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Regierungsrätin Hasler zu Arbeitstreffen in Litauen

Vaduz (ots)

Durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine wurden die zwischenstaatlichen Beziehungen vieler Länder in ein neues Licht gerückt. Liechtenstein und Litauen unterhalten seit 2001 einen engen und gut funktionierenden Austausch auf bilateraler als auch multilateraler Ebene. Die geopolitischen Verwerfungen in Folge des Kriegs in der Ukraine stellen neue Herausforderungen dar. Ein regelmässiger Austausch ist wichtiger denn je, weshalb Regierungsrätin Hasler am 19. und 20. April für verschiedene Arbeitsgespräche in Vilnius weilte.

Geopolitische Situation bei hochrangigen Treffen auf Ministerebene besprochen

Mit dem litauischen Aussenminister Gabrielius Landsbergis und seiner Stellvertreterin Jovita Neliupsiene konnte sich Regierungsrätin Hasler über die Zusammenarbeit auf europäischer Ebene und in internationalen Organisationen austauschen. Ausgiebig wurde das gemeinsame Engagement zur Errichtung eines Sondertribunals für das Verbrechen der Aggression sowie die geopolitischen Auswirkungen im Kontext des Ukrainekriegs besprochen. Die veränderte Sicherheitsarchitektur zeigt sich in Litauen auf besondere Weise, da es zugleich an Russland und Belarus grenzt. Sicherheitspolitische Fragestellungen bildeten deshalb einen weiteren Schwerpunkt des Gesprächs.

Der Fokus des Arbeitsgesprächs mit Jurgita Siugzdiniene, der litauischen Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Sport, lag auf der schulischen Integration der geflüchteten Kinder und Jugendlichen aus der Ukraine. Beide Länder sind mit der Verantwortung konfrontiert, die Kinder und Jugendlichen bestmöglich in die Gesellschaft einzugliedern und Perspektiven zu schaffen.

Im Austausch mit Viktorija Cmilyte-Nielsen, der Präsidentin des litauischen Parlaments "Seimas", wurden Liechtensteins und Litauens enge Zusammenarbeit auf europäischer Ebene gewürdigt. Durch Liechtensteins Mitgliedschaft im EWR ist das Land wirtschaftlich eng mit Litauen verbunden. Beide Länder setzen sich zudem für die Wahrung der gemeinsamen europäischen Werte ein, was sich beispielsweise bei der raschen Umsetzung der Sanktionen gegen Russland und Belarus zeigt.

Liechtenstein wird Vorsitz des Europarates an Litauen übergeben

Regierungsrätin Hasler informierte ihre Amtskollegen zudem über die Vorbereitungen für Liechtensteins Vorsitz im Ministerkomitee des Europarats, welchen es ab November 2023 innehaben wird. Dies war für Aussenminister Landsbergis von besonderem Interesse, da Litauen im Mai 2024 den Vorsitz von Liechtenstein übernehmen wird. Die beiden Staaten sicherten sich weiterhin eine vertiefte Zusammenarbeit zu.

Geschichte Litauens gewürdigt

Gemeinsam mit der Stellvertretenden Aussenministerin, Jovita Neliupsiene würdigte Regierungsrätin Hasler bei einer Kranzniederlage die Gefallenen der Unabhängigkeitskämpfe von Litauen. Vor mehr als 30 Jahren erklärte Litauen einseitig seine Unabhängigkeit von der Sowjetunion. Estland und Lettland folgten kurze Zeit später.

Besuch Ukraine Zentrum mit First Lady Litauens

Zuletzt besuchte Regierungsrätin Hasler das Ukraine-Zentrum in Vilnius, das auf Initiative der First Lady der Ukraine, Olena Zelenska, und der First Lady Litauens, Diana Nausediene, geschaffen wurde. Das Zentrum bietet täglich verschiedene kulturelle Veranstaltungen, Sprachkurse, sportliche Aktivitäten und kreative Workshops aber auch psychologische Betreuung für ukrainische Flüchtlinge an. Beim Gespräch zwischen Regierungsrätin Hasler und der First Lady Litauens wurden die Erfahrungen beider Länder in Bezug auf die Integration der Schutzsuchenden ausgetauscht.

Pressekontakt:

Ministerium für Äusseres, Bildung und Sport
Martin Frick, Leiter, Amt für Auswärtige Angelegenheiten
T +423 236 60 50
E-Mail: martin.frick@llv.li

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