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Media Service: Wintersport verliert weltweit an Attraktivität

Zürich (ots) - In einer Woche beginnen in Sotschi die Olympischen Winterspiele. Doch das Interesse hält sich bislang in Grenzen. «Der Wintersport hat überall an Attraktivität eingebüsst», sagt Franz Julen, Chef des weltgrössten Sportartikelhändlers Intersport International, im Gespräch mit der «Handelszeitung». Die Wintermüdigkeit sei nicht bloss ein Schweizer Phänomen. Julen macht vielschichtige Gründe für diesen Trend verantwortlich. Die Winterstimmung in den Städten sei als Folge der Klimaerwärmung nicht mehr die gleiche wie früher. Zudem gebe es deutlich mehr Sportarten, die dem Skifahren Konkurrenz machten, und es fänden immer weniger Skilager statt. Das habe zur Folge, dass die Zugewanderten und Secondos keine Verbindung zum Skisport hätten. Schliesslich sei der Skisport teuer. «Heute wird jeder zweite Ski und jeder dritte Schuh vermietet», so Julen. Das sei ein lukratives Geschäft. Der Intersport-Chef ist nach wie vor vom Wintersport überzeugt: «Wir investieren und wollen Marktanteile gewinnen.» Unter dem Dach von Intersport International sind im Franchise-System 5800 Intersport- und Athlete's-Foot-Geschäfte in 63 Ländern zusammengeschlossen. Diese erwirtschafteten 2012 einen Umsatz von 10,5 Milliarden Euro.

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