70 Jahre Menuhin Festival Gstaad: Intendant Daniel Hope setzt in der Jubiläumssaison mit Weltstars und neuen Formaten Akzente
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70 Jahre Menuhin Festival Gstaad: Intendant Daniel Hope setzt in der Jubiläumssaison mit Weltstars und neuen Formaten Akzente
Das Menuhin Festival Gstaad lässt in seiner 70. Ausgabe erneut aufhorchen: Über 75 Konzerte mit internationalen Spitzenorchestern und herausragenden Solistinnen und Solisten stehen vom 16. Juli bis 5. September 2026 im Saanenland und Pays-d’Enhaut bevor. Zahlreiche Vermittlungs- und Nachwuchsformate ergänzen das Programm. Dazu gehört The Summit, eine neue Plattform für den Dialog zwischen Kultur, Gesellschaft und Wirtschaft im Grand Chalet Balthus in Rossinière. In seiner ersten Saison als Intendant knüpft Daniel Hope an das Erbe von Yehudi Menuhin an. Das Leitmotiv Family Matters bildet die Brücke zwischen traditionsreicher Geschichte und neuen Impulsen.
Das Menuhin Festival Gstaad blickt auf bald sieben Jahrzehnte Musikgeschichte zurück. Yehudi Menuhin rief es 1957 ins Leben, holte Freunde und Weggefährten aus der Welt der Klassik ins Saanenland und machte es zu einem der führenden Klassikfestivals in Europa. Für die 70. Ausgabe übernimmt mit dem international bekannten Geiger Daniel Hope erstmals nach über zwei Jahrzehnten ein neuer Intendant die künstlerische Verantwortung. Hope war ein Schüler und enger Freund von Yehudi Menuhin.
Daniel Hope teilt die humanistischen Werte des Festivalgründers und engagiert sich für den Nachwuchs, die internationale Vernetzung und gesellschaftliche Relevanz des Festivals als Ort der Begegnung zwischen Generationen, Kulturen und Menschen aus den unterschiedlichsten Lebensbereichen. Die Sommerbühnen des Saanenlandes und Pays-d’Enhaut tragen mit ihrer Anziehungskraft dazu bei. Das neue Format The President's Hikes verbindet Musik, Natur und Begegnung miteinander und unterstreicht die enge Beziehung zwischen Festival und Region.
Family Matters lautet das Motto des Menuhin Festival Gstaad 2026. Der Begriff «Familie» wird dabei weit gefasst. Er steht für das Netzwerk von Beziehungen, Freundschaften, Mentorschaften und künstlerischen Wahlverwandtschaften. Damit greift das diesjährige Motto einen zentralen Gedanken Yehudi Menuhins auf: die Musik als verbindende Kraft. Die Überzeugung, dass Musik Menschen zusammenbringt, Horizonte erweitert und Gemeinschaft stiftet, prägt das gesamte Programm von den grossen Orchesterkonzerten über die Academies bis hin zu den zahlreichen Discovery-Angeboten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.
Auftakt im Zeichen des Festivalmottos
Die Eröffnungskonzerte vom 16. und 17. Juli 2026 in der Kirche Saanen setzen für das Menuhin Festival Gstaad 2026 den Ton: Gemeinsam mit seinem langjährigen musikalischen Weggefährten Pinchas Zukerman sowie dem Zürcher Kammerorchester gestaltet Daniel Hope einen Auftakt, der Freundschaft, gegenseitige Inspiration und musikalische Verbundenheit ins Zentrum stellt.
Weitere Höhepunkte versprechen die Auftritte von herausragenden Solistinnen und Solisten wie David Garrett, Khatia Buniatishvili, Daniil Trifonov, Sir András Schiff, Thomas Hampson, Hayato Sumino, Gabriela Montero, Regula Mühlemann, Isata Kanneh-Mason und Steven Isserlis.
Im Festival-Zelt Gstaad zelebrieren einige der bedeutendsten Orchester Europas ihr Können. Das Royal Philharmonic Orchestra, das Budapest Festival Orchestra, das Royal Danish Orchestra sowie das Gstaad Festival Orchestra sorgen mit grossen sinfonischen Werken für Paukenschläge in der Jubiläumssaison.
Neben den Konzerten in den historischen Kirchen der Region gehören erneut Leckerbissen auf dem Gstaader Hausberg Eggli zum Festivalprogramm. Vor eindrucksvoller sommerlicher Bergkulisse auf 1600 Metern über Meer verbinden sie Musik, Natur und Kulinarik zu einem Konzerterlebnis der besonderen Art.
