Tous Actualités
Suivre
Abonner Bundesamt für Gesundheit

Bundesamt für Gesundheit

Nitrofurane in tierischen Lebensmitteln: Behörden verstärken Massnahmen

Bern (ots)

Aufgrund neuer Untersuchungsmethoden können heute
nicht nur Rückstände von Antibiotika der Gruppe der Nitrofurane,
sondern auch ihre Abbauprodukte nachgewiesen werden. Bei ersten
Überprüfungen mit der neuen Methode wurden auch in der Schweiz in
einigen Proben von importierten Geflügelprodukten
Nitrofuran-Abbauprodukte gefunden. Die zuständigen Behörden haben die
erforderlichen Massnahmen ergriffen.
Im Februar und März dieses Jahres wurden in der EU Rückstände von
Nitrofuranen in Meeresfrüchten und Geflügelfleisch aus Südostasien
und Südamerika gefunden. Inzwischen sind Kontrollen für Erzeugnisse
aus Südostasien und aus weiteren Ländern durchgeführt worden. Es
wurden neue Untersuchungsmethoden entwickelt, welche neben den
äusserst kurzlebigen Ausgangssubstanzen - den Nitrofuranen - auch
deren längerlebige Abbauprodukte erfassen können, die ebenfalls als
problematisch eingeschätzt werden.
Die neue Untersuchungsmethode wird in der Schweiz zur Zeit
eingeführt. Aufgrund erster positiver Resultate aus der
Selbstkontrolle der Lebensmittelindustrie haben die Behörden
verschiedene Proben von Geflügelfleischprodukten mit der neuen
Methode untersuchen lassen. Dabei wurden Nitrofuran-Abbauprodukte in
Produkten mit Geflügelfleisch aus mehreren chinesischen
Schlachtbetrieben festgestellt; die Stichproben aus anderen Ländern
(Deutschland, Frankreich, Ungarn) waren negativ. Aufgrund dieser
Resultate wurden die betroffenen Betriebe gesperrt; weitere
Untersuchungen werden zeigen, ob sich das Problem auf China bzw. auf
Geflügel beschränkt.
Das Bundesamt für Veterinärwesen (BVET) und das Bundesamt für
Gesundheit (BAG) haben die Importeure informiert und aufgefordert,
dafür zu sorgen, dass die betroffene Ware nicht in den Verkehr
gelangt. Der kantonale Vollzug wird diese Massnahmen stichprobeweise
überprüfen, die Analysekapazitäten für die neue Methode schaffen und
die amtlichen Kontrollen auf dem Gebiet der Nitrofurane und ihrer
Abbauprodukte verstärken. Das BAG führt auf den 13. August 2002 einen
Grenzwert für Nitrofurane und deren Abbauprodukte ein. Die
Bundesämter werden bei Vorliegen neuer Erkenntnisse wieder
informieren.
Nitrofurane sind Antibiotika, die in der Humanmedizin kurzzeitig
therapeutisch verwendet werden. Da sie aber in Langzeit-Versuchen mit
Labortieren zu Erbgutschädigungen und Tumoren geführt haben, ist ihr
Einsatz bei Tieren, die der Lebensmittelgewinnung dienen, in der
Schweiz und in den nach der Schweiz exportierenden Ländern verboten.

Kontakt:

Bundesamt für Gesundheit
Urs Klemm
Vizedirektor
Tel. +41/31/322'95'05

Bundesamt für Veterinärwesen
Myriam Holzner
Kommunikation
Tel. +41/31/323'85'68

Plus de actualités: Bundesamt für Gesundheit
Plus de actualités: Bundesamt für Gesundheit
  • 16.07.2002 – 17:28

    Information MPA-belasteter Glucosesirup

    Bern (ots) - Aus verschiedenen EU - Ländern liegen Berichte vor, wonach MPA belasteter Glucosesirup zu Lebens- und Futtermitteln verarbeitet worden ist. Medroxy-Progesteron-Acetat (MPA) ist ein synthetisches Hormon, welches zu therapeutischen Zwecken (Verhütung, Wechseljahrbeschwerden, Krebsbekämpfung) in Mengen bis 2.5 mg/Tag eingesetzt wird. Die in Sirupen festgestellten Konzentrationen liegen im Bereich von ...

  • 11.07.2002 – 14:56

    Acrylamid - weitere Forschungsschritte sind notwendig

    Lebensmittelsicherheit Bern (ots) - Die Resultate der Expertentreffen der WHO/FAO einerseits und dem Scientific Committee on Food der Europäischen Gesellschaft (SCF) andererseits liegen vor und sind im Internet zugänglich. Noch fehlen genügende wissenschaftliche Grundlagen zur Einschätzung der Problematik von Acrylamid in Lebensmitteln. Die Experten sind sich einig, dass das Problem ernstgenommen werden muss und ...

  • 05.07.2002 – 13:20

    Gesamtstrategie des Bundes "Migration und Gesundheit 2002-2006"

    Massnahmen vom Bundesrat zur Kenntnis genommen Bern (ots) - Der Bundesrat hat die Gesamtstrategie des Bundes "Migration und Gesundheit 2002-2006" zur Kenntnis genommen. Ausgearbeitet wurde sie vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Flüchtlinge (BFF), dem Bundesamt für Ausländerfragen (BFA) und der Eidgenössischen ...