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Persönliche Vorsorge verliert bei Jungen an Wichtigkeit

Persönliche Vorsorge verliert bei Jungen an Wichtigkeit
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Zürich (ots)

Zehn Jahre Kinder- und Erwachsenenschutzgesetz: Die persönliche Vorsorge bleibt ein zentrales Thema bei den über 60'000 Beratungsgesprächen von Pro Senectute. Vier repräsentative Umfragen des Forschungsinstituts gfs-zürich im Auftrag von Pro Senectute Schweiz zeigen die wachsende Bedeutung, aber auch den steigenden Handlungsbedarf einer stärkeren Sensibilisierung - insbesondere bei der jüngeren Bevölkerung.

Die Umfrageergebnisse der neusten repräsentativen Umfrage zeigen: Die Bekanntheit des Vorsorgeauftrags, die in den Vorjahren stark gestiegen ist, hat sich eingependelt. Der Vorsorgeauftrag ist gut zwei Dritteln der Befragten ein Begriff. Der jüngeren Bevölkerung zwischen 18 und 39 Jahren ist er dagegen noch immer wenig bekannt. Hier besteht Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung und Aufklärung.

65+: Zwei von fünf haben einen Vorsorgeauftrag

Die Ausfüllquote des Vorsorgeauftrags ist insgesamt leicht rückläufig. Zwar haben mehr Personen über 65 Jahren einen Vorsorgeauftrag erstellt, jedoch sind es weiterhin weniger als die Hälfte (40%). Von den 40- bis 64-Jährigen haben 19% einen Vorsorgeauftrag erstellt. Bei den 18- bis 39-Jährigen sind es 5%.

Rückläufiger Trend bei der Erstellung von Patientenverfügungen

Die Bekanntheit der Patientenverfügung hat ihren Aufwärtstrend der letzten fünf Jahren fortgesetzt: 85% der Befragten kennen sie. Allerdings ist die Ausfüllquote der Patientenverfügung bei der jüngeren Generation gesunken: Nur 7% der Personen zwischen 18 und 39 Jahren haben eine Patientenverfügung ausgefüllt. "Auch in jungen Jahren kann eine Patientenverfügung bei Unfällen und Krankheit von zentraler Bedeutung sein. Hier sehen wir Handlungsbedarf." sagt Alain Huber, Direktor von Pro Senectute Schweiz, und erklärt: "Es ist nie zu früh, sich mit dieser Thematik auseinanderzusetzen, um für den Ernstfall vorbereitet zu sein."

Attraktiver werden für Junge

Pro Senectute ist sich der Bedeutung der persönlichen Vorsorge bewusst und bietet nebst Beratung und Unterstützung bei der Erstellung der Vorsorgedokumente auch das umfassende Vorsorgedossier Docupass an. Es enthält Vorsorgeauftrag, Patientenverfügung, Testament und weitere wichtige Dokumente sowie eine hilfreiche Anleitung. Um diese Dokumente auch der jüngeren Generation zugänglicher zu machen, bietet Pro Senectute Schweiz ab sofort eine Online-Hinterlegung der Vorsorgedokumente an. Persönliche Vorsorgedokumente können digital mit dem "eDocupass" hinterlegt und im Ernstfall abgerufen werden. "Pro Senectute wird weiterhin daran arbeiten, die Bevölkerung jeden Alters über die Wichtigkeit der persönlichen Vorsorge aufzuklären und bei Bedarf zu unterstützen", so Huber.

Die Zahlen von gfs-zürich zur quantitativen Befragung im Auftrag von Pro Senectute Schweiz finden Sie unter www.prosenectute.ch/gfs.

Pro Senectute

Pro Senectute ist die grösste und bedeutendste Fach- und Dienstleistungsorganisation für ältere Menschen und deren Angehörige in der Schweiz. Wir beraten Seniorinnen und Senioren kostenlos in über 130 Beratungsstellen. Mit vielfältigen Dienstleistungen und spezifischen Angeboten unterstützen 1'800 Mitarbeitende und 18'400 Freiwillige die ältere Bevölkerung in allen Belangen rund um das Alter. www.prosenectute.ch

Pressekontakt:

Kontakt für Medien
Pro Senectute Schweiz, Peter Burri Follath, Leiter Kommunikation
Telefon: 044 283 89 43, E-Mail: medien@prosenectute.ch