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Die Apotheke - nah und sicher: Apotheken sind Garant für die Arzneimittelsicherheit

Berlin (ots)

Durch die jüngsten Entwicklungen in Richtung
Liberalisierung des Warenverkehrs von Medikamenten entstehen
erhebliche Risiken für die Arzneimittelversorgung in Deutschland.
Arzneimittel sind Waren besonderer Art und keine Konsumgüter. Sie
unterliegen einer strengen Kontrolle. "Industrie, Grosshandel und
Apotheken unterliegen strengen staatlichen Kontrollen und bilden so
ein dichtes Sicherheitsnetz, in dem die Apotheken die letzte
Beratungsbastion für den Patienten sind, bevor er ein Medikament
einnimmt", so Hans-Günter Friese, Präsident der ABDA -
Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände. Werden Arzneimittel
ausserhalb der Apotheke abgegeben, wird dieses Sicherheitsnetz in
gefährlichem Masse durchlöchert.
Allein im Jahr 2003 gingen 6.300 Meldungen zu Arzneimittelrisiken
aus den Apotheken bei der Arzneimittelkommission der Deutschen
Apotheker (AMK) ein. Dies zeigt, wie wichtig die Kontrollfunktion der
Apotheken ist. Letztend-lich entscheidend ist, dass der Vertriebsweg
eines jeden Medikaments lückenlos nachvollziehbar ist. Der Deutsche
Apothekertag hat daher in der vergangenen Woche gefordert, dass
Chargennummer und Verfallsdatum maschinell lesbar auf der Packung
eines Medikaments angebracht werden. Dadurch soll ein lückenloses
Verfolgen jeder Charge ermöglicht werden; vor allem bei Rückrufen ist
dies von entscheidender Bedeutung.
Arzneimittelfälschungen sind ebenfalls ein akutes Problem für die
Arzneimittelversorgung: Seit 1996 sind dem Bundeskriminalamt
insgesamt 24 Fälle von gefälschten Medikamenten mit Deutschlandbezug
bekannt geworden. Dabei tauchten zum Teil pro Präparat bis zu 70.000
gefälschte Packungen auf. "Schon heute ist ein bedeutender Teil des
internationalen Arzneimittelmarkts unüberschaubar. Bei vielen Re- und
Parallelimporten sind die Quellen nicht mehr nachzuvollziehen. Es
kommt vor, dass Arzneimittel inzwischen auch von Privatpersonen bei
Internetauktionen versteigert oder verschreibungspflichtige Präparate
ohne Rezept bei Versandhändlern angeboten werden" sagt Friese.
Die deutschen Apotheker fordern daher eine gesetzliche Handhabe.
Friese weiter: "Das jetzige Arzneimittelsicherheitssystem ist nicht
auf neue Akteure aus dem Internet oder anderen apothekenfernen
Vertriebskanälen eingestellt. Wer dies trotzdem zulässt, baut
Fehlertoleranzen in ein funktionierendes System ein."

Pressekontakt:

Elmar Esser
Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon: +49.030. 400 04-131
Fax: +49.030. 400 04-133
E-Mail: pressestelle@abda.de
www.abda.de

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  • 30.09.2004 – 09:19

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