Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

SGB: Reformvorschlag abgelehnt, doch die Probleme bleiben

    Bern (ots) - Das Nein zur Initiative für eine soziale Einheