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Treffen der deutschsprachigen Gesundheitsministerinnen und Gesundheitsminister

Vaduz (ots)

Liechtensteins Gesundheitsminister Mauro Pedrazzini traf sich am 7. Juli 2020 mit seinen deutschsprachigen Amtskolleginnen und -kollegen aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg, dem so genannten Gesundheitsquintett, zu einer Ministerkonferenz per Video. Am Ende des Arbeitstreffens wurde eine gemeinsame Schlusserklärung verabschiedet, in welcher die Ergebnisse der Gespräche festgehalten werden.

Das Treffen fand in diesem Jahr zum achten Mal in Folge statt. Gastgeber war der österreichische Bundesminister Rudolf Anschober. Die Länder des Gesundheitsquintetts verbindet neben der deutschen Sprache und den kulturellen Gemeinsamkeiten auch eine vergleichbare strukturelle, finanzielle und demographische Ausgangslage im Rahmen der Gesundheitsversorgung und -systeme. Im Mittelpunkt der Gespräche stand diesmal die Corona-Pandemie.

Lehren aus Covid-19

Die Gesundheitsministerinnen und -minister diskutierten darüber, ob die öffentlichen Gesundheitssysteme der deutschsprachigen Länder pandemiefest sind und wie sie in Zukunft mit derartigen Situationen umgehen sollen. Dabei wurden die Grenzschliessungen im Personen- und Warenverkehr sowie der Umgang mit dem Tourismus thematisiert. Wenn auch die deutschsprachigen Länder vergleichsweis gut auf die Corona-Pandemie reagiert haben, bekräftigte das Gesundheitsquintett seine Absicht, zukünftig im Pandemiefall noch enger und besser beispielsweise mittels interregionaler Pandemieplanung in den Grenzregionen zu kooperieren.

Zusammentreffen von Covid-19 mit der Grippe

Das Gesundheitsquintett hat sich des Weiteren darüber ausgetauscht, dass schon jetzt das Zusammentreffen von Covid-19 und der Influenza im Herbst vorzubereiten ist, da dies ansonsten zu einer Überlastung der Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen führen könnte. Grippale Infekte, Influenza und Covid-19 haben eine klinisch nicht eindeutig unterscheidbare Symptomatik. Im Unterschied zu Covid-19 ist gegen die in manchen Fällen ebenfalls gefährliche und auch tödlich verlaufende Influenza bereits jetzt ein effektiver Impfstoff vorhanden, jedoch spiegelt sich dies noch nicht in der Durchimpfungsrate der Bevölkerung wieder. Die deutschsprachigen Länder wollen sich verstärkt für Informations- und Aufklärungsarbeit einsetzen und insbesondere die Influenza-Impfung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereich forcieren.

Das nächste Treffen des Gesundheitsquintetts wird im Jahr 2021 in Luxemburg stattfinden.

Pressekontakt:

Ministerium für Gesellschaft
Manuel Frick, Generalsekretär
T +423 236 60 19

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