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Studie von Roland Berger Strategy Consultants: China will Weltmarktführer bei Elektroautos werden

München/Schanghai (ots)

- Elektro- und Hybridautos werden bis 2020 weltweit einen 
     Marktanteil von knapp zehn Prozent erreichen 
   - Globaler Markt für Hochleistungsakkus, Motoren und Komponenten 
     für Elektro- und Hybridautos: 20 bis 50 Mrd. Euro jährlich ab 
     2020 
   - Besonders der Markt für Lithium-Ionen-Akkus wird zum 
     Volumen-Markt mit zweistelligen Wachstumsraten in den kommenden 
     Jahrzehnten; 2020 werden zehn Hersteller dominieren 
   - Gestützt auf Standortvorteile wie Rohstoffverfügbarkeit und 
     günstige Arbeitskosten will die chinesische Regierung das Land 
     zum Technologievorreiter bei Elektromobilität machen 
   - Hersteller müssen jetzt handeln: Kosten senken, Marktanteile
     sichern, Geschäftsmodell erweitern und strategische 
     Partnerschaften eingehen
Chinas Autoindustrie überspringt die Weiterentwicklung des 
Verbrennungsmotors und zielt darauf ab, direkt Vorreiter bei 
Technologien für Elektro- und Hybridfahrzeuge werden. Um dieses Ziel 
zu erreichen, setzt die Regierung auf massive Steueranreize und 
Subventionen. Die Studie "Powertrain 2020 - China's ambition to 
become market leader in E-Vehicles" von Roland Berger Strategy 
Consultants beschreibt die Maßnahmen der chinesischen Regierung und 
entwirft Szenarien für die zukünftigen Märkte für E-Mobilität: 
Elektroautos (EVs) und Hybridfahrzeuge (PHEVs) werden im Jahr 2020 
Weltmarktanteile zwischen neun bis zehn Prozent haben; in Ländern wie
China werden sogar über 50 Prozent. Dementsprechend stark wächst auch
der Markt für Akkus, Elektromotoren und andere Komponenten: bis 2020 
auf jährlich 20 bis 50 Mrd. Euro und in der folgenden Dekade auf mehr
als 100 Mrd. Euro. Gleichzeitig kommt es zu einem 
Verdrängungswettbewerb, in dem Hersteller nur dann erfolgreich sein 
werden, wenn sie jetzt die nötigen Maßnahmen treffen: Sie müssen ihre
Kosten senken, Marktanteile sichern sowie Partnerschaften schließen.
"Bei Elektro- und Hybridautos fordert China die 
Automobilindustrien in den westlichen Industrieländern heraus", sagt 
Wolfgang Bernhart, Partner im Kompetenzzentrum Automotive bei Roland 
Berger Strategy Consultants. "Der technologische Vorsprung, den die 
westlichen Hersteller bei den konventionellen Antrieben haben, ist 
nur schwer aufzuholen - das haben die Chinesen erkannt. Aber bei der 
Elektromobilität geht das Rennen jetzt erst los." Der Anteil 
elektrisch oder teilelektrisch betriebener Fahrzeuge wird in allen 
Automobilmärkten zunehmen. Daraus ergibt sich für die entsprechenden 
Komponenten des Antriebsstrangs bis 2020 ein Marktvolumen von 
jährlich 20 bis 50 Mrd. Euro - mit steigender Tendenz. Um diesen 
Markt für die chinesischen Hersteller zu erschließen, unterstützt 
Chinas Regierung durch Subventionen und steuerliche Anreize die 
Entwicklung und Vermarktung von "New Energy Vehicles". Ziel ist, die 
eigene Automobilindustrie zum technologischen Vorreiter bei 
zukünftigen Elektroantrieben zu machen.
Gute Startbedingungen für Chinas Elektroautobauer
Die chinesischen Hersteller sind bereits gut in dieses Rennen 
gestartet, begünstigt durch einige Vorteile: Ein Großteil der nötigen
Rohstoffe wie Lithium wird in China abgebaut und ist daher zu 
günstigen Preisen verfügbar. Auch die niedrigeren Arbeitskosten 
verschaffen etwa chinesischen Herstellern von Lithium-Ionen-Akkus 
Kostenvorteile von rund 30 Prozent. Dadurch könnten die Preise für 
die Akkus deutlich sinken. Weil sich dieser Markt zu einem 
Volumenmarkt entwickelt, sind Größe und Mengeneffekte 
erfolgsentscheidend. China hat schon jetzt große 
Produktionskapazitäten für Li-Ion-Akkus und investiert massiv in den 
Ausbau der Produktion und die Forschung und Entwicklung neuer 
Batterietechnologien. So haben chinesische Hersteller einen neuen 
Akku auf Lithium-Eisen-Basis entwickelt, der sicherer, langlebiger 
und umweltfreundlicher ist.
Neben der Batterietechnologie sind chinesische Hersteller auch bei
Elektromotoren gut aufgestellt, haben etwa erfolgreich qualitativ 
hochwertige Permanentmagnet-Synchronmotoren entwickelt. Weil China 
über 80 Prozent des weltweit verfügbaren Neodym verfügt - ein 
Rohstoff, der für Permanentmagnete benötigt wird - sind diese Motoren
deutlich günstiger als die Produkte ausländischer Wettbewerber. 
"Betrachtet man all diese Fakten, erscheint Chinas Ziel, 
Technologieführer bei E-Mobilität zu werden, absolut realistisch", 
sagt Bernhart. "Für die klassischen Autonationen ist das eine 
Herausforderung. Sie müssen schnell handeln: Automobilhersteller und 
Zulieferer brauchen neue Geschäftsmodelle, sie müssen ihre Kosten 
senken und strategische Partnerschaften schließen, um eine 
wettbewerbsfähige Größe zu erreichen. Die westlichen Regierungen sind
gefordert, neue Technologien und Produktionsmethoden aktiv zu 
unterstützen."
Die Studie " Powertrain 2020 - China's ambition to become market 
leader in E-Vehicles" können Sie kostenfrei herunterladen unter: 
www.rolandberger.com/pressreleases
Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist eine der 
weltweit führenden Strategieberatungen. Mit 36 Büros in 25 Ländern 
ist das Unternehmen erfolgreich auf dem Weltmarkt aktiv. 2.100 
Mitarbeiter haben im Jahr 2008 einen Honorarumsatz von mehr als 670 
Mio. Euro erwirtschaftet. Die Strategieberatung ist eine unabhängige 
Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 180 Partnern.

Pressekontakt:

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Sebastian Deck
Roland Berger Strategy Consultants
Tel. +49 89 9230-8190, Fax +49 89 9230-8599
E-Mail: sebastian_deck@de.rolandberger.com
www.rolandberger.com

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