Auch Opern schmeicheln im Gstaader Sommer 2026 den Ohren: Am 21. August präsentiert das Festival Puccinis La bohème in konzertanter Aufführung mit dem international gefeierten Tenor Benjamin Bernheim in der Rolle des Rodolfo. Begleitet wird die Produktion vom Gstaad Festival Orchestra unter der Leitung von Marco Armiliato.
Zum Abschluss der Saison stehen die Zeichen auf Barock: Der Festivalsommer findet mit Johann Sebastian Bachs h-Moll-Messe unter der Leitung von Jonathan Cohen und seinem Ensemble Arcangelo in der Kirche Saanen seinen feierlichen Schlusspunkt.
Eine besondere Rolle kommt dem Gstaad Festival Orchestra zu, das sich in den vergangenen Jahren als künstlerisches Herzstück des Festivals etabliert hat. Unter seinem Chief Conductor Jaap van Zweden geht es 2026 neue Wege: Nach den Konzerten in Gstaad unternimmt das Orchester erstmals eine grössere Europatournee und gastiert in bedeutenden Konzertsälen – unter anderem in Kopenhagen, Hamburg, Frankfurt, Köln und Düsseldorf. Damit trägt das Orchester den Namen Gstaad als musikalischer Botschafter in die Welt hinaus.
Während des Festivals übernimmt das Orchester auch in der Ausbildung der nächsten Dirigentengeneration eine wichtige Rolle. Jaap van Zweden, Alexander Shelley, Johannes Schlaefli und Peter Biloen leiten die dreiwöchige Conducting Academy.
Generationenübergreifend kulturell und gesellschaftlich engagiert
Mit The Summit lanciert das Menuhin Festival Gstaad eine Plattform für den Austausch zwischen Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft, Medien und Wirtschaft. Im Grand Chalet Balthus in Rossinière diskutieren führende Persönlichkeiten zentrale Zukunftsfragen kultureller Institutionen und der klassischen Musik im 21. Jahrhundert. Inspiriert von Yehudi Menuhins Überzeugung, dass Kunst gesellschaftliche Verantwortung trägt, soll The Summit Besucherinnen und Besuchern ebenso wie den Studierenden der String Academy neue Perspektiven eröffnen.
Ein Schwerpunkt, der seit jeher zur DNA des Festivals gehört, ist und bleibt die Förderung junger Talente. In der Vocal Academy, Piano Academy, String Academy und Conducting Academy arbeiten internationale Nachwuchskünstlerinnen und Nachwuchskünstler mit Persönlichkeiten wie Thomas Hampson, Sir András Schiff, Daniel Hope, Pinchas Zukerman, Jaap van Zweden und Alexander Shelley zusammen. Das Publikum kann den kreativen Austausch und die Entwicklung der Talente an öffentlichen Masterclasses und Konzerten unmittelbar miterleben.
Das Discovery-Angebot eröffnet mit Workshops, Familienkonzerten, Kinderopern, Mitmachformaten und begleiteten Konzerterlebnissen Menschen jeden Alters niederschwellig Zugang zur klassischen Musik. Das Motto Family Matters wird somit auch jenseits der Konzertbühne gelebt und führt neue Generationen an die Welt der Musik heran.
70 Jahre nach seiner Gründung bleibt das Menuhin Festival Gstaad den Ideen seines Gründers verpflichtet: künstlerische Exzellenz, internationale Offenheit und die Förderung junger Talente. Die Jubiläumsausgabe 2026 schreibt die traditionsreiche Geschichte fort und übersetzt sie in die Zukunft.
Über das Menuhin Festival Gstaad
Das Menuhin Festival Gstaad wurde 1957 von Yehudi Menuhin gegründet und zählt heute zu den bedeutendsten Klassikfestivals Europas. Jeden Sommer versammelt das Festival internationale Künstlerpersönlichkeiten, renommierte Orchester sowie vielversprechende Nachwuchstalente in den Kirchen und Konzertorten des Saanenlands und des Pays-d’Enhaut. Mit jährlich mehr als 75 Konzerten verbindet das Festival musikalische Exzellenz, Nachwuchsförderung und kulturellen Dialog in einer der schönsten Alpenregionen Europas. Neben hochkarätigen Konzerten engagiert sich das Festival mit seinen Academies, Discovery-Angeboten und Vermittlungsprogrammen für die Förderung junger Musikerinnen und Musiker sowie für einen breiten Zugang zur klassischen Musik. Seit 2026 steht das Festival unter der künstlerischen Leitung des Geigers Daniel Hope. Die 70. Ausgabe findet vom 16. Juli bis 5. September 2026 unter dem Motto Family Matters statt.
Weiteführende Informationen für Medien:
Medien Album - Künstlerfotos 2026
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Menuhin Festival Gstaad
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