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ikr: Alpenweiter Architekturpreis: Die 30 Projekte der zweiten Runde stehen fest

Vaduz (ots/ikr) -

Die Schweiz und Liechtenstein loben mit «Constructive Alps» den zweiten internationalen Architekturpreis für nachhaltiges Sanieren und Bauen in den Alpen aus. Die internationale Jury hat an ihrer Sitzung in Vaduz am Freitag, 1. März aus rund 400 Eingaben 30 Projekte für die zweite Runde ausgewählt.

Welche herausragenden nachhaltigen Bauten wurden in den letzten vier Jahren im Alpenraum verwirklicht? Antworten darauf will der mit 50 000 Euro dotierte Architekturpreis «Constructive Alps» geben. Der Preis hat zum Ziel, Architektinnen und Architekten sowie Auftraggeber/innen zum energieeffizienten Bauen aus regionalen Baustoffen zu ermutigen und die Bewohner/innen der Alpen für nachhaltiges Bauen und Sanieren zu gewinnen. Eine internationale Jury unter Vorsitz des Architekturjournalisten Köbi Gantenbein hat an ihrer Sitzung in Vaduz aus den rund 400 eingegangenen Wettbewerbsbeiträgen 30 ausgewählt. Die Vielfalt an Bauten aus dem gesamten Alpenbogen unterstreicht, dass nachhaltiges Sanieren und Bauen im Alpenraum gut verankert ist.

Aus Liechtenstein kamen zwei sehr unterschiedliche Projekte in die engere Wahl. Erstens das im 2010 sanierte Schulhaus an der Giessenstrasse in Vaduz. Dieses Minergie zertifizierte Projekt besticht durch die sanfte Sanierung und Erhaltung des zeittypische Ausdrucks der Nachkriegsmoderne. Das zweite Projekt aus Liechtenstein ist eine Wohnanlage in Mauren. Dieser Minergie P Neubau besticht durch seine kompakte Komposition aus drei Körpern aus vorgefertigtem Holzbau und die modulare Raumgestaltung.

In den kommenden Monaten werden die Jurymitglieder die ausgewählten neu gebauten oder sanierten Objekte aus Industrie, Freizeit, Dienstleitungen sowie privaten oder kommunalen Wohnungsbau und öffentliche Gebäude vor Ort begutachten. Bei der Bewertung spielen ästhetische Aspekte ebenso eine Rolle wie umfassende Kriterien der Nachhaltigkeit: die Anbindung der Gebäude an das öffentliche Verkehrsnetz, die Wahl von ökologischen Baustoffen, eine energieeffiziente Bauweise und gesellschaftliche Gesichtspunkte. Am 30. August werden die siegreichen Bauten an der Preisverleihung im Alpinen Museum der Schweiz in Bern bekannt gegeben. Das Alpine Museum widmet einzelnen Projekten im Anschluss an die Preisverleihung eine Ausstellung. Die Architekturzeitschrift «Hochparterre» stellt ausserdem die 30 Projekte der zweiten Runde in einer deutsch-englischen Sonderausgabe vor.

Bauen für den Klimaschutz

«Constructive Alps» ist der Beitrag der Schweiz und Liechtensteins zur Umsetzung des Klimaaktionsplans der Alpenkonvention. Der Preis wird mit Unterstützung der Universität Liechtenstein und der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA durchgeführt. Mit dem Aktionsplan haben sich 2009 die Alpenstaaten verpflichtet, die Alpen Schritt für Schritt zur Modellregion in Sachen Klimaschutz zu machen. Das nachhaltige Sanieren und Bauen spielt dabei eine bedeutende Rolle: In den Alpen verbrauchen private Haushalte genauso viel Energie wie der gesamte Verkehr. Faktbox:

Link: www.constructivealps.net

Die Alpenkonvention ist weltweit das erste völkerrechtlich verbindliche Übereinkommen für die nachhaltige Entwicklung einer Bergregion. 1991 haben die acht Alpenstaaten und die Europäische Union die Rahmenkonvention unterzeichnet. Acht Protokolle regeln die Umsetzung im Detail. Die Umweltminister/innen der Vertragsparteien haben 2009 in Evian, Frankreich, zudem einen Klimaaktionsplan verabschiedet: Die Staaten verpflichten sich damit, Massnahmen umzusetzen und die notwendigen Mittel bereitzustellen, damit die Alpen Modellregion bei der Verminderung des Klimawandels und der Anpassung daran werden.

Kontakt:

Köbi Gantenbein, Jurypräsident; Tel. +41 44 444 28 88, +41 79 203 15
21
Robert Mair, Universität Liechtenstein; +43 650 450 38 45, +423 265
11 40
Madeleine Rohrer, CIPRA International; +423 237 53 53
Remo Looser; Mitarbeiter der Regierung; +423 236 64 71

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