Verlängerte Zuckerrübenkampagne 2025/26 – Entschädigung geklärt
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Medienmitteilung der Interprofession Zucker vom 18. März 2026
Verlängerte Zuckerrübenkampagne 2025/26 – Entschädigung geklärt
Die Zuckerrübenkampagne 2025/26 dauerte ausserordentlich lange. Hauptgrund war die gute Ernte mit hohen Rübenerträgen. Wegen dem Ausfall des Kalkofens in Frauenfeld verlängerte sich die Kampagne zudem bis in den Februar 2026 hinein. Für Pflanzerinnen und Pflanzer, die ihre Rüben erst spät abliefern konnten, hat die Interprofession nun eine Lösung zur Entschädigung von allfällig erlittenem Schaden gefunden.
In den letzten Jahren endeten die Zuckerrübenkampagnen in Frauenfeld und Aarberg jeweils um die Weihnachtszeit bzw. zum Jahreswechsel. Die letzte Kampagne 2025 dauerte wesentlich länger, was vor allem auf die gute Ernte mit hohen Erträgen zurückzuführen ist. Dass im November 2025 dann auch noch der Kalkofen in Frauenfeld ausgefallen ist, war höchst bedauerlich und führte in der Folge zu einer weiteren Verlängerung. Die überwiegende Mehrheit der Pflanzerinnen und Pflanzer zieht dennoch eine positive Bilanz mit Rekorderträgen und einem besonders attraktiven Erlös pro Hektare. Leidtragende waren jene, deren Rüben erste gegen Ende Kampagne und somit im Februar abgeführt wurden. Die Qualität und der Zuckergehalt der Rüben litten in den letzten Wochen der Kampagne.
Keine Abzüge und höhere Spätablieferprämie
Für den endgültigen Abschluss dieser verlängerten Verarbeitungskampagne 2025/26 wurde von der Interprofession nun gemeinsam eine tragfähige Lösung gefunden. So werden für alle Lieferungen ab 7. Januar in Aarberg und 19. Januar 2026 in Frauenfeld keine Abzüge aufgrund eines tiefen Zucker-gehalts vorgenommen. Zudem wird im gleichen Zeitraum die bereits bestehende Spätlieferprämie für Rübenlieferungen mit einem Zuckergehalt von 15 Prozent und höher täglich um 10 Rappen pro Tonne reine Rüben erhöht.
Die Entscheidung wurde im Rahmen der Interprofession getroffen, in der sowohl die Vertreter der Produzenten als auch jene der Schweizer Zucker AG vertreten sind – mit dem gemeinsamen Willen, eine konstruktive und faire Lösung für alle Beteiligten zu finden. Die Verantwortlichen der Interprofes-sion sind überzeugt, mit diesen Massnahmen im aktuellen Kontext eine positive und pragmatische Antwort zu liefern und die geleisteten Anstrengungen anzuerkennen. Nun können sich alle auf die Aussaat 2026 und auf die kommende Kampagne konzentrieren.
Rückfragen für Medienschaffende Martin Flury, Präsident Schweizerischer Verband der Zuckerrübenpflanzer Tel. 079 720 89 51 Lukas Aebi, Leiter Rübenmanagement, Schweizer Zucker AG Tel. 079 391 62 05