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pafl: Luxemburgische Minister: Bilateraler Arbeitsbesuch in Liechtenstein

Vaduz (ots)

Vaduz, 12. Februar (pafl) - Auf Einladung von
Regierungsrätin Rita Kieber-Beck hielten sich Marie-Josée Jacobs, 
Ministerin für Familie, Integration und Chancengleichheit, und 
Jean-Louis Schiltz, Minister für Entwicklungszusammenarbeit, 
Kommunikation und Verteidigung des Grossherzogtums Luxemburg, am 12. 
Februar für einen bilateralen Arbeitsbesuch in Liechtenstein auf.
Während des Arbeitsgesprächs kamen vor allem die Themen 
Internationale Humanitäre Zusammenarbeit und Familienpolitik zur 
Sprache. Regierungsrätin Kieber-Beck informierte ihre Amtskollegen 
über das neue Gesetz zur Internationalen Humanitären 
Entwicklungszusammenarbeit in Liechtenstein, welches im Juni 2007 in 
Kraft getreten ist. Auf dieser Basis sei man zurzeit dabei, konkrete 
Strategien auszuarbeiten. Weiters werde eine kohärente 
Öffentlichkeitsarbeit angestrebt. Regierungsrätin Kieber-Beck setzte 
ihre Amtskollegen darüber in Kenntnis, dass das liechtensteinische 
Budget für Entwicklungszusammenarbeit in den letzten Jahren 
erfreulicherweise erheblich gesteigert werden konnte.
Auch im Bereich Microfinance habe sich in Liechtenstein seit dem 
letzten Treffen mit Entwicklungsminister Schiltz im Oktober 2006 viel
getan. Regierungsrätin Kieber-Beck informierte über die regelmässigen
Treffen des Liechtensteinischen Bankenverbandes, zweier Stiftungen, 
der Hochschule Liechtenstein, des Liechtensteinischen 
Entwicklungsdienstes LED und der Regierung, welche den Namen 
"Microfinance Initiative Liechtenstein" (MIL) trage und durch das 
wesentliche Merkmal "Public Private Partnership" gekennzeichnet sei. 
Seit der Gründung der Microfinance Initiative seien verschiedene 
Aktivitäten lanciert worden, wobei der Austausch mit dem 
luxemburgischen Entwicklungsminister Schiltz im Oktober 2006 wichtige
und wertvolle Anregungen gebracht habe.
Im Bezug auf die Familienpolitik informierte Regierungsrätin 
Kieber-Beck ihre Amtskollegin Jacobs darüber, dass insbesondere die 
Wahlfreiheit sowie die Eigenverantwortung der Familien wichtige 
Grundsätze bei der Ausgestaltung der liechtensteinischen 
Familienförderung darstellen. Es werde versucht, den demographischen 
Herausforderungen gerecht zu werden. Der Staat schaffe durch 
strukturelle und finanzielle Massnahmen die notwendigen 
Rahmenbedingungen, in denen die Familien ihre Aufgaben optimal 
wahrnehmen können. Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu 
fördern, nehme die Liechtensteinische Landesverwaltung in der 
Unterstützung der Teilzeitarbeit eine Vorreiterrolle ein.
In Liechtenstein sei seit 1999 das Gleichstellungsgesetz in Kraft,
welches sich auf Gleichstellung von Mann und Frau in der Arbeitswelt 
beziehe. Durch Diskriminierungsverbote, welche im 
Gleichstellungsgesetz festgehalten sind, werde die Vereinbarkeit von 
Familie und Erwerb unterstützt. Mit dem Gleichstellungsgesetz werde 
auch die Lohngleichheit zwischen Mann und Frau gefördert. Weiters 
berichtete Regierungsrätin Kieber-Beck über den 
Chancengleichheitspreis und den Vatertag, der seit einigen Jahren in 
Liechtenstein erfolgreich angeboten wird.
Der Besuch von Ministerin Jacobs und Minister Schiltz umfasste 
auch einen Höflichkeitsbesuch bei Erbprinz Alois von und zu 
Liechtenstein. Weiters besuchten die beiden Minister das 
Liechtensteiner Brauhaus.
Am Abend des 12. Februar hielt Entwicklungsminister Schiltz im 
Liechtenstein-Institut eine Rede zum Thema 
"Entwicklungszusammenarbeit im Jahr 2008: Potenzial und 
Herausforderung".

Kontakt:

Ressort Äusseres
Kerstin Appel
Mitarbeiterin der Regierung
Tel.: +423 236 60 24

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