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21.10.2021 – 08:18

LID Pressecorner

Die Zuckerrübenpreise steigen 2022

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Die Zuckerrübenpreise steigen 2022

Das Parlament hat in der Herbstsession der Verlängerung der Stützungsmassnahmen für den Schweizer Zucker zugestimmt. Aufgrund der nun bekannten Rahmenbedingungen sowie positiven Aussichten auf dem Zuckermarkt hat die Interprofession die Preise und Übernahmebedingungen für die Zuckerrüben 2022 festgelegt. Grund- und Richtpreis steigen um 5 Franken pro Tonne Zuckerrüben. Damit soll die Anbaubereitschaft gefördert und die Versorgungssicherheit mit nachhaltig produziertem Schweizer Zucker abgesichert werden. Die Landwirte sind aufgerufen, die Anbauverträge in den nächsten Wochen zu unterzeichnen.

National- und Ständerat haben am 1. Oktober 2021 der Verlängerung der Stützungsmassnahmen für den einheimischen Zuckerrübenanbau zugestimmt. Damit ist der Mindestgrenzschutz Zucker von 7 Franken pro 100 kg Zucker und der Einzelkulturbeitrag von 2100 Franken pro Hektare befristet bis 2026 im Landwirtschaftsgesetz festgehalten. Zusätzlich werden die besonders ökologische Anbauformen Bio und IP-Suisse mit zusätzlich 200 Franken pro Hektare gefördert. Damit erhält die Branche die nötige Planungssicherheit, um sich in einem schwierigen Marktumfeld ökologisch und wirtschaftlich weiterzuentwickeln.

Leider hat sich die Debatte im Parlament verzögert und die Interprofession Zucker konnte später als üblich die Branchenvereinbarung aushandeln. Dank den nun bekannten Rahmenbedingungen sowie positiven Entwick-lungen auf dem internationalen Zuckermarkt hat sie entschieden, den Grund- und Richtpreis deutlich zu erhöhen. Damit soll die Anbaubereitschaft trotz zahlreichen anbautechnischen Herausforderungen erhöht und die gewünschte Versorgungssicherheit mit nachhaltig produziertem Schweizer Zucker sichergestellt werden.

Im Gesamtpaket steigen sowohl Grund- wie Richtpreis um 5 Franken auf 45 respektive 50 Franken pro Tonne Zuckerrüben. Darin enthalten ist eine Kompensation für die ab 2022 abgeschaffte Treueprämie. Zudem wird die Zuckergehaltszahlung über 16% erhöht und die Abzüge für Ausbeuten unter 85.5% reduziert. Weiter müssen die Produzenten die Transportkosten für Fremdbesatz über 10% nicht mehr selbst übernehmen und die Abzüge für Fremdbesatz über 12% werden halbiert. Der Richtpreis für Bio-Zuckerrüben liegt bei 158 Franken pro Tonne. Darin enthalten ist eine bis mindestens 2024 zugesicherte Labelprämie von 30 Franken.

Mit dem für die Pflanzer sehr vorteilhaften Gesamtpaket erhofft sich die Interprofession eine positive Wirkung auf die Anbaubereitschaft. Ziel ist es, die Anbaufläche von aktuell 16'500 Hektaren wieder zu erhöhen. Die langfristige Zielfläche beträgt 20'000 Hektaren. Gesucht sind Produktionsflächen in allen Produktionsstandards ÖLN, IP-Suisse und Bio. Dank dem vom Bund lancierten Forschungsprojekt «Nachhaltiger Zuckerrübenanbau» hofft die Branche auf zeitnahe Antworten auf die Herausforderungen im Anbau wie viröse Vergilbung und Syndrome de basses richesses. Die Branche prüft zurzeit einen erneuten Antrag der bereits für 2021 zugelassenen Pflanzenschutzmittel gegen die virusübertragenden Blattläuse.

Die Produzenten sind aufgerufen, die Anbauverträge in den nächsten Wochen zu unterzeichnen. Neue Pro-duzenten sind herzlich willkommen und können sich bei der Zuckerfabrik auf dem Rübenbüro in Aarberg (032 391 62 29) oder Frauenfeld (052 724 74 29) melden.

Interprofession ZuckerDie Interprofession Zucker setzt sich aus vier Vertretern der Schweizer Zucker AG SZU und sechs Vertretern (vier Stimmrechte) des Schweizerischen Verbandes der Zuckerrübenpflanzer (SVZ) zusammen. Die Interprofession legt jährlich den definitiv ausbezahlten Schlusspreis sowie die Preis- und Übernahmebedingungen fest.

Josef Meyer, Präsident Schweizerischer Verband der Zuckerrübenpflanzer
Mobile 079 606 10 21

Guido Stäger, CEO Schweizer Zucker AG 
Telefon 032 391 62 04