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ZEIT: EU-Ratspräsident Göran Persson spricht nach seinem Besuch in Nordkorea von einer globalen europäischen Aussenpolitik

Hamburg (ots)

Der schwedische Ministerpräsident und amtierende
EU-Ratspräsident Göran Persson hat anlässlich seines Korea-Besuches
in einem Gespräch mit der Wochenzeitung DIE ZEIT erklärt, dass sich
Europa künftig weltweit stärker engagieren werde. "Die Reise nach
Korea hat gezeigt, was wir erreichen können, wenn wir geschlossen
auftreten und die Initiative ergreifen. Sie hat auch gezeigt, dass
die Europäische Union entschlossen ist, sich nicht nur um rein
europäische Angelegenheiten zu kümmern."
Persson sieht die EU als wirtschaftlich dominierenden Akteur. "Von
daher wird uns auch die Rolle zufallen, politische Initiativen zu
ergreifen. Wenn wir eine solche Rolle spielen, sind wir dazu
verurteilt, Verantwortung zu übernehmen." Weiter sagte Persson: "Man
neigt dazu, die Dinge immer aus militärischer Perspektive zu
betrachten. Aber Sicherheit lässt sich auch anders erreichen. Wir
müssen nach wirtschaftlicher Zusammenarbeit streben, nach politischem
Dialog ... Es ist wichtig, zu verschiedenen Konflikten Position zu
beziehen. Und das tun wir. Noch wichtiger aber ist es, dort, wo es
geht, zu helfen, direkt Initiativen zu ergreifen, politischen Dialog
mit Hilfe und mit Handel zu verbinden."
Der schwedische EU-Ratspräsident räumte in der ZEIT zwar ein, dass
die Mitgliedstaaten auch künftig auf ihre aussenpolitische
Unabhängigkeit pochen werden, aber er betonte: "Wir sind eine
Wertefamilie. Von dieser Grundlage aus können wir in
unterschiedlichen Konflikten aktiv werden. Und zwar ohne innere
Spannungen. Wenn wir gemeinsam handeln, sind wir viel stärker."
Diese PRESSE-Vorabmeldung aus der ZEIT Nr. 20/2001 mit
   Erstverkaufstag am Donnerstag, 10. Mai 2001, ist unter
   Quellen-Nennung DIE ZEIT zur Veröffentlichung frei. Der
   Wortlaut des ZEIT-Interviews kann angefordert werden.

Kontakt:

Elke Bunse, ZEIT-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. +49 40 3280-217, Fax -558, E-Mail: bunse@zeit.de

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