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pafl: Nationaler Zuteilungsplan 2008-2012 verabschiedet

Vaduz (ots)

Vaduz, 15. Januar (pafl) - Die Regierung hat in
ihrer Sitzung vom 15. Januar den Nationalen Zuteilungsplan 2008 bis 
2012 im Rahmen des Europäischen Emissionshandelssystems 
verabschiedet. Der Zuteilungsplan legt die Obergrenze der 
auszugebenden Emissionszertifikate fest und regelt deren Vergabe an 
den Industriesektor.
Der Plan legt auch die Bedingungen für den Erwerb von zusätzlichen
Emissionsrechten aus projektbezogenen Massnahmen im Ausland fest, 
welche zur Erfüllung der Verpflichtungen angerechnet werden können. 
Ein Emissionszertifikat berechtigt zur Emission von einer Tonne CO2. 
Mit einer restriktiven Vergabe der Zertifikate wird für 
emissionsintensive Industrieanlagen ein Anreiz geschaffen, ihren 
CO2-Ausstoss über die Umsetzung von Reduktionsmassnahmen zu senken 
und somit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz in Liechtenstein zu
leisten. Für die Verpflichtungsperiode 2008 bis 2012 werden den 
betroffenen liechtensteinischen Anlagenbetreibern jährlich 
durchschnittlich 17'943 Zertifikate zugeteilt respektive 89'715 
Zertifikate für die gesamte Periode. Die Anrechenbarkeit von 
projektbezogenen Emissionsrechten liegt bei maximal 8 Prozent der 
individuell zugeteilten Zertifikatmengen.
Konstruktive Zusammenarbeit mit Überwachungsbehörde
Der Nationale Zuteilungsplan ist aufgrund der 
Emissionshandelsrichtlinie zu erlassen, welche am 26. Oktober 2007 in
das EWR-Abkommen übernommen wurde. Er unterliegt einer materiellen 
Prüfung durch die EFTA-Überwachungsbehörde (ESA) unter Einbezug der 
Europäischen Kommission, des Klimawandel-Ausschusses der EU und der 
übrigen EWR/EFTA Staaten.
Um seinen Mitgliedsstaaten genügend Zeit für die Erstellung der 
Nationalen Zuteilungspläne einzuräumen, ermöglichte die ESA noch vor 
dem formellen Inkrafttreten der Emissionshandelsrichtlinie ein 
Prüfungsverfahren auf Basis von Entwürfen. Liechtenstein konnte das 
Prüfungsverfahren als erster EWR/EFTA Staat erfolgreich abschliessen.
Als Folge einer intensiven und produktiven Zusammenarbeit zwischen 
nationalen Behörden und der ESA wurde der Nationale Zuteilungsplan 
2008-2012 zudem ohne Beanstandungen von der EFTA-Überwachungsbehörde 
genehmigt.

Kontakt:

Ressort Umwelt, Raum, Land- und Waldwirtschaft
Jeannine Niedhard
Tel.: +423/236 60 93

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