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Medien-Information GastroSuisse Totalrevision Alkoholgesetz - Bundesrat eröffnet die Vernehmlassung: Neues Alkoholgesetz führt nicht zum Ziel

Zürich (ots)

GastroSuisse steht klar für die Einhaltung der
bestehenden Jugendschutzbestim-mungen ein und unterstützt sinnvolle 
Massnahmen. Das revidierte Alkoholgesetz, dessen Vernehmlassung der 
Bundesrat heute eröffnet hat, ist jedoch keine Lösung für die neuen 
gesellschaftlichen Probleme wie den übermässigen Alkoholkonsum von 
Jugendlichen in der Öffentlichkeit. Es würde vielmehr zu einer 
unverhältnismässigen Einschränkung des Gastes sowie von Handel und 
Gewerbe führen.
GastroSuisse, der Verband für Hotellerie und Restauration in der 
Schweiz, steht sehr überzeugt hinter den bestehenden 
Jugendschutzbestimmungen. Das Gastgewerbe hat kein Interesse daran, 
Alkohol an Jugendliche und vor allem an Minderjährige unter 16 resp. 
18 Jahre zu verkaufen. Übermässiger Alkoholkonsum von Jugendlichen, 
wie er der Gesellschaft heute Sorge bereitet, hat jedoch wenig mit 
dem Gastgewerbe zu tun. Der unkontrollierte Alkoholkonsum von 
Jugendlichen spielt sich fast ausnahmslos im Freien ab. Solche und 
ähnliche gesellschaftliche Probleme lässt das revidierte 
Alkoholgesetz jedoch völlig ausser Acht. Demgegenüber konzentriert 
sich der Gesetzgeber darauf, sowohl den Gast als auch den Handel und 
das Gewerbe mit wenig zielführenden Massnahmen unverhältnismässig 
einschränken zu wollen.
Zahlreiche Angebote an den Gast würden beschnitten. Neu soll zum 
Beispiel am Freitag und Samstag von 21.00 bis 09.00 Uhr weder Bier 
noch Wein zu vorteilhaften Bedingungen abgegeben werden dürfen; das 
wäre unter anderem das Ende von Ladies-Nights. Preislich sehr 
attraktive Angebote von Wein und Bier wären ganz generell nicht mehr 
möglich. Einem Gastwirt, der seinen Gästen nach einem Sieg der 
Schweizer Fussballnationalmannschaft eine Gratisrunde Bier spendiert,
würde eine Strafe drohen. Angebote wie Mehrgang-Menüs inklusive 
Weinbegleitung, wie sie zum Beispiel in der gehobenen Gastronomie 
geschätzt werden, wären künftig nicht mehr selbstverständlich.
GastroSuisse wehrt sich mit Vehemenz gegen wenig zielführende und 
überregulierende Massnahmen, die erst noch weder im Interesse des 
Gastes, noch des freien Unternehmertums sind.
Zürich, 30. Juni 2010

Kontakt:

GastroSuisse, Marketing und Kommunikation, Brigitte Meier-Schmid,
Telefon 044 377 53 53, mako@gastrosuisse.ch

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