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22.11.2019 – 13:00

UNICEF Schweiz und Liechtenstein

Stadt Rapperswil-Jona bleibt eine "Kinderfreundliche Gemeinde"

Stadt Rapperswil-Jona bleibt eine "Kinderfreundliche Gemeinde"
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Zürich/Rapperswil-Jona, 22. November 2019 - Heute Mittag erhielt die Stadt Rapperswil-Jona von UNICEF zum zweiten Mal die Auszeichnung "Kinderfreundliche Gemeinde". Damit beweist die Gemeinde erneut, dass sie das Lebensumfeld von Kindern und Jugendlichen in der Gemeinde adäquat gestaltet und die jüngsten Bürger/-innen am gesellschaftlichen Leben partizipieren lässt.

Heute Mittag fand im Rahmen der Kinderkonferenz als krönenden Abschluss der aktions- und erlebnisreichen Kinderrechtswoche die Vergabe des Prozesslabels "Kinderfreundliche Gemeinde" statt. Bettina Junker, Geschäftsleiterin von UNICEF Schweiz und Liechtenstein, motivierte anlässlich ihrer Rede die zahlreichen jungen Gästen: "Ihr habt in dieser Woche gelernt, welche Rechte ihr habt. Dazu gehört auch das Recht auf Partizipation. Wir laden euch heute ein, eure Anliegen auch in Zukunft bei der Stadt einzubringen. Traut euch, gebt eure Ideen preis, denn eure Meinung ist wichtig und wertvoll für die Entwicklung eures Lebensraums."

Vielfältiges Angebot für Familien, Kinder und Jugendliche

Vor knapp fünf Jahren hatte sich die Stadt Rapperswil-Jona dazu bekannt, sich mit und für die Kinder und Jugendlichen weiterzuentwickeln. Seither hat sie ihren Aktionsplan sukzessive umgesetzt. Die Verantwortlichen zeigen hierbei ein grosses Verständnis für das Prozess-Label und dessen Inhalte. Die Vielfalt an Partizipationsformen wie die "Kinder Reden Mit"-Versammlungen oder die Kinderkonferenz und der Jugendrat tragen massgeblich dazu bei, dass die Knaben und Mädchen auch ausserhalb der Schule Zugang zum Leben in der Stadt finden und sich als aktiven Teil der Bevölkerung wahrnehmen. Das ist vorbildlich. Hervorzuheben ist ausserdem die Etablierung des Familienzentrums "Haus Schüssel", wo sich die Bevölkerung im gemütlichen "Familienkafi" nicht nur trifft, um miteinander gemütlich zu plaudern, während sich die Kinder in einer bunten Spielecke vergnügen. Das Zentrum bietet auch verschiedene, niederschwellige Beratungsangebote für Familien mit Kleinkindern oder für Familien mit Migrationshintergrund an. Eine weitere Errungenschaft ist das Spielplatzkonzept, das aufgrund von Umfragen mit Kindern und Jugendlichen erarbeitet wurde und in einer konzilianten Broschüre erschienen ist.

Weitere Massnahmen ab 2020 geplant

Der Prozess zur "Kinderfreundlichen Gemeinde" ist für Rapperswil-Jona indes noch lange nicht vorbei. Für die kommenden Jahre setzen sich die Verantwortlichen weitere Ziele: Mittels Kinderkonferenzen- und Versammlungen und entsprechenden Umfragen sollen die Bedürfnisse der Kinder eruiert, erfasst und bestmöglich umgesetzt werden. Weiter möchte die Stadt Rapperswil-Jona in der neu geschaffenen Infrastruktur auf dem Zeughausareal eine zeitgemässe Kinder- und Jugendarbeit institutionalisieren, um damit den unterschiedlichen Bedürfnissen der jungen Stadtbürger/-innen besser Rechnung tragen zu können. Ein weiterer Schwerpunkt zielt in Richtung Schülerpartizipation. Und selbst die Verwaltung ist Teil des Massnahmenplans: So möchte die Stadt Rapperswil-Jona die Kinder- und Jugendfreundlichkeit sowie die gelebte Partizipation durchgängig in allen Verwaltungsstellen leben. Dazu braucht es ein gemeinsames Verständnis. Ein interessantes Ziel mit diversen Massnahmen in den Bereichen Weiterbildung, Koordination und Zusammenarbeit.

