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Zweite Röhre am Gotthard: ASTAG unterstützt Bundesrat

Bern (ots)

er Schweiz. Nutzfahrzeugverband ASTAG begrüsst die Absicht des Bundesrats, vor der Sanierung des Gotthard-Strassentunnels eine zweite Röhre bauen zu wollen. Im Interesse der Sicherheit ist es zwingend notwendig, dass zuerst eine neue Röhre gebaut wird. Alle anderen Varianten mit einer Total- oder Teilsperrungen sind völlig illusorisch. Daneben wird sich die ASTAG aber auch dafür aussprechen, dass die Engpässe in den anderen Landesteilen so rasch wie möglich behoben werden.

Die unumgängliche Totalsanierung des Strassentunnels am Gotthard ab 2020 ist richtig aufgegleist. Der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG begrüsst es, dass der Bundesrat den Bau einer zweiten Röhre jetzt in die Vernehmlassung schickt. «Dies ist ein Schritt hin zu einer vernünftigen Verkehrspolitik», so ASTAG-Zentralpräsident Adrian Amstutz. Man werde den Bundesrat in seinem Ansinnen deshalb unterstützen.

Für die ASTAG ist es vor allem aus Sicherheitsgründen zwingend notwendig, dass so rasch wie möglich eine zweite Röhre realisiert wird. Es kann und darf nicht sein, dass im Gotthard über die Sanierung hinaus im Gegenverkehr gefahren werden muss.

Tunnelsperrungen: Illusorisch, praxisfremd, wirtschaftsfeindlich

Ausserdem wären die vorgesehenen Total- oder Teilsperrungen während der Sanierungszeit völlig illusorisch und praxisfremd. Damit wäre das Tessin vom Rest der Schweiz abgeschnitten und zugleich die Hauptverbindung nach Norditalien, einem der wichtigsten Handelspartner der Schweiz, auf der Strasse unterbunden: «Die Versorgung und Entsorgung vieler Regionen wäre akut gestört», bringt es Adrian Amstutz auf den Punkt: «Es drohen massive volkswirtschaftliche Schäden!»

Für die ASTAG gibt es deshalb nur eine Lösung: Den vorgängigen Bau einer zweiten Röhre mit richtungsgetrennter, einspuriger und damit sichererer Verkehrsführung. «Jetzt müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden», fordert Adrian Amstutz.

Notwendige Engpassbeseitigung auch in anderen Landesteilen

In ihrer ersten Stellungnahme zum Entscheid des Bundesrates hält die ASTAG gleichzeitig aber auch fest, dass nicht nur am Gotthard Handlungsbedarf besteht. Auch in anderen Regionen müssten die Verkehrsinfrastrukturen der steigenden Nachfrage angepasst werden. Insbesondere in der Westschweiz (Genf-Lausanne), den Agglomerationen sowie dem Mittelland sind Ausbauten zwingend.

Kontakt:

ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
Michael Gehrken
031 370 85 24

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