserdem ein grösseres Bedürfnis zu sein als im Tessin und der Romandie (47% in der Deutschschweiz gegenüber 38% in der Romandie und 36% im Tessin).
Auch der Keller soll aufgeräumt werden
Der Keller zählt für knapp ein Drittel der Befragten ebenfalls zu den Bereichen, in denen sie gerne mal wieder für Ordnung sorgen möchten. Die Anschaffung neuer Pflanzen ist immerhin für gut ein Fünftel ein Vorhaben, das sie sich fürs neue Jahr vorgenommen haben.
Umziehen (8%), energetisch sanieren (6%) oder Eigentum zu kaufen (5%) scheinen für die meisten Befragten hingegen nicht zu den konkreten Plänen fürs kommende Jahr zu gehören.
Bezüglich Umzugsvorhaben zeigt sich ausserdem ein Altersgraben: Bei den unter 29-Jährigen steht bei 14% ein Umzug auf der Liste für 2026, bei den über 45-Jährigen sind es gerade noch 3%. Auch zwischen Mietern und Besitzern gibt es eine Differenz: Wer Wohneigentum besitzt, hat nur selten Lust auf einen Umzug (3%), wer zur Miete wohnt, erwägt diesen Schritt wesentlich häufiger (14%). Auch Klimathemen schlagen sich kaum in konkreten Wohnvorsätzen nieder: Nur jeweils 6% planen energetische Sanierungen oder den Einsatz von Smart-Home-Technologien – deutlich seltener als Veränderungen in den Bereichen Ordnung, Möblierung oder Begrünung.
Immerhin, ein Viertel der Befragten verspüren gar keinen Wunsch nach einer wohnlichen Veränderung und möchten alles so belassen, wie es ist.
Hohe Wohnzufriedenheit: Besonders in der Stadt und im Wohneigentum
Auf die Frage nach der Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnsituation geben 70% der Befragten an, sehr oder eher zufrieden zu sein. Demgegenüber äussern sich 20% sehr oder eher unzufrieden über ihre gegenwärtige Wohnlage.
Unter den Personen, die ihre Wohnsituation als sehr unbefriedigend einschätzen, sind über 60-Jährige überdurchschnittlich stark vertreten (18% gegenüber 11% über alle Altersgruppen hinweg). Gleichzeitig ist dies auch jene Altersgruppe, die mit 58% am häufigsten angibt, sehr zufrieden zu sein (gegenüber 44% im Durchschnitt aller Altersgruppen).
Im regionalen Vergleich zeigt sich, dass Tessinerinnen und Tessiner am häufigsten Unzufriedenheit mit ihrer Wohnsituation äussern. Zudem geben Personen, die in ländlichen Gebieten leben, etwas häufiger an, sehr unzufrieden zu sein als Menschen in eher urbanen Räumen (17% gegenüber 10%). Bei den Eigentümern von Wohneigentum schlägt das Pendel – ähnlich wie bei den über 60-Jährigen- stärker aus: Sie sind überdurchschnittlich oft sehr unzufrieden (15%) oder sehr zufrieden (56%) damit, wie sie wohnen, während sich die Mieterschaft eher im Mittelfeld tummelt und entweder eher zufrieden, neutral oder eher unzufrieden ist.
Die meisten sind zufrieden mit ihrer aktuellen Wohngrösse
Auch auf die Frage nach konkreten Änderungswünschen rund ums Wohnen zeigt sich insgesamt eine hohe Zufriedenheit mit der aktuellen Situation. Lediglich 15% der Befragten wünschen sich mehr Wohnfläche, während 68% keinen Änderungsbedarf bezüglich der Platzverhältnisse verspüren. Mit zunehmendem Alter nimmt der Bedarf an zusätzlichem Wohnraum deutlich ab. Ein ähnliches Bild ergibt sich beim Wunsch nach mehr Zimmern: Insgesamt sind rund zwei Drittel mit der aktuellen Zimmerzahl zufrieden. In den Altersgruppen unter 45 Jahren fällt die Zufriedenheit jedoch geringer aus (55%); hier wünscht sich knapp ein Drittel ein zusätzliches Zimmer. Eigentümerinnen und Eigentümer zeigen sich dabei deutlich häufiger zufrieden mit Wohnfläche und Zimmeranzahl als Mieterinnen und Mieter.
Besonders ausgeprägt sind Veränderungswünsche bei jüngeren Menschen. Die 18–29-Jährigen haben überdurchschnittlich oft Umzugspläne und äussern am stärksten den Wunsch nach mehr Platz und zusätzlichen Zimmern. Gleichzeitig wünschen sich insbesondere Personen unter 30 Jahren, näher an der Natur zu wohnen. Demgegenüber weisen die 60–79-Jährigen die höchste Wohnzufriedenheit auf und äussern kaum Änderungswünsche. Ein starker Wunsch nach zusätzlichem Platz zeigt sich vor allem bei Familien, in der Pre-Family- und New-Nester-Phase sowie bei Mieterinnen und Mietern.
Andere mögliche Wohnveränderungen spielen eine deutlich geringere Rolle. Mehr Nähe zur Infrastruktur nennen lediglich 10% der Befragten als Wunsch, eine bessere Barrierefreiheit 9%.
Unabhängig davon ist der Wunsch nach Eigentum weit verbreitet: 53% derer, die aktuell zur Miete wohnen, können sich vorstellen, Wohneigentum zu erwerben. 28% aller Befragten würden gerne ihre Wohnkosten senken. Besonders stark ausgeprägt ist der Wunsch, näher bei der Familie zu wohnen: Insgesamt betrifft dies 76% der Befragten, bei den über 45-Jährigen sogar 84%, gegenüber 60% bei den unter 29-Jährigen.
Ein klarer Unterschied zeigt sich zudem zwischen Eigentümer- und Mieterschaft: Während Eigentümerinnen und Eigentümer häufiger in Renovationen, Sanierungen oder neue Küchen und Bäder investieren, denken Mieterinnen und Mieter eher über einen Umzug, mehr Platz oder eine neue Umgebung nach. Kurz gesagt: Bei Unzufriedenheit investieren Eigentümer – Mieter orientieren sich neu.
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