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Schweizer Zucker AG mit «schwarzer Null»

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Medienmitteilung vom 27. März 2026

Schweizer Zucker AG mit «schwarzer Null»

Die Schweizer Zucker AG schreibt in ihrem Geschäftsjahr 2024/25 einen Gewinn von CHF 0.1 Mio. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist hauptsächlich den historisch tiefen Zuckerpreisen geschuldet. Das weltweite Überangebot an Zucker drückt stark auf die Preise. Auf einen Antrag für eine Dividende wird verzichtet. Aus 1.6 Millionen Tonnen Rüben konnten in der Kampagne 2024 212’000 Tonnen Zucker gewonnen werden, rund 10’000 Tonnen mehr als während der Kampagne 2023.

Konnte an der letztjährigen Generalversammlung noch eine Dividende beantragt werden, so wird dies für das abgelaufene Geschäftsjahr nicht der Fall sein. Der Unternehmensgewinn schrumpfte von CHF 4.6 Mio. auf CHF 0.1 Mio. Obwohl die Verkaufsmenge leicht stieg, wirkten sich die deutlich gesunkenen Zuckerpreise negativ auf den Umsatz aus. Dieser reduzierte sich auf CHF 234.6 Mio. (Vorjahr CHF 294.7 Mio.). Das Rübengeld reduzierte sich wegen leicht gesunkenen Rübenpreisen auf CHF 88.7 Mio. (Vorjahr CHF 95.6 Mio.). Die übrigen Kosten im Warenaufwand sanken um rund CHF 25 Mio. und weiter reduzierten sich die Kosten für Abschreibungen, ausserordentliche Aufwendungen und Steuern um rund CHF 24 Mio. Trotz den insgesamt tieferen Kosten sank der Unternehmensgewinn auf CHF 0.1 Mio. (Vorjahr CHF 4.6 Mio.) und der Cashflow reduzierte sich ebenfalls von CHF 44.1 Mio. im Vorjahr auf CHF 18.6 Mio.

Zuckerpreise und Swissness drücken die Stimmung

Die Verkaufsmengen erhöhten sich leicht auf 225 800 Tonnen (davon Bio 12’400 Tonnen). Nach Jahren mit Zuckerpreisen bis über 1’000 Franken pro Tonne sind die Preise inzwischen deutlich gesunken. Die geplanten Kontrakte für das kommende Geschäftsjahr (2025/2026) konnten zwar mehrheitlich abgeschlossen werden, allerdings nochmals zu tieferen Preisen. Der verstärkte Import von ausländischem Zucker setzt die Schweizer Zucker AG weiterhin unter Druck. Zum ersten Mal werden die Konsequenzen aus dem Unterschreiten der 50-Prozent-Grenze beim Swissness-Selbstversorgungsgrad spürbar. Kunden verwenden vermehrt nur noch 40 Prozent Schweizer Zucker (vormals 80 Prozent) und können trotzdem ihre Produkte mit dem Schweizer Kreuz ausloben. Die gute Ernte der Kampagne 2025 hilft, eine Trendwende einzuleiten, um künftig die 50-Prozent-Grenze wieder zu überschreiten.

Landwirte machen mit

Die positive Botschaft vorweg: Im zweiten Jahr in Folge stieg die Anbaufläche mit Schweizer Zuckerrüben an. Nebst einem attraktiven Rübenpreis haben auch die politischen Rahmenbedingungen zu dieser Steigerung geführt. Rund 3’900 Pflanzerinnen und Pflanzer entschieden sich nebst anderen Ackerkulturen auch für Zuckerrüben. Die Fläche stieg im konventionellen Anbau auf 16’480 Hektaren an. Allein in der Schweiz wurden auf diesen 16’480 Hektaren konventioneller Anbaufläche 1,12 Millionen Tonnen Rüben mit einem durchschnittlichen Zuckergehalt von 14,6 Prozent geerntet. Der Zuckerertrag pro Hektare betrug damit 8,6 Tonnen. Davon wurden 4’557 Hektaren unter dem IP-Suisse-Label produziert. Die Biofläche stieg um 73 Hektaren auf 314 Hektaren. Insgesamt wurden 1,6 Millionen Tonnen Rüben verarbeitet, 104’000 Tonnen mehr als im Vorjahr.

Langes Warten auf Preiserholung

Die Unruhen in der Weltpolitik bleiben bestehen. Der Markt scheint sich an die Unsicherheit zu gewöhnen. Das wiederum drückt auf die Zuckerpreise. Hinzu kommen die hohen Volumina der grössten globalen Produktionsländer wie Brasilien oder Indien, die – motiviert von den einst hohen Zuckerpreisen – verstärkt in Zucker und nicht Ethanol investiert haben. Eine weltweite Überversorgung war die Folge, was die Preise negativ beeinflusste. Die Zuckerbranche sehnt sich nach einer längst fälligen Preiserholung, und das nicht nur in der Schweiz.

Eine weitere Feststellung aus dem Zuckerjahr 2024/2025 war die zunehmende Bedeutung der CO₂-Reduktion, die mit Nachdruck von Kunden eingefordert wird. So hat die Schweizer Zucker AG mit der Inbetriebnahme des Niedertemperaturtrockners in Frauenfeld einen weiteren wichtigen Schritt zur Energie- und damit CO₂-Reduktion gemacht. Zusammen mit den beiden Holzkraftwerken in Aarberg und Frauenfeld zeigt sich die ökologische Bilanz der Schweizer Zucker sehr erfreulich. Herausforderung – und damit auch ein zentraler Aspekt im Bereich Forschung und Wissenschaft – ist die CO₂-reduzierte Produktion in der Landwirtschaft. Zusammen mit Partnern aus der Landwirtschaft, wie dem Schweizer Bauernverband oder dem Schweizerischen Verband der Zuckerrübenpflanzer, ist man nachdrücklich daran, die Situation kontinuierlich zu verbessern.

Neuer Kalkofen in Frauenfeld

Nachdem in der letzten Kampagne der Kalkofen in der Zuckerfabrik Frauenfeld einen irreparablen Defekt erlitten hat, wird für die Kampagne 2026 ein neuer Ofen bereitstehen. Die Planung dazu ist abgeschlossen und erste Arbeiten wurden bereits in Angriff genommen. Wenn der neue gasbetriebene Ofen Mitte September erstmals in Betrieb geht, wird er kleiner, moderner, leiser und vor allem umweltfreundlicher sein. Diese Investition ist ein Bekenntnis zu zwei Zuckerfabriken an den Standorten Frauenfeld und Aarberg.

Auskunft für Medienschaffende:

  • Andreas Blank, Präsident des Verwaltungsrates, Telefon 079 334 35 26
  • Oliver Nussli, CEO, Telefon 032 391 67 57

Diese Medienmitteilung ist auch online unter www.zucker.ch -> News abrufbar.

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