SWISSAID verzeichnet trotz schwierigem internationalen Umfeld solide Ergebnisse
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SWISSAID verzeichnet trotz schwierigem internationalen Umfeld solide Ergebnisse
Bern/Lausanne, 11. Juni 2026 – In einem internationalen Umfeld, das von einem stark gestiegenen humanitären Bedarf und dem massiven Rückzug der USA aus der internationalen Zusammenarbeit geprägt ist, weist SWISSAID für das Jahr 2025 positive Zahlen aus. Die Organisation verzeichnete selten so viele Spenden und Legate wie im vergangenen Jahr. Dadurch war es möglich, 294’947 Menschen in zehn Ländern durch Projekte in Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe zu unterstützen.
Im Jahr 2025 verzeichnete SWISSAID Einnahmen in Höhe von 25,4 Millionen Franken und Ausgaben von 25,02 Millionen, was zu einem positiven Betriebsergebnis führt. «Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage, die von zahlreichen Krisen, dem Rückzug der US-Agentur für internationale Entwicklung (USAID) und der Abschottung verschiedener Länder geprägt ist, sind diese Zahlen ein ermutigendes Signal: Wir können nach wie vor auf die Solidarität von treuen Stiftungen, Institutionen und Privatpersonen zählen», betont Monika Uhlmann, Leiterin Finanzen und Human Resources bei SWISSAID.
Rund 10 Prozent der Ausgaben kamen der humanitären Hilfe zugute. Die Gelder wurden zugunsten der Bevölkerung in Myanmar, die im März 2025 von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden war, sowie zugunsten sudanesischer Flüchtlinge im Tschad, die vor dem Bürgerkrieg fliehen mussten, eingesetzt. Insgesamt wurden 104'311 Menschen durch Nothilfeprojekte unterstützt.
Im vergangenen Jahr setzten SWISSAID und ihre Partnerorganisationen ihre Aktivitäten in Afrika, Asien und Lateinamerika fort. Die durchgeführten Projekte zielen vor allem darauf ab, die Ernährungssicherheit zu stärken, die Agrarökologie zu fördern und die wirtschaftlichen Perspektiven ländlicher Gemeinschaften, insbesondere von Frauen, zu verbessern.
Der Hunger nimmt gefährlich zu
Die Herausforderungen bleiben gross und geben Anlass zur Sorge: Im Jahr 2025 litten 266 Millionen Menschen in 47 Ländern unter akuter Ernährungsunsicherheit. Dieser Anteil ist höher als im Vorjahr und fast doppelt so hoch wie 2016, wie aus dem Weltbericht über Ernährungskrisen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) und des Welternährungsprogramms (WFP) hervorgeht.
Heute haben der Krieg im Iran und die zunehmenden Spannungen in der Strasse von Hormus erhebliche Auswirkungen auf mehrere Länder des Südens, in denen SWISSAID tätig ist. Durch den Anstieg der Treibstoff- und Lebensmittelpreise leiden die ohnehin gefährdeten Bevölkerungsgruppen. Zudem sind Düngemittel für die Bäuerinnen und Bauern kaum noch erschwinglich, was künftige Ernteausfälle befürchten lässt.
Diese Situation verschärft das Risiko der Ernährungsunsicherheit und zeigt mehr denn je die Notwendigkeit, eine lokale, nachhaltige und widerstandsfähige Landwirtschaft zu stärken. Die Agrarökologie steht im Mittelpunkt der Projekte von SWISSAID und ermöglicht es ländlichen Gemeinschaften, ihre Abhängigkeit von Importen zu reduzieren und internationale Krisen besser zu bewältigen.
Kontaktpersonen:
Monika Uhlmann, Leiterin Finanzen und Personal SWISSAID,
Tel.: +41 (0)79 201 94 87, m.uhlmann@swissaid.ch
Thaïs In der Smitten, Medienverantwortliche SWISSAID,
Tel.: +41 (0)77 408 27 65, media@swissaid.ch
Freundliche Grüsse
Thaïs In der Smitten SWISSAID - Medien und Kampagnen www.swissaid.ch