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Media Service: Bundesrätin Widmer-Schlumpf: "Wir sind auf die Ausländer angewiesen" (swissinfo)

Media Service: Bundesrätin Widmer-Schlumpf: "Wir sind auf die Ausländer angewiesen" (swissinfo)
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Bern (ots)

- Hinweis: Bildmaterial steht zum kostenlosen Download bereit  
     unter: http://www.presseportal.ch/de/pm/100001296 -
An einer Internationalen Konferenz in Luzern zum Thema "Diversity 
und Integration" erklärte Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf 
die Integration als Chance für die Wirtschaft. swissinfo sprach mit 
der Bundesrätin über die  Migrationspolitik und die Sprache als 
Schlüssel zur Integration.
Frage: Der Bundesrat setzt bei der Integrationspolitik vor allem 
auf das Erlernen einer Landessprache. Genügt das?
E.W.: Sprache ist nicht das Mittel zur Integration, aber es ist 
der Schlüssel dazu. Wenn man sich verständigen kann, wenn man 
verstanden wird, dann hat man auch die Möglichkeit, sich in der 
Gesellschaft - sei es am Arbeitsplatz oder in einem Sportverein - 
zurechtzufinden. Ob wir wollen oder nicht - die Sprache ist dazu 
nötig.
swissinfo: Wann gilt für Sie eine Person als integriert?
E.W.: Wenn sie sich mit den kulturellen und ideellen Begebenheiten
auseinandersetzt und auch das Leben an dem Ort kennt, wo sie wohnt. 
Wenn sie die Wertvorstellungen kennt und akzeptiert und sich 
verständigen kann. Das heisst, wenn die Person als Teil einer 
Gemeinschaft betrachtet werden kann.
swissinfo: Sie verfolgen wie Ihr Vorgänger Christoph Blocher eine 
harte Asylpolitik. Bei den ausländischen Arbeitskräften, die 
namentlich aus der EU kommen, haben Sie dagegen eine äusserst 
liberale Haltung. Besteht nicht die Gefahr einer 
Zweiklassen-Migrationspolitik?
E.W.: Wir haben nicht eine harte, sondern eine konsequente 
Asylpolitik. Wir halten uns an die gesetzlichen Bestimmungen.
Die Schweiz ist ein Land mit einer humanitären Tradition, auch 
daran halten wir uns. Angesichts der hohen Anerkennungsquote von 
Asylbewerbern in der Schweiz kann man nicht sagen, dass die Schweiz 
durch übertriebene Härte auffällt. Mit über 25 Prozent ist die 
Schweiz eines der Länder mit der höchsten Annerkennungsquote.
Ich bin überzeugt, dass wir uns absolut entsprechend unserer 
humanitären Tradition verhalten. Wir wollen jedoch jegliche Form von 
Missbrauch mit Härte bekämpfen, weil das letztlich auch jenen 
Personen schadet, die zu Recht Asyl beantragen.
Was die ausländischen Arbeitskräfte betrifft, sind wir auf sie 
angewiesen. In der Schweiz wird rund ein Viertel der Arbeitsstunden 
von ausländischen Arbeitskräften geleistet.
Ganzes Interview unter: www.swissinfo.ch
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