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ikr: Chancengleichheitspreis 2015: Erster Preis für das Projekt "Fachstelle MANN" des Vereins für Männerfragen

Vaduz (ots/ikr) -

Am 9. März 2015 wurden die Gewinnerinnen und Gewinner des Chancengleichheitspreises 2015 im Fürst Johannes Saal des Regierungsgebäudes ausgezeichnet. Den ersten Preis erhielt das Projekt "Fachstelle MANN" des Vereins für Männerfragen.

Um den 15. Chancengleichheitspreis konnten sich Projekte aus den Bereichen Behinderung, Alter, soziale Benachteiligung, sexuelle Orientierung, Migration und Integration sowie Förderung der Gleichstellung von Frau und Mann bewerben. Elf Organisationen und Privatpersonen haben sich dieses Jahr mit ihren Projekten um den Chancengleichheitspreis beworben.

Bewertet wurden die Projekte durch eine achtköpfige Jury, die sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums für Gesellschaft, der Stabsstelle für Chancengleichheit sowie aus privaten Institutionen zusammensetzt.

Erster Preis für die "Fachstelle MANN"

Der erste Preis mit dem Wanderpreis und einem zweckgebundenen Barpreis in der Höhe von 15'000 Franken geht dieses Jahr an den Verein für Männerfragen für das Projekt "Fachstelle MANN". Die Fachstelle MANN ist eine Kontakt- und Anlaufstelle für Männer und deren Familien in schwierigen Lebenssituationen, insbesondere Scheidung/Trennung oder Gewalt. Von häuslicher Gewalt betroffene Männer (Opfer und Täter) erhalten bei Bedarf eine Notunterkunft. Die neue Fachstelle MANN bietet eine Rechtsberatung sowie ein professionelles Männercoaching. Darüber hinaus koordiniert sie Angebote für Männer/Väter und deren Familien und geht wichtige Themen an, wie bspw. Männer und Jungen mit Migrationshintergrund, Förderung von Bubenspezifischen Projekten, neue Obsorgemodelle sowie Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Mit einer regelmässigen Öffentlichkeitsarbeit will die Fachstelle für MANN zu einer Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung für die verschiedenen Facetten des Mann-seins beitragen.

Anerkennungspreise für Haus Gutenberg und Verein für Betreutes Wohnen

Die beiden Anerkennungspreise zu je 2'500 Franken gehen an das Film-Projekt "Fünf Portraits aus Liechtenstein" vom Haus Gutenberg sowie an den Verein für Betreutes Wohnen mit "Reha@vbw.li".

Das Haus Gutenberg plant eine Fortsetzung der Film-Portraits aus Liechtenstein. Es handelt sich dabei um eine Eigenproduktion des Haus Gutenberg mit der Filmschaffenden Manuela Bazzana. In den letzten beiden Jahren wurde der Film "Fünf Frauen-Portraits aus Liechtenstein" mehrfach im Land ausgestrahlt. In kurzen Film-Portraits erzählen ältere Frauen über ihr Leben und zeigen auf, wie sie mit schwierigen Lebenssituationen umgegangen sind. Durch die Filmportraits können Erfahrung und Wissen auf einem einfachen Weg weitergegeben werden. Der Film soll Mut machen und dazu auffordern, das eigene Leben aus einer anderen Perspektive zu betrachten und neu zu bewerten. Mit dem Anerkennungspreis soll eine weitere Reihe von Film-Portraits unterstützt werden. Im Zentrum des neuen Films wird wiederum eine gesellschaftliche Gruppe stehen, welche wenig Beachtung im öffentlichen Leben findet.

Das Projekt "Reha@vbw.li" des Vereins für Betreutes Wohnen zielt darauf ab, Menschen mit einer psychischen Erkrankung oder Störung wieder dauerhaft in den Arbeitsmarkt zu integrieren und ihnen möglichst ein selbständiges berufliches und privates sowie gesellschaftliches Leben zu gewährleisten. Mit dem Projekt sollen zusätzliche Beschäftigungsplätze mit verschiedenen verbindlichen Strukturen und Angeboten für Menschen mit psychischen Problemen und psychiatrischen Störungen geschaffen werden. Durch den Aufbau eines Arbeitgeber-Netzwerkes sollen Massnahmen eruiert werden, welche die Bereitschaft von Arbeitgebenden fördern, Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen in ihrem Unternehmen zu integrieren.

Kontakt:

Ministerium für Gesellschaft
Stabsstelle für Chancengleichheit
Rahel Schatzmann
T +423 236 60 60

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