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Freche Helvetas Aktion zum heutigen Welt-Toiletten-Tag

Freche Helvetas Aktion zum heutigen Welt-Toiletten-Tag
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Bern (ots)

- Hinweis: Bildmaterial steht zum kostenlosen Download bereit  
     unter: http://www.presseportal.ch/de/pm/100000432 -
Mit frechen Aktionen in Bern und Lausanne macht die 
Entwicklungsorganisation Helvetas heute am Welt-Toiletten-Tag darauf 
Aufmerksam, dass ein Drittel der Weltbevölkerung keinen Zugang zu 
Toiletten hat.
Der Strom von Passantinnen und Passanten gerät vor der 
Heiliggeistkirche in Bern ins Stocken. Dort liegen Hunderte von 
Kothäufchen auf dem Gehsteig und erschweren ihnen den Durchgang. 
Natürlich handelt es sich nur um Attrapen aus Silicon, die echten 
Kegeln täuschend ähnlich sehen. Mit dieser Kegel-Aktion macht 
Helvetas heute Mittwochmorgen am Welt-Toiletten-Tag und im Uno-Jahr 
der sanitären Grundversorgung in Bern und Lausanne auf den Missstand 
aufmerksam, dass immer noch 2,6 Milliarden Menschen keinen Zugang zu 
Toiletten haben. Sie haben keine andere Wahl, als ihr tägliches 
Geschäft auf dem offenen Feld oder um die Häuser und die Siedlungen 
herum zu verrichten. Krankheitserreger gelangen so direkt in 
Gewässer, in offene Trinkwasserstellen und damit in die 
Nahrungskette. Die Folgen dieser prekären hygienischen Bedingungen 
sind fatal. 1,8 Millionen Menschen sterben jährlich an 
Durchfallerkrankungen, 90 Prozent davon sind Kinder unter 5 Jahren.
Helvetas bricht Tabuthema
Die persönliche Hygiene gehöhrt zum Intimbereich. Über den 
alltäglichen Gang zur Toilette spricht niemand gerne. Das ist in den 
ärmsten Ländern des Südens nicht anders. Die präkeren hygienischen 
und sanitären Zustände können jedoch nur verbessert werden, wenn 
darüber gesprochen wird. Deshalb trägt Helvetas das Thema auf die 
Strasse. "Wir möchten die Bevölkerung aufrütteln und mit unserer 
Aktion die Folgen fehlender Toiletten bildlich vor Augen führen," 
erklärt Helvetas Geschäftsleiter Melchior Lengsfeld.
Helvetas engagiert sich seit über 40 Jahren in den ärmsten 
Weltregionen für eine bessere sanitäre Grundversorgung. Die 
Organisation unterstützt die lokale Bevölkerung mit 
Aufklärungskampagnen, die die Zusammenhänge zwischen Hygiene und 
Krankheit erklären, beim Bau von Latrinen und geschützten 
Trinkwasserbrunnen und bei der Vermarktung von Hygieneartikeln. 
Helvetas fordert von den Regierungen im Süden, dass sie ihre 
Prioritäten stärker auf die sanitäre Grundversorgung ihrer 
Bevölkerung ausrichten. Von den Regierungen im Norden erwartet 
Helvetas, dass sie die im Rahmen der Millenniums-Entwicklungsziele 
versprochenen Mittel dafür bereitstellen. Die nächste Gelegenheit 
dafür bietet sich in der kommenden Wintersession. Dann kann der 
Nationalrat in der Differenzbereinigung der vom Ständerat 
festgelegten Höhe der Entwicklungsgelder von jährlich 0,5 Prozent des
Bruttonationaleinkommens zustimmen. Ein Schritt in die richtige 
Richtung.

Kontakt:

Stefan Stolle, Leiter Kommunikation und Fundraising
044 368 65 22, 078 676 28 78

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