Ressourcenprojekt Mineraldünger ersetzen
Bauernverband Aargau, Biomasse Suisse, Genossenschaft Ökostrom Schweiz, IP-Suisse, Kompostforum Schweiz und Suisseporcs
Stickstoff-Coaches helfen, Mineraldünger durch aufbereitete Hof- und Recyclingdünger zu ersetzen
Mit dem Ressourcenprojekt «Mineraldünger ersetzen» verfolgt eine breite Trägerschaft aus Biomasseverarbeitern und Landwirtschaftsorganisationen das gemeinsame Ziel, importierte Mineraldünger durch einheimische Ersatzprodukte aus Hof- und Recyclingdüngern zu ersetzen. Ein Kernstück des Projekts ist der Ausbildungsgang Stickstoff-Coach. Das Bundesamt für Landwirtschaft unterstützt das Projekt finanziell.
Die Stickstoff-Ausnutzung aus Hof- und Recyclingdüngern ist ein «zentraler Hebel», um Nährstoffüberschüsse aus der Landwirtschaft zu reduzieren. Mit dem Ressourcenprojekt «Mineraldünger ersetzen» leistet die Branche einen proaktiven Beitrag zum Absenkpfad Nährstoffe: Hof- und Recyclingdünger sollen so aufbereitet werden, dass sie eine effiziente Stickstoffnutzung ermöglichen und eine hochwertige Alternative zu importierten Mineraldüngern aus fossiler Quelle darstellen. So können Nährstoffkreisläufe besser geschlossen und die Bodenfruchtbarkeit gefördert werden.
Lehrgang für Stickstoff-Profis
Ein Kernstück des Ressourcenprojekts «Mineraldünger ersetzen» ist der Ausbildungsgang Stickstoff-Coach. Im Ausbildungsgang werden mittels theoretischen und praktischen Lerneinheiten die wesentlichen Einflüsse auf das Stickstoffmanagement eines Landwirtschaftsbetriebs vermittelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Anwendung und dem optimalen Einsatz von aufbereiteten Hof- und Recyclingdüngern. Ausserdem werden die Teilnehmenden ins Coaching von Landwirtinnen und Landwirten eingeführt. Der Lehrgang richtet sich an Praktikerinnen und Praktiker sowie Beratungspersonen mit Berufserfahrung.
Jeder und jede der ausgebildeten Stickstoff-Coaches begleitet zudem einen der 25 Projektbetriebe beim Umsetzen der ambitioniert gesteckten Projektziele: Die Stickstoff-Nutzungseffizienz von Hof- und Recyclingdüngern um mindestens 5 Prozent zu erhöhen, den betrieblichen Stickstoff-Saldoüberschuss pro Hektare düngbare Fläche um mindestens 10 Prozent und den Einsatz von Mineraldünger-Stickstoff um mindestens 30 Prozent zu senken.
Jetzt zum Lehrgang anmelden
Der Lehrgang wurde in enger Zusammenarbeit mit dem Bauernverband Aargau (BVA) und der Agridea erarbeitet. Er wird auf Deutsch und Französisch angeboten. Zeitbedarf: 2.5 Kurstage, ein Online-Austausch und 3-6 Tage Selbststudium. Gestartet wird im November 2026, Anmeldeschluss ist der 30. September 2026.
Weitere Informationen und Anmelde-Link
Ressourcenprojekt Mineraldünger ersetzen
Breite Allianz für einheimische Düngemittel
Das Projekt Mineraldünger ersetzen kurz erklärt
Eine breite Trägerschaft bestehend aus Bauernverband Aargau, Biomasse Suisse, Kompostforum Schweiz, IP Suisse, Ökostrom Schweiz und Suisseporcs hat sich gemeinsam zum Ziel gesetzt, importierte Mineraldünger durch einheimische Ersatzprodukte aus Hof- und Recyclingdüngern zu ersetzen. Dies soll durch drei Teilprojekte erreicht werden:
Teilprojekt 1: neue Düngeprodukte herstellen. 12 Biomasse-Verarbeitungsbetriebe testen erstmals in der Schweiz neue Aufbereitungsverfahren in der Praxis. Dadurch entstehen neue Düngeprodukte, die hochwertige agronomische Eigenschaften und eine bessere Stickstoff-Ausnutzung ausweisen.
Teilprojekt 2: Pilotlehrgang für Stickstoff-Coaches. Der Lehrgang bildet Fachpersonen aus, die Landwirtschaftsbetriebe bezüglich besserer Stickstoff-Ausnutzung und des Einsatzes von Düngemitteln aus aufbereiteten Hof- und Recyclingdüngern beraten. Der Lehrgang wird von Herbst 2026 bis Frühling 2027 durchgeführt.
Teilprojekt 3: Mineraldünger ersetzen auf Ackerbaubetrieben. 25 Landwirtschaftsbetriebe testen die neuen Düngemittel unter Praxisbedingungen – begleitet und unterstützt von den Stickstoff-Coaches.
Mit finanzieller Unterstützung des B undesamts für Landwirtschaft und fachlicher Unterstützung von Agroscope, Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW), Agridea sowie Grangeneuve − Kompetenzzentrum für Ausbildung, Beratung und Vollzug im Bereich Landwirtschaft, Kanton Freiburg.
Das Projekt dauert von 2025-2030, das Wirkungsmonitoring wird bis 2032 fortgesetzt.
Mehr Informationen unter: www.mineralduenger-ersetzen.ch
Kontakt für Medienanfragen
- Michael Müller, Projektleiter und Co-Geschäftsführer Biomasse SuisseTelefon: 056 500 10 60E-Mail: michael.mueller@biomassesuisse.ch
- Hanna Neuenschwander, Stv. Projektleiterin und Bereichsleiterin Marktentwicklung und Forschung Ökostrom SchweizTelefon: 056 444 24 71E-Mail: hanna.neuenschwander@oekostromschweiz.ch


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