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ikr: Lehrplan und ICT-Strategie kurz vor der Umsetzung

Vaduz (ots/ikr) -

Nach den Sommerferien gilt der neue Liechtensteiner Lehrplan «LiLe» und damit steht auch die ICT-Strategie als integrativer Bestandteil des neuen Lehrplans kurz vor der Umsetzung. In einer Medienorientierung hat die Regierung am Montag, 6. Mai 2019, einen weiteren Überblick über die nächsten Schritte und die neuen Informationsangebote gegeben.

Im Dezember 2018 hat die Regierung den neuen Liechtensteiner Lehrplan «LiLe» verabschiedet. Mit Anpassungen auf Verordnungsebene und der Erstellung von Umsetzungs-Richtlinien ist nun der rechtliche Rahmen für die Einführung des «LiLe» geschaffen. Und auch die Lehrpersonen sind nach den landesweiten Weiterbildungstagen für den Start des neuen Lehrplans gerüstet. Damit steht der vierjährigen Einführungsphase nichts mehr im Weg.

Was sich durch den LiLe ändert

Der neue Lehrplan fokussiert auf die Förderung von Kompetenzen. Das bedeutet, dass neben dem Wissen insbesondere das Können und Wollen der Schülerinnen und Schüler gestärkt werden soll.

Ab kommendem Schuljahr werden mit dem «LiLe» der Bereich "Natur, Mensch und Gesellschaft" intensiviert, das Modul "Medien und Informatik" ausgebaut sowie fachübergreifende Themen wie "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" eingeführt. Und nicht zuletzt kommen die Kindergartenkinder dank einer Ausweitung der Lektionen in den Genuss der musikalischen Grundschulung. "Aber nicht alles ist neu im LiLe. Die ganzheitliche Bildung wie z.B. die Förderung der Kreativität, der Bewegung und der Gesundheit und selbstverständlich die Kulturtechniken Rechnen, Lesen und Schreiben bleiben weiterhin fundamentale Bestandteile des Lehrplans", betont Regierungsrätin Dominique Hasler.

Auch sollen mit dem neuen Lehrplan künftig ausnahmslos alle Schülerinnen und Schüler Grunderfahrungen, Werte und Normen erkunden und reflektieren sowie Religionen und Weltsichten begegnen.

Die Kirchen haben sich bereit erklärt, die entsprechenden Kompetenzen mit den Schülerinnen und Schülern zu erarbeiten. Schülerinnen und Schüler, die nicht am katholischen oder evangelischen Religionsunterricht teilnehmen, besuchen künftig das Fach "Ethik und Religionen", um sich die entsprechenden Kompetenzen anzueignen.

Für die Umsetzung des neuen Lehrplanes benötigen die Schulen eine zeitgemässe IT-Infrastruktur. Das ICT-Projekt für die Schulen ist daher ein Bestandteil der Einführung des neuen Lehrplans. "Mit der Genehmigung des ICT-Konzeptes durch die Regierung und der Freigabe des notwendigen Budgets durch den Landtag konnten die Weichen dafür gestellt werden", freut sich Schulamtsleiter Arnold Kind. Alle öffentlichen Schulen werden im Rahmen des Projektes mit einer modernen Infrastruktur wie WLAN und mobilen Geräten ausgestattet.

Neben den Kulturtechniken wird neu auch das Modul "Bildung für Nachhaltige Entwicklung" aufgenommen. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft zu befähigen, unsere Zukunft nachhaltig mit zu gestalten.

Kontinuierliche Informationsangebote

An der Pressekonferenz wurden insbesondere die neuen Informationsangebote vorgestellt. Um die Öffentlichkeit und insbesondere die Eltern über die anstehenden Änderungen zu informieren, hat das Schulamt den Flyer "LiLe kurz erklärt" herausgegeben und die Website www.lile.li aufgeschaltet. Hier finden sich alle Informationen rund um den neuen Lehrplan. Da das Projekt LiLe ab August 2019 im Schulalltag implementiert wird, stehen Schulleitungen, Lehrpersonen und die Fachpersonen im Schulamt jederzeit für Fragen und Anliegen zur Verfügung. Auch war der LiLe am Slow-up mit einem Informationsstand vertreten und weitere Informationsangebote wie z.B. Kurzfilme, Tag der offenen Türen usw. sind in Planung.

Kontakt:

Ministerium für Inneres, Bildung und Umwelt
Johann Wucherer
T +423 236 64 71

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