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Forschungsallianz gegen Pilzinfektionen

Wien (euro adhoc) -

» Intercell und seine Partnerinstitutionen erhalten EU-Förderung für 
Forschung und Entwicklung von neuen Behandlungsmethoden gegen
Pilzinfektionen 
 » Intercell stärkt seine Kompetenz im Bereich 
Pilzinfektionen durch  
   Unterstützung des neuen Christian Doppler 
Labors „PathoFUN“
  ots.CorporateNews übermittelt durch euro adhoc mit dem Ziel einer
  europaweiten Verbreitung. Für den Inhalt der Mitteilung ist das Unternehmen
  verantwortlich.
Forschung
Wien (Österreich), 21. April 2008 - Die Intercell
AG (VSE: ICLL) gab heute bekannt, dass das gemeinschaftliche Programm
zur Entwicklung von Behandlungen gegen Pilzinfektionen von der EU 
unterstützt wird. Intercell koordiniert innerhalb des Projekts 
"CanVac" die Zusammenarbeit eines europäischen Konsortiums, dem drei 
Partner aus dem Hochschulbereich und der Wirtschaft angehören. Ziel 
des Projekts ist die Entwicklung eines Impfstoffs und/oder einer 
monoklonalen antikörperbasierten Therapie gegen Infektionen, die der 
humanpathogene Pilz Candida albicans auslöst.
CanVac war eines von 41 Projekten, das unter 125 Bewerbungen, die für
die ersten zwei transnationalen Ausschreibungsrunden der Initiative 
EuroTransBio der Europäischen Kommission eingereicht wurden, zur 
Förderung ausgewählt wurde. Das für die Dauer von drei Jahren 
angelegte Projekt wird mit bis zu 1,5 Millionen EUR unterstützt und 
wesentlich von der Expertise führender Wissenschaftler und 
Biotech-Unternehmen aus Österreich und Deutschland profitieren.
Darüber hinaus untersützt Intercell gemeinsam mit der Christian 
Doppler Forschungsgesellschaft (CDG) das neu eingerichtete Christian 
Doppler Labor (CDL) für Infektionsbiologie, "PathoFUN". Das neue 
Labor ist Teil der Max Perutz Laboratories, einem Joint Venture der 
Universität Wien und der Medizinischen Universität Wien, am Campus 
Vienna Biocenter. Geleitet wird das CDL von Professor Dr. Karl 
Kuchler, einem renommierten Experten für Pilzerkrankungen. Der 
Forschungsschwerpunkt richtet sich auf genomische Ansätze zur 
Erforschung der Virulenz von Pilzen sowie zur Entwicklung von 
Impfstoffen und/oder monoklonalen antikörperbasierten Therapien gegen
Infektionen, die durch pathogene Pilze wie Candida und Aspergillus 
verursacht werden.
"Die bedeutenden Fortschritte in der Entwicklung unserer 
AIP-Technologie (Antigen-Identifikations-Programm) haben es nun 
ermöglicht, krankheitsrelevante und schützende Antigene von 
Pathogenen zu identifizieren, die weitaus komplexer als Bakterien 
sind, wie etwa Pilze. Zusammen mit unseren hochkompetenten Partnern 
des europäischen Konsortiums und dem neuen Christian Doppler Labor 
für Infektionsbiologie haben wir ein exzellentes Forschungszentrum 
gebildet. Wir verstehen es als unsere Aufgabe, schnell und effizient 
relevante Produktkandidaten zu finden, die in neuartigen 
Antikörper-Therapien und Impfstoffen resultieren werden, und zwar in 
einer Branche, wo Antiinfektiva nur zögerlich vorankommen", erklärte 
Alexander von Gabain, CSO von Intercell.
Es ist von großer Bedeutung, dass die Wirksamkeit von Behandlungen 
gegen Pilzerkrankungen oft durch resistente Stämme beeinträchtigt 
wird. Zudem bieten gängige Therapien bei einer signifikanten Zahl von
Patienten keinen Schutz vor wiederholten Infektionen und können zudem
schwere Nebenwirkungen verursachen. CanVac wurde daher von Intercell 
AG und seinen Partnern zur systematischen Identifizierung von 
Antigenen für die Entwicklung von monoklonalen Antikörpern oder 
Impfstoffen ins Leben gerufen. Die eingesetzten Technologien umfassen
die vollständige Genomsequenzierung und genomweite 
Antigen-Identifizierung, ebenso wie Modelle für 
Infektionskrankheiten, die zur Evaluierung von 
ausgesuchtenAntigen-Kandidaten geeignet sind.
Derzeit stehen keine zugelassenen Impfstoffe zum Schutz gegen 
Candidiasis oder Aspergillose zur Verfügung. Da sich Resistenzen 
gegen Antimykotika sehr schnell ausbilden können, müssen neue 
Strategien zur Vorbeugung und Behandlung schwerer Pilzerkrankungen 
entwickelt werden. Nur so kann die Sterblichkeitsrate gesenkt und die
Lebensqualität der Patienten gesteigert werden. Die Gründung des CDL 
bedeutet für die Intercell AG eine große Unterstützung in ihren 
Bemühungen, Impfstoffe und monoklonale Antikörper zur Vorbeugung und 
Behandlung von Infektionskrankheiten zu entwickeln. Das CDL wird vom 
Netzwerk des Campus Vienna Biocenter profitieren, dem Partner aus 
Wissenschaft und Wirtschaft angehören, darunter die Max F. Perutz 
Laboratorien, das CDL Proteomics und die Intercell AG.
Über Candidiasis
Die Candidiasis oder Hefepilzinfektion tritt sehr häufig auf, 
gewöhnlich dann, wenn es dem Pilzorganismus Candida albicans aufgrund
eines geschwächten Immunsystems gelingt, die normale körperliche 
Immunabwehr zu überwinden. Da keine Impfstoffe zur Vorbeugung gegen 
Candidiasis verfügbar sind und sich schnell Resistenzen gegen 
Antimykotika entwickeln, werden neue Strategien benötigt, die 
möglichst umfassenden und vorbeugenden Schutz oder wirksame Therapien
gegen diese schwerwiegenden Erkrankungen bieten. C. albicans ist ein 
Pilzorganismus, der bei vielen gesunden Menschen vorkommt und bei 
einem intakten Immunsystem keinen Schaden anrichtet. Im Falle einer 
Immunschwäche kann er  jedoch neben leichten Infektionen auch die 
lebensbedrohliche systemische Candidiasis auslösen, eine häufig 
tödlich verlaufende Pilzinfektion. Insbesondere zählen Candida-Arten 
weltweit zu den Hauptursachen von Hefepilzerkrankungen und zeichnen 
sich sehr häufig für nosokomiale Blutstrominfektionen verantwortlich.
Partner von Intercell im Rahmen der Forschungsinitiative:
» Max F. Perutz Laboratories, Österreich (http://www.mfpl.ac.at) » 
GATC Biotech, Deutschland (http://www.gatc-biotech.com) » Christian 
Doppler Gesellschaft (http://www.cdg.ac.at) » CDL an der 
Medizinischen Universität Wien (http://www.meduniwien.ac.at)

Rückfragehinweis:

Intercell AG
Lucia Malfent
Head of Communications
Tel. +43 1 20620-303
lmalfent@intercell.com

Branche: Biotechnologie
ISIN: AT0000612601
WKN: A0D8HW
Börsen: Wiener Börse AG / Amtlicher Handel

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