KV Schweiz

KV Schweiz - Arbeitsmarktferner Entscheid des Bundesrates

Botschaft des Bundesrates zur Volksinitiative "für ein flexibles Rentenalter" Zürich (ots) - Der Kaufmännische Verband Schweiz äussert sein Unverständnis über die Haltung des Bundesrates. Auch wenn Bundesrat und viele Politiker unaufhörlich auf die höhere Lebenserwartung verweisen, sind die Realitäten auf dem Arbeitsmarkt anders. Die Initiative will verhindern, dass Menschen zwischen "Stuhl und Bank" fallen. Zur Lösung dieses Problems hat der Bundesrat - trotz vieler Versprechen - bisher keine tauglichen Vorschläge gemacht. Der KV Schweiz - der die Initiative unterstützt - anerkennt durchaus die Änderungen, die sich im Altersaufbau der Gesamtbevölkerung und der Erwerbsbevölkerung ergeben. Und selbstverständlich weiss auch der KV Schweiz, dass viele Menschen gerne bis und zum Teil auch über das Rentenalter 65/64 hinaus arbeiten möchten. Arbeiten können bedeutet in der Tat für viele Menschen Gestaltungsraum, Selbstverwirklichung in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft integriert und akzeptiert zu sein. Aber der KV Schweiz weiss auch, dass die Realitäten auf dem Arbeitsmarkt für viele ältere Arbeitnehmende anders sind - und dies noch lange bleiben wird. Längst nicht alle können die immer höheren beruflichen Anforderungen und den steigenden Leistungsdruck bewältigen, und genau für diese Menschen, die alters- und leistungsbedingt aus dem Arbeitsmarkt herausfallen, ist die Initiative bestimmt. Der KV Schweiz ist enttäuscht über die Weigerung des Bundesrates, diese Realitäten zur Kenntnis zu nehmen. Heute werden die Schwierigkeiten älterer Arbeitnehmenden häufig via Arbeitslosenversicherung oder Invalidenversicherung und später via Sozialhilfe gelöst. Der KV Schweiz tritt ein für ehrliche, transparente Lösungen: Wer nicht mehr kann, nicht mehr will, soll die Möglichkeit haben, sich flexibel und in einer sozial abgesicherten Weise vom Arbeitsmarkt zurück zu ziehen. Solche Lösungen sind seit der 10. AHV-Revision versprochen worden, das Volk hat seinen Anspruch in der Volksabstimmung vom 5.6.2004 überdeutlich festgehalten. Ohne politischen Druck geht aber offensichtlich nichts. Die Initiative "für ein flexibles Rentenalter" ist daher weiterhin unabdingbar. ots Originaltext: KV Schweiz Internet: www.presseportal.ch Kontakt: Nationalrat Mario Fehr Präsident KV Schweiz Tel.: +41/79/734'54'39 Edi Class Generalsekretär KV Schweiz Tel.: +41/79/509'41'33 Hans-Ulrich Schütz volksw. Mitarbeiter Tel.: +41/44/283'45'78 E-Mail: hansulrich schuetz@kvschweiz.ch

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