Alle müssen jetzt ihren Beitrag leisten!
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MEDIENMITTEILUNG SMP - PSL
Bern, 05. Februar 2026
Alle müssen jetzt ihren Beitrag leisten!
Seit dem 20. Januar 2026 sind die verschärften Eckwerte sowie die Konditionen für die Milcheinlieferungen ab dem 1. Februar 2026 und die Folgemonate bekannt. Ebenso liegen aktualisierte Markteinschätzungen vor. Die darauf erfolgten Reaktionen waren deutlich und sind nachvollziehbar. Dennoch gilt: Ein langfristig weniger schmerzhafte Alternative gibt es nicht. Die ersten Effekte auf dem Markt zeigen sich bislang nur zögerlich. So darf es aber nicht weitergehen. Jetzt sind alle gefordert, ihren Beitrag zur Gesamtlösung zu leisten.
Die Milcheinlieferungen im Dezember 2025 sind zwar noch nicht offiziell ausgewiesen, dürften jedoch rund 10 % über dem Vorjahresniveau liegen; bei Biomilch sogar etwas darüber. Eine derart starke Dynamik in so kurzer Zeit ist in der Milchproduktion nur selten zu beobachten und hält seit August 2025 an. Der gewünschte Bremseffekt bei den Einlieferungen setzte auch im Januar 2026 zunächst nur verhalten ein – und dies trotz der faktisch gezogenen Notbremse Mitte Januar 2026 in der Branchenorganisation Milch.
Nun stehen alle Erstmilchkäufer sowie alle Milchproduzent:innen in der Pflicht. Es braucht kurzfristig einen Beitrag zur Reduktion der Einlieferungen oder alternativ eine vollständige Ausfuhr der überschüssigen Mengen als C-Milch. Ein Abseitsstehen einzelner Akteure ist inakzeptabel. Eine breit abgestützte Drosselung lässt sich nicht vermeiden. Die SMP fordert deshalb, dass alle Marktteilnehmenden einen proportionalen Anteil der C-Milchlast tragen. Der Vorstand der Branchenorganisation Milch hat bereits beschlossen, die Einhaltung der C-Milchmengen konsequent zu kontrollieren. Diese Aufgabe wird TSM Solutions übernehmen. Als Richtschnur gelten für SMP die Beschlüsse in der Branchenorganisation Milch vom 13. Januar 2026 per 1. Februar 2026 mit der Toleranz bis auf 105%.
Auch innerhalb der Branchenorganisation Milch wird es notwendig sein, Lehren aus dieser Entwicklung zu ziehen. Künftig müssen solche Dynamiken früher erkannt und in gemeinsamer Verantwortung der Branche wirksam angegangen werden. Zudem haben uns zwischenzeitlich auch Signale aus der Politik erreicht, die konkrete Antworten erwarten. Die Schweizer Milchproduzenten SMP betrachten es als sinnvoller, dies in Eigenverantwortung anzugehen.
Auskünfte:
Christa Brügger, Leiterin Kommunikation SMP, 079 786 75 57