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Boehringer Ingelheim beginnt bisher ausgedehntestes klinisches Studienprogramm zu thrombo-embolischen Erkrankungen

Ingelheim am Rhein (ots)

Erste Patienten in Studie zur Schlaganfallprävention bei
   Vorhofflimmern aufgenommen - Mit ersten Ergebnissen rechnet man 
   Ende 2009
Boehringer Ingelheim gab heute den Beginn des bisher größten
klinischen Studienprogramms zu thrombo-embolischen Erkrankungen
bekannt. Am Studienprogramm RE-VOLUTION werden insgesamt über 27.000
Patienten weltweit teilnehmen. Untersucht wird der von Boehreringer
Ingelheim erforschte und entwickelte neuartige oral verfügbare
direkte Thrombinhemmer Dabigatran etexilat (Rendix(R)) zur Prävention
und Behandlung thrombo-embolischer Erkrankungen. Eine der
Zielindikationen ist die Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern.
Vorhofflimmern ist die häufigste Form der Herzrhythmusstörungen und
die Ursache für circa 15 Prozent aller Schlaganfälle. Patienten mit
Vorhofflimmern und mindestens einem weiteren der verbreiteten
Risikofaktoren wie Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder
Herzinsuffizienz haben ein fünffach höheres Risiko einen Schlaganfall
zu erleiden als die Allgemeinbevölkerung. Rendix  wird außerdem
hinsichtlich seiner Eignung zur Prävention der tiefen
Beinvenenthrombose nach einer Hüft- oder Kniegelenksimplantation
sowie zur Akutbehandlung und Sekundärprävention der tiefen
Beinvenenthrombose untersucht. Die venöse Thromboembolie ist eine
häufige und potenziell lebensbedrohliche Erkrankung. Nach Schätzungen
versterben 20 Prozent der Patienten mit einer tiefen
Beinvenenthrombose plötzlich an einer Lungenembolie.
Die RE-LY -Studie zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern
Die RE-LY-Studie zur Schlaganfallprävention bei Vorhofflimmern ist
Teil des RE-VOLUTION-Studienprogramms. In diese Phase-III-Studie
wurden jetzt die ersten der insgesamt 15.000 geplanten Patienten in
fast 1.000 Studienzentren weltweit aufgenommen. Das
Vergleichsmedikament ist Warfarin; die Behandlungsdauer beträgt bis
zu drei Jahren.
Ungedeckter medizinischer Bedarf
Die therapeutischen Optionen zur Prävention thrombo-embolischer
Erkrankungen sind zurzeit begrenzt. Die meisten Antikoagulanzien sind
nur in Injektionsform verfügbar, was ihre Möglichkeiten zur
Langzeitanwendung einschränkt. Das häufigste oral verfügbare Produkt
ist Warfarin, das schon seit 50 Jahren auf dem Markt ist. Warfarin
erfordert eine zeitaufwändige und teure Überwachung und
beeinträchtigt die Lebensqualität signifikant aufgrund seiner
zahlreichen Wechselwirkungen mit bestimmten Nahrungsmitteln und
anderen Medikamenten. In einer Umfrage sprachen sich Kardiologen,
Hämatologen, Neurologen und Allgemeinärzte für eine neue oral
verfügbare Antikoagulanzientherapie aus, bei der keine
Gerinnungsüberwachung erforderlich ist, die sich für die
Langzeitanwendung eignet, die einen vorhersagbaren und zuverlässigen
Schutz für Patienten mit einem Risiko thrombo-embolischer Ereignisse
bietet und die ein geringes Blutungsrisiko aufweist. Man geht davon
aus, dass Rendix diese Erwartungen erfüllt. Dieser fortschrittlichste
neuartige orale Gerinnungshemmer in der klinischen Entwicklung wurde
bisher in mehreren Phase-II-Studien mit über 2.500 Patienten mit
thrombo-embolischen Erkrankungen erfolgreich geprüft.
Pressekontakt:

Kontakt:

Judith von Gordon
Externe Kommunikation
Boehringer Ingelheim GmbH
Tel. 06132 77 3582
Fax. 06132 77 6601

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