Bundesamt für Wasser und Geologie

BWG: Zum Tag des Wassers vom 22. März 2005: Wasser schützen und nutzen setzt Wissen voraus

Bern (ots) - Mit dem Welt-Wasser-Tag beginnt am 22. März 2005 die Internationale Dekade des Wassers. Die Schweiz trägt mit ihrem Wasserreichtum eine besondere Verantwortung beim Umgang mit der lebenswichtigen Ressource. Eine neue Publikation des Bundesamts für Wasser und Geologie (BWG) dokumentiert den Stand des Wissens in der Schweiz bezüglich der ober- und unterirdischen Gewässer. Zu Recht gilt unser Land als Wasserschloss Europas. Die natürlichen Seen, Gletscher und Grundwasservorkommen machen sechs Prozent der Süsswasservorräte des Kontinents aus. Rund 45 Prozent der Wassermenge, die mit dem Rhein in die Nordsee fliesst, stammt aus der Schweiz. Die Niederschlagsmenge von durchschnittlich über 1400 Millimeter pro Jahr, liegt hier zu Lande beinahe doppelt so hoch wie im europäischen Mittel. Um die Ressource Wasser ökologisch und wirtschaftlich sinnvoll nutzen zu können zu können und um die Menschen vor schädigenden Auswirkungen des Wassers zu schützen, sind Kenntnisse über Qualität und Quantität der ober- und unterirdischen Wasservorkommen unabdingbar. Diese Grundlagen liefert die Hydrologie. Messen, analysieren und erforschen In Zusammenarbeit mit Bundesstellen, Kantonen, Forschungsinstituten und Privaten stellt das BWG seit mehr als 150 140 Jahren hydrologische Grundlagendaten bereit. Dazu gehören etwa die Messungen der SeewPegelständeasserstände, der Abflussmengen, der Sedimentfrachten und der Wasserqualität sowie die Analyse und Erforschung der damit zusammenhängenden Vorgänge. Alle daraus gewonnenen Erkenntnisse dienen letztlich auch den flussabwärts gelegenen Staaten, die das aus der Schweiz abfliessende Wasser nutzen. Die neue Publikation „Hydrologie der Schweiz“ betrachtet diese vielfältigen Aspekte der Ressource Wasser aus verschiedenen Blickwinkeln. Zehn reich illustrierte Kapitel geben einen kurzen und prägnanten Überblick zu Themen wie Niederschlag, Schnee und Eis, Verdunstung, Grundwasser, Feststoffe oder Wasserqualität. Die Veröffentlichung will nicht primär wissenschaftliche Details erläutern, sondern die Hydrologie der Schweiz in verständlicher Art einer breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Sie macht zudem deutlich, dass kontinuierliche Anstrengungen nötig sind, damit die Schweiz ihre Verantwortung für das Wasserschloss Europas weiterhin wahrnehmen kann. Der Bericht entstand aus einer Zusammenarbeit des BWG mit der Gruppe für Hydrologie am Geografischen Institut der Universität Bern und zahlreichen weiteren Fachleuten. Biel, 18. März 2005 Auskünfte Ruedi Bösch Informationsbeauftragter BWG Tel. +41 (0)79 459 61 91 E-Mail: ruedi.boesch@bwg.admin.ch Link zum Welt-Wasser-Tag http://www.worldwaterday.org/page/130 Link zu den Herausgebern „Hydrologie der Schweiz“ http://www.bwg.admin.ch http://www.hydrologie.unibe.ch Hinweis für die Redaktionen «Hydrologie der Schweiz – Ausgewählte Aspekte und Resultate», Berichte des BWG, Serie Wasser Nr. 7, Bern 2005; erhältlich zum Preis von CHF 28.70 bei: BBL, Verkauf Bundespublikationen, 3003 Bern Tel.: 031 325 50 50, Fax: 031 325 50 58 verkauf.zivil@bbl.admin.ch Bestellnummer 804.507 d Die Publikation ist vorerst nur in deutscher Sprache erschienen. Sie ist als pdf-Datei auch auf dem Internet verfügbar unter: http://www.bwg.admin.ch > Service > Downloads > Broschüren, Wegleitungen

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