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Einkommens- und Verbrauchserhebung 2003

(ots)

Einkommens- und Verbrauchserhebung 2003

Leichter Rückgang des verfügbaren Einkommens der privaten Haushalte
Im Jahr 2003 ist das monatlich verfügbare Einkommen der Haushalte um 
rund 100 Franken gesunken. Dazu beigetragen hat neben einem etwas 
geringeren Brutto-Haushaltseinkommen eine Zunahme der 
obligatorischen Ausgaben. Während das einkommenschwächste Fünftel 
der Haushalte ein verfügbares Einkommen von im Durchschnitt 2432 
Franken hat, kommen die wohlhabendsten Haushalte auf ein verfügbares 
Einkommen von 12'123 Franken pro Monat. Das zeigen die soeben 
veröffentlichten Zahlen der Einkommens- und Verbrauchserhebung des 
Bundesamtes für Statistik (BFS). Steigende obligatorische Ausgaben 
Mit 8781 Franken ist das durchschnittliche Brutto-Monatseinkommen 
der Haushalte in der Schweiz 2003 gegenüber dem Vorjahr leicht 
zurückgegangen. Ein Jahr zuvor lag dieser Wert um rund 30 Franken 
höher. Diese Entwicklung darf nicht überschätzt werden. Sie hält 
sich im Rahmen zufälliger Schwankungen. Hingegen ist das verfügbare 
Einkommen im Jahr 2003 um rund 100 Franken gesunken. Beim 
verfügbaren Einkommen, das den Haushalten bleibt, wenn Steuern, 
Sozialversicherungsbeiträge, Krankenkassenprämien und 
Alimentenzahlungen abgezogen werden, fällt der Rückgang deshalb 
deutlicher aus, weil zwei gegenläufige Entwicklungen zusammenfallen: 
Dem leicht gesunkenen Bruttohaushaltseinkommen stehen gestiegene 
obligatorische Ausgaben gegenüber. Diese haben im Vergleich zum 
Vorjahr um rund 70 Franken zugenommen, was hauptsächlich auf den 
Anstieg bei den Krankenversicherungsprämien und den Steuern 
zurückzuführen ist. Das Brutto-Einkommen des einkommensschwächsten 
Fünftels der Haushalte beläuft sich im Durchschnitt auf 3238 
Franken. Beim wohlhabendsten Fünftel beträgt das durchschnittliche 
Haushaltseinkommen hingegen 16'591 Franken. Beim verfügbaren 
Einkommen stehen 2432 Franken beim untersten Fünftel, 12'123 Franken 
beim obersten Fünftel gegenüber. Unterschiedliche Zusammensetzung 
der obligatorischen Ausgaben je nach Einkommenslasse Mit Ausnahme 
der Prämien für die Grundversicherung der Krankenkassen sind die 
obligatorischen Ausgaben einkommensabhängig. Beim 
einkommensschwächsten Fünftel der Haushalte belaufen sie sich auf 
805 Franken, beim wohlhabendsten Fünftel hingegen auf 4468 Franken. 
Beim untersten Fünftel entsprechen sie 25 Prozent des Brutto- 
Haushaltseinkommens, beim obersten Fünftel 27 Prozent. Um die 
obligatorischen Ausgaben näher analysieren zu können, müssen die 
Rentnerhaushalte ausser Betracht fallen. Weil bei ihnen das 
Einkommen aus Arbeit nur noch eine untergeordnete Rolle spielt, 
bezahlen sie kaum mehr Beiträge an die Sozialversicherungen. Schaut 
man sich die Zusammensetzung der obligatorischen Ausgaben ohne 
Rentnerhaushalte an, zeigen sich zwischen den Einkommensklassen 
deutliche Unterschiede. Dafür verantwortlich sind in erster Linie 
die Prämien für die Grundversicherung der Krankenkassen. Bei den 
einkommensschwächsten Haushalten machen diese mit 8,5 Prozent des 
Brutto-Haushaltseinkommens fast soviel aus, wie die Steuern, die auf 
einen Anteil von 10,3 Prozent kommen. Bei den wohlhabendsten 
Haushalten ist hingegen die Wirkung der Steuerprogression sichtbar. 
Mit 12,6 Prozent des Brutto- Haushaltseinkommens beanspruchen die 
Steuern den grössten Anteil der obligatorischen Ausgaben. Die 
Belastung durch die Prämien der obligatorischen Krankenversicherung 
ist demgegenüber vergleichsweise klein. Obwohl im wohlhabendsten 
Fünftel die durchschnittlich grössten Familien vertreten sind und 
damit die höchsten Krankenkassenprämien anfallen, belasten diese das 
Haushaltsbudget lediglich mit durchschnittlich 3,3 Prozent des 
Brutto- Haushaltseinkommens.
BUNDESAMT FÜR STATISTIK
Pressestelle
Auskunft:
Ruedi Epple, BFS, Sektion Einkommen, Konsum und Lebensbedingungen, 
Tel.: 032 713 63 90
Neuerscheinung 
BFS aktuell «Einkommens- und Verbrauchserhebung 2003 (EVE 2003). 
Erste Ergebnisse», 
Bestellnummer: 014-0301, Preis: gratis, verfügbar auf der Homepage 
des BFS unter der folgenden Adresse :
http://www.statistik.admin.ch » Themen » Einkommen, Lebensqualität » 
Einkommen, Verbrauch und Vermögen » Publikationen
Pressestelle BFS, Tel.: 032 713 60 13; Fax: 032 713 63 46
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