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pafl: Informelles EFTA-Ministertreffen in Davos - Offensive EFTA-Staaten

Vaduz (ots)

Treffen mit verschiedenen Partnerstaaten
Am Samstag, 26. Januar 2008, nahm
Regierungsrätin Rita Kieber-Beck an einem informellen 
EFTA-Ministertreffen am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in 
Davos teil. Das Treffen wurde von der derzeitigen 
EFTA-Ministerratsvorsitzenden, Bundesrätin Doris Leuthard, 
einberufen. Die MinisterInnen der EFTA-Staaten (Island, 
Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz) trafen sich mit den 
zuständigen Ministern Kanadas und Indiens.
Unterzeichnung des Freihandelsabkommens EFTA-Kanada
Grosse Bedeutung von Kanada als Handelspartner
Die EFTA-Staaten unterzeichneten in Davos ein Freihandelsabkommen 
mit Kanada. Seitens von Kanada wurde das Abkommen von David Emerson, 
Minister für internationalen Handel, der einer hochkarätigen 
kanadischen Delegation vorstand, unterzeichnet. Die Verhandlungen mit
Kanada, die fast 10 Jahre gedauert haben, konnten im vergangenen Jahr
abgeschlossen werden. Für die EFTA-Staaten ist das Abkommen mit 
Kanada von grosser Bedeutung, ist Kanada doch der fünftgrösste 
Handelspartner der EFTA im Warenverkehr (nach der EU, USA, Japan und 
China). In absoluten Zahlen betrug das Handelsvolumen im vergangenen 
Jahr zwischen der EFTA und Kanada rund 10 Milliarden US-Dollar.
Regierungsrätin Rita Kieber-Beck zeigte sich in ihren Ausführungen
über die Unterzeichnung des Abkommens hoch erfreut, u. a. auch weil 
die Wirtschaftsakteure der EFTA-Staaten einen Wettbewerbsvorteil 
gegenüber ihren Konkurrenten aus der EU erhalten, welche noch kein 
entsprechendes Abkommen mit Kanada abgeschlossen hat. Sie erwähnte 
die grosse Bedeutung, die Liechtenstein diesem Abkommen zuordne. Dies
nicht nur weil Kanada ein sehr bedeutender Handelspartner sei, 
sondern auch wegen der engen politischen, kulturellen und 
historischen Beziehungen, welche die Vertragsparteien verbinde. Viele
KanadierInnen hätten ihre Wurzeln in einem EFTA-Staat.
Das Freihandelsabkommen zwischen den EFTA-Staaten und Kanada 
umfasst vor allem den Handel mit Industriewaren, landwirtschaftlichen
Verarbeitungserzeugnissen sowie mit Fisch und anderen 
Meeresprodukten. Das Abkommen ist symmetrischer Natur, d.h. die Zölle
werden ab Inkrafttreten des Abkommens - mit einigen spezifischen 
Ausnahmen - von allen Parteien auf Null reduziert. Der Handel mit 
Agrarprodukten wurde bilateral verhandelt, und die daraus 
resultierenden bilateralen Abkommen (Liechtenstein ist über den 
Zollvertrag in jenes der Schweiz eingebunden) wurden ebenfalls am 26.
Januar 2008 in Davos unterzeichnet.
Das Abkommen enthält im Weiteren Artikel über Wettbewerb, 
öffentliches Auftragswesen, Bestimmungen über Dienstleistungen und 
Investitionen sowie eine generelle Entwicklungsklausel, welche den 
weiteren Ausbau der Beziehungen gestatten wird.
Lancierung von Freihandelsverhandlungen mit Indien
Ein weiterer Höhepunkt für die MinisterInnen der EFTA-Staaten war 
das Treffen mit dem indischen Handels- und Industrieminister Kamal 
Nath, anlässlich welchem ein Verständigungsprotokoll zur Aufnahme von
Freihandelsverhandlungen unterzeichnet werden konnte. Die 
Verhandlungen sollen in den kommenden Wochen aufgenommen und 
spätestens im Laufe des Jahres 2009 abgeschlossen werden. Im 
vergangenen Jahr wurde von einer gemeinsamen Studiengruppe eine 
Machbarkeitsstudie über ein Freihandelsabkommen EFTA-Indien erstellt.
Die Studie zeigte die grosse Komplementarität der Volkswirtschaften 
der EFTA-Staaten und Indiens sowie die brachliegenden Potenziale zum 
weiteren Ausbau der Handelsbeziehungen bei gegenseitiger 
Liberalisierung des Handels und der Investitionen auf. Die 
Studiengruppe empfahl deshalb auch klar die Aufnahme von 
Freihandelsverhandlungen.
Indien ist auf gutem Weg, sich unter die grossen Volkswirtschaften
der Welt einzureihen. Entsprechend nimmt Indien auf der 
Prioritätenliste der EFTA-Staaten einen prominenten Platz ein. 
Regierungsrätin Rita Kieber-Beck gab ihrer Genugtuung über die 
Eröffnung von Freihandelsverhandlungen der EFTA-Staaten mit Indien 
gebührend Ausdruck. Sie erwähnte auch, dass Liechtenstein im 
vergangenen Herbst sehr gerne Gastland für das abschliessende Treffen
der Studiengruppe EFTA-Indien gewesen sei.
Aufnahme von Freihandelsverhandlungen mit Indonesien
Das mit der indonesischen Handelsministerin Mari Elka Pangestu 
geplante Treffen musste kurzfristig abgesagt werden. Auch mit 
Indonesien sollen noch in diesem Jahr Freihandelsverhandlungen 
aufgenommen werden, wie in einer gemeinsam erstellten 
Machbarkeitsstudie empfohlen. Indonesien ist Mitglied der 
ASEAN-Staaten (Verband Südostasiatischer Nationen) und eine der 
wichtigen Volkswirtschaften in diesem Verband.

Kontakt:

Ressort Äusseres
Kerstin Appel
Tel.: +423 236 60 24

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