Prilly-Malley gewinnt den nationalen Mobilitätspreis FLUX
Dieses Jahr geht der nationale Mobilitätspreis FLUX an den Verkehrsknoten Prilly-Malley im Kanton Waadt. Die Jury zeichnet damit einen Ort aus, der beispielhaft zeigt, wie öffentlicher Verkehr und Stadtentwicklung zusammenwirken können.
PostAuto, der Verband öffentlicher Verkehr (VöV), der VCS Verkehrs-Club der Schweiz und der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr (LITRA) verleihen den FLUX zum 20. Mal. Mit dem Preis wird seit 2007 jedes Jahr ein Schweizer Verkehrsknoten ausgezeichnet, der den Fahrgästen das Reisen besonders angenehm macht und damit den öffentlichen Verkehr attraktiver macht. Die FLUX-Jury besteht aus zehn Expertinnen und Experten unter dem Vorsitz von Nationalrätin Florence Brenzikofer. Für den FLUX 2026 hat die Jury den Verkehrsknoten Prilly-Malley VD, Liestal BL und Sursee LU vor Ort beurteilt und anschliessend Prilly-Malley zum Sieger gekürt. Die S-Bahn-Station Prilly-Malley befindet sich überwiegend auf dem Boden der Gemeinde Prilly, zwischen dem Zentrum von Prilly und dem Lausanner Ortsteil Malley.
Ein Verkehrsknoten als Motor eines neuen Stadtquartiers
Prilly-Malley steht exemplarisch für eine moderne Stadtentwicklung nach innen. Auf einer ehemaligen Industriebrache zwischen den Gemeinden Prilly und Renens entsteht ein neues urbanes Zentrum mit künftig rund 10'000 Einwohnerinnen und Einwohnern sowie zahlreichen Arbeitsplätzen. Der Bahnhof, die Metro M1, die neue Tramlinie Lausanne–Renens und mehrere Buslinien bieten den Fahrgästen leistungsfähige und eng vernetzte Mobilität. Mit Erfolg, wie die Zahl der Fahrgäste beweist: Zwischen 2018 und 2025 verdoppelte sich die tägliche Frequenz von rund 4000 auf 8000 Fahrgäste. Und demnächst gewinnt der öV-Knoten weiter an Bedeutung: Die Achse Lausanne–Renens wird durch die neue Tramlinie T1 verstärkt.
Mobilität und Lebensraum vorbildlich verknüpft
Die Jury überzeugt Prilly-Malley insbesondere durch die konsequente Verbindung von Verkehr, öffentlichem Raum und Städtebau. Neue Plätze, Grünflächen, Fuss- und Veloverbindungen sowie attraktive Plätze schaffen eine hohe Aufenthaltsqualität. Gleichzeitig sorgen kurze Wege und gute Anschlüsse für eine einfache und komfortable Nutzung des öffentlichen Verkehrs.
Die Jury hebt die stufenweise Weiterentwicklung des Standorts hervor. Bestehende Anlagen wurden nicht ersetzt, sondern gezielt weiterentwickelt und aufgewertet. So entstanden neue Verbindungen zwischen den Quartierteilen, zusätzliche Grünräume und verbesserte Zugänge zu den Verkehrsmitteln. Mit rund 600 Veloabstellplätzen und einer preisgekrönten Fuss- und Velounterführung setzt Prilly-Malley zudem Massstäbe für den Langsamverkehr.
Zusammenarbeit über Gemeindegrenzen hinaus
Ein weiterer Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit der beteiligten Gemeinden. Mit der gemeinsamen Organisation «La Fabrique de Malley» haben sie Planung und Entwicklung über administrative Grenzen hinweg koordiniert. Dadurch entstand ein stimmiges Gesamtbild, bei dem öffentliche Räume, Mobilität und Bauprojekte optimal aufeinander abgestimmt sind. Die FLUX-Jury würdigt Prilly-Malley deshalb als beispielhaften Verkehrsknoten des 21. Jahrhunderts. Er bildet das Rückgrat eines lebendigen, nachhaltigen und weitgehend autofreien Stadtquartiers.
Eine Delegation mit Vertreterinnen und Vertretern der Organisation «La Fabrique de Malley» konnte den FLUX 2026 am 3. September 2026 in Thun im Rahmen der Generalversammlung des Verbands öffentlicher Verkehr (VöV) entgegennehmen.
Weitere Details und Jurybericht: www.flux.swiss
Für weitere Auskünfte stehen zur Verfügung:
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Der VCS Verkehrs-Club der Schweiz engagiert sich für eine nachhaltige Verkehrspolitik und befürwortet ein optimales Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsträger. Mit 85 000 Mitgliedern ist der VCS schweizweit der grösste Verkehrsverband, der sich für eine nachhaltige Mobilität einsetzt. Weitere Informationen: www.verkehrsclub.ch
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