Wie könnten in der Schweiz jedes Jahr zahlreiche Verschmutzungen verhindert werden?
Lausanne (ots)
Nach wie vor ist vielen Menschen nicht bewusst: In der Schweiz führen Abwasserschächte nicht immer auf eine Abwasserreinigungsanlage. Deshalb kommt es zu schwerwiegenden Verschmutzungen, die verhindert werden könnten. Es ist an der Zeit, zu handeln!
Das Auto oder Maschinen nicht am richtigen Ort waschen, Pinsel und Behälter ausspülen, Öl, Farbe und andere Substanzen in einen Schacht leeren: Was banal erscheint, hat aber direkte Auswirkungen auf Gewässer.
Aus diesem Grund lanciert die Schweizerische Vereinigung der Fischereiaufseherinnen und Fischereiaufseher (SVFA) am 19. März 2026 eine nationale Präventionskampagne gegen Gewässerverschmutzung:
"Obacht am Schacht"
Damit wird die Kampagne weitergeführt, die vor 15 Jahren unter dem Namen "Unter jedem Ablaufgitter verbirgt sich ein Fluss" begann, um diese Tatsache in den Köpfen zu verankern.
2026 ändert die SVFA den Slogan, der neu auch von einer klaren Aufforderung begleitet wird:
GIESSEN SIE NICHTS HINEIN
Soll heissen: in den Abwasserschacht.
Das Ökosystem Gewässer kann nämlich durch das Ausleeren oder Auslaufen von Substanzen durch die Abwasserschächte stark und nachhaltig beschädigt werden. Die Trinkwasserqualität, aber auch das Leben von Pflanzen und Tieren werden gefährdet.
Nach der Sensibilisierung: Schweizweit aktiv werden!
Dank der Unterstützung von Vereinen, Kantonen und Bund konnte an alle 2110 Schweizer Gemeinden ein Kampagnenplakat gesandt werden, um die Bevölkerung zur Teilnahme aufzurufen. Die Berufsschulen in den Bereichen Bau, Rebbau, Landwirtschaft, Landschaftsgärtnerei und Reinigung haben gezielt Informationen erhalten, um die Umweltrisiken und den verantwortungsbewussten Umgang damit im Unterricht zu thematisieren.
Präventionsvideos werden in den sozialen Netzwerken verbreitet sowie in Kinos ausgestrahlt. Auf der Homepage aquava.ch und den Streamingplattformen ist auch eine Reihe von Podcasts auf Französisch zum Thema Mikroschadstoffe zu finden.
Den ganzen Frühling über werden in mehreren Kantonen Plakatkampagnen laufen. Die verschiedenen Elemente werden auch über die sozialen Netzwerke geteilt.
Unser Ziel ist einfach: Die vermeidbaren Verschmutzungen signifikant verringen und nachhaltig gute Reflexe im (Berufs-)Alltag verankern, um das WASSER zu schützen - dieses für die Menschheit so wichtige Gut.
Über die Sensibilisierung hinaus möchte die Schweizerische Vereinigung der Fischereiaufseherinnen und Fischereiaufseher auch daran erinnern, dass jede Person, die eine Verschmutzung verursacht, strafrechtlich belangt werden kann.
Pressekontakt:
Homepage: https://aquava.ch/de
Hier finden Sie die Kampagnenmaterialien und Bilder: https://aquava.ch/de/zugang-zur-presse-partnerdatei/
Für Fragen und Interviewanfragen können Sie sich gerne von 14 bis 16 Uhr wenden an
Kuno von Wattenwyl Präsident der SVFA Tel.: 041 819 18 42