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Medienmitteilung | Libanon: Eskalation des Konflikts zwingt Familien zur Flucht – Save the Children leistet Hilfe

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MEDIENMITTEILUNG

Libanon: Eskalation des Konflikts zwingt Familien zur Flucht – Save the Children leistet Hilfe

  • Über 58'000 Menschen, darunter schätzungsweise 16'000 Kinder, wurden bereits vertrieben
  • Save the Children versorgt betroffene Familien mit dem Nötigsten
  • Kinderrechtsorganisation fordert Schutz der Kinder

Zürich/Beirut, 4. März 2026 – Die Eskalation des Konflikts im Libanon vertreibt immer mehr Familien, die notgedrungen auf der Strasse und in beschädigten Schulen Zuflucht suchen, so die Kinderrechtsorganisation Save the Children.

«Unser Team hört landesweit von Kindern, die in Autos, auf kalten Trottoirs und in teilweise beschädigten Schulzimmern schlafen, während ihre Eltern am Strassenrand sitzen und weinen, weil sie keine sichere und geeignete Unterkunft für ihre Familie finden», sagt Nora Ingdal, Länderdirektorin von Save the Children im Libanon. «In einigen der Schulen, in denen Familien untergebracht sind, tropft Wasser aus kaputten Rohren und es gibt keine Betten.»

In einer Schule, in der die Kinderrechtsorganisation Hilfe leistet, sind derzeit mehr als 230 Menschen untergebracht, obwohl sie eigentlich nur für 130 Schulkinder gedacht ist – und die Zahl der eintreffenden Vertriebenen steigt rapide an.

Mehr als 58'000 Menschen, darunter schätzungsweise 16'000 Kinder, wurden nach Angaben des Sozialministeriums in den vergangenen Tagen durch israelische Luftangriffe und Zwangsumsiedlungen vertrieben. Während sich der bewaffnete Konflikt in der Region weiter ausbreitet, wurden Berichten zufolge 50 Menschen, darunter sieben Kinder, getötet und 335 weitere verletzt.

«Im Süden stehen Familien auf der Flucht in kilometerlangen Staus. Es herrscht Chaos. Fahrten, die normalerweise eine Stunde dauern, nehmen jetzt mehr als 15 Stunden in Anspruch», fügt Nora Ingdal hinzu. «Die Eltern erzählen unseren Mitarbeitenden, wie besorgt sie sind, weil sie Rauch riechen und Bomben und Drohnen am Himmel sehen. Ich hörte, wie eine Zehnjährige ihre Mutter fragte: ‹Warum greifen sie uns an?› Das ist eine Frage, die sich kein Kind stellen sollte. Viele dieser Kinder wurden schon einmal vertrieben und sind völlig verängstigt. Die Zukunft ist für Millionen Menschen ungewiss. Es muss jetzt alles getan werden, um eine weitere Eskalation zu verhindern. Alle Konfliktparteien müssen ihren Verpflichtungen aus dem humanitären Völkerrecht nachkommen. Die Kinder müssen zu jeder Zeit geschützt werden.»

Save the Children ist vor Ort im Einsatz und verteilt lebenswichtige Hilfsgüter wie Trinkwasser, Decken, Matratzen, Versorgungsartikel für Kleinkinder und Hygiene-Sets an die vertriebenen Familien.

Zusatzmaterial (Video- und Audioaufzeichnungen von Nora Ingdal auf Englisch) zum Download:

Unter © Save the Children ist das Material honorarfrei auch zur Weitergabe an Dritte nutzbar.

Bei Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an den untenstehenden Kontakt.

Kontakt 
Melina Stavrinos
Fachperson Medien und Kommunikation
+41 44 267 74 68 
melina.stavrinos@savethechildren.ch 
Save the Children Schweiz
Jedes Kind verdient eine Zukunft – ob in der Schweiz oder auf der ganzen Welt. Mit dieser Überzeugung unterstützt der Verein Save the Children Schweiz seit 2006 kompromisslos und unermüdlich die am stärksten benachteiligten Kinder. In der Schweiz verwurzelt, ist Save the Children seit 1919 die weltweit führende Kinderrechtsorganisation. Dank unserer lokalen Verankerung in 120 Ländern kennen wir die Situation vor Ort, passen unsere Projekte entsprechend an und können im Notfall unverzüglich helfen. Wir verändern nachhaltig und positiv das Leben von Kindern, besonders in Krisen, auf der Flucht oder in Slums. In der Schweiz setzen wir uns seit 2015 für geflüchtete Kinder ein und verfügen über grosse Expertise im Bereich Asyl und Migration. 
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