30 Jahre Kinderrechte

Am 20. November feierte die Welt das 30-jährige Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention. An diesem Tag verabschiedeten die Vereinten Nationen die UN-Konvention über die Rechte des Kindes. Die Konvention garantiert allen Kindern eine Vielzahl an Schutz-, Förder- und Beteiligungsrechten, wie das Recht auf Überleben, das Recht auf Schutz, das Recht auf Entwicklung und das Recht auf Teilnahme. Die Schweiz hat den Völkerrechtsvertrag 1997 und Liechtenstein 1996 ratifiziert.

In der Schweiz liegt die Verantwortung zur Umsetzung der Kinderrechte vor allem bei den Kantonen und Gemeinden. Mit der Initiative "Kinderfreundliche Gemeinde" unterstützt UNICEF Schweiz und Liechtenstein Gemeinden dabei, die Kinderrechte systematisch umzusetzen, die Kinderfreundlichkeit zu steigern und die Teilnahme und Teilhabe von Kindern in ihrem unmittelbaren Lebensumfeld zu stärken.

41 Städte und Gemeinden mit dem Label "Kinderfreundliche Gemeinde" ausgezeichnet

Dies sind: Arbon (TG), Arlesheim (BL), Baden (AG), Basel (BS), Beringen (SH), Bern (BE), Blauen (BL), Fehraltorf (ZH), Flawil (SG), Frauenfeld (TG), Freienwil (AG), Genf (GE), Grenchen (SO), Hitzkirch (LU), Knutwil (LU), Kriens (LU), Laupersdorf (SO), Lausanne (VD), Lyss (BE), Menznau (LU), Möriken-Wildegg (AG), Rapperswil-Jona (SG), Reinach (BL), Rekingen (AG), Riehen (BS), Rüdlingen (SH), Ruggell (LI), Sion (VS), Sursee (LU) Thayngen (SH), Teufen (AR), Therwil (BL), Thun (BE), Triengen (LU), Uznach (SG), Wauwil (LU), Wettingen (AG), Wil (SG), Wolhusen (LU), Zetzwil (AG), Zug (ZG).

Weitere Informationen über die UNICEF Initiative "Kinderfreundliche Gemeinde":

www.kinderfreundlichegemeinde.ch

Kontakte für Medien:

UNICEF Schweiz und Liechtenstein

Jürg Keim

Medienstelle

Tel.: 044 317 22 41

E-Mail:j.keim@unicef.ch

Stadt Rapperswil-Jona

Jürg Wrubel

Kinder- und Jugendbeauftragter

Gesellschaft, Alter

Tel.: 055 225 74 90

E-Mail: Juerg.Wrubel@rj.sg.ch

Über UNICEF
UNICEF, das Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen, hat über 70 Jahre Erfahrung 
in Entwicklungszusammenarbeit und Nothilfe. UNICEF setzt sich weltweit für das 
Überleben und das Wohlergehen von Kindern ein. Zu den zentralen Aufgaben gehören
die Umsetzung von Programmen in den Bereichen Gesundheit, Ernährung, Bildung, 
Wasser und Hygiene sowie der Schutz der Kinder vor Missbrauch, Ausbeutung, 
Gewalt und HIV/Aids. UNICEF finanziert sich ausschliesslich durch freiwillige 
Beiträge und wird in der Schweiz und Liechtenstein durch das Komitee für UNICEF 
Schweiz und Liechtenstein vertreten. Seit 60 Jahren setzt sich UNICEF Schweiz 
und Liechtenstein für Kinder ein - im Ausland wie im Inland. 

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