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VCS Verkehrs-Club der Schweiz

Neue Umfrage belegt: Bevölkerung will Kulturland, Natur und nachhaltige Mobilität

Eine neue repräsentative Umfrage im Auftrag des VCS Verkehrs-Club der Schweiz zeigt: Eine klare Mehrheit der Stimmberechtigten setzt bei der Verkehrspolitik auf den Schutz von Kulturland und Natur sowie auf den Ausbau von öffentlichem Verkehr, Fuss- und Veloverkehr statt auf zusätzliche Autobahnen.

75 Prozent der Befragten finden, landwirtschaftlicher Boden müsse für kommende Generationen erhalten bleiben und dürfe nicht durch Autobahn-Ausbauten zubetoniert werden. Fast ebenso viele (72 %) sind der Ansicht, der Autobahn-Ausbau schade durch den Verlust von Kulturland und die Zerschneidung von Lebensräumen der Natur und Artenvielfalt.

Auch beim Verkehrswachstum setzt die Bevölkerung klare Prioritäten: 64 Prozent wollen, dass dieses künftig durch den Ausbau des öffentlichen Verkehrs sowie der Fuss- und Veloinfrastruktur aufgefangen wird – statt durch den Ausbau der Autobahnen. Sogar 54 Prozent der Autofahrerinnen und -fahrer stimmen dieser Forderung zu.

«Die Ergebnisse zeigen: Die Bevölkerung will keine Verkehrspolitik von gestern», sagt Martin Winder, VCS-Bereichsleiter Verkehrspolitik und Kampagnen. «Die Menschen erwarten, dass der Bund das Kulturland und die Natur schützt. Wertvolle Landwirtschaftsflächen dürfen nicht für neue Autobahnspuren geopfert werden. Die Mobilität der Zukunft muss mit Bahn, Bus, Velo und zu Fuss gestaltet werden.» Insbesondere hinsichtlich Flächeneffizienz ist der Fuss- und Veloverkehr, aber auch der ÖV dem Autoverkehr – auch aufgrund dessen schwacher Fahrzeug-Auslastung – weit überlegen.

Kein Raubbau am Boden

Der geplante Ausbauschritt 2027 widerspricht diesem klaren Auftrag der Bevölkerung. Die vorgesehenen Autobahnprojekte Aarau Ost–Birrfeld und Perly–Bernex führen zu zusätzlichem Flächenverbrauch und beeinträchtigen Naherholungsgebiete und Landschaften. Allein die Spurerweiterung im Aargau beansprucht jahrelang oder dauerhaft 27,3 Hektaren Kulturland, darunter 12,6 Hektaren Fruchtfolgeflächen. Der Umweltverträglichkeitsbericht spricht von einem schwerwiegenden Eingriff. Beim Projekt Perly–Bernex und vorgesehenen Folgeprojekten ist mit einem Verlust von bis zu 90 Hektaren Natur- und Kulturland zu rechnen. Der VCS fordert deshalb, auf diese Projekte zu verzichten.

Die vorliegenden Resultate bestätigen die Ergebnisse einer ersten VCS-Umfrage im vergangenen Winter: Bereits damals lehnte eine Mehrheit den Versuch ab, die 2024 verworfenen Autobahnprojekte über das Uvek-Projekt «Verkehr ’45» wiederzubeleben. Die Botschaft ist klar: Statt neuer Autobahnspuren braucht es den Schutz von Kulturland und Natur sowie Investitionen in eine nachhaltige Mobilität.

Die repräsentative Online-Umfrage wurde im Auftrag des VCS im August 2026 von DemoSCOPE bei 939 Stimmberechtigten in der Schweiz durchgeführt.

Weitere Informationen:

Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:

  • Martin Winder, Bereichsleiter Verkehrspolitik und Kampagnen, 031 328 58 63
  • Medienstelle VCS, 079 708 05 36, medien@verkehrsclub.ch
Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz engagiert sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik und befürwortet ein optimales Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsträger. Mit 85 000 Mitgliedern ist der VCS schweizweit der grösste Verkehrsverband, der sich für eine nachhaltige Mobilität einsetzt.
Weitere Informationen:  www.verkehrsclub.ch
VCS Verkehrs-Club der Schweiz | Aarbergergasse 61 | Postfach | 3001 Bern
Medienstelle 079 708 05 36 |  medien@verkehrsclub.ch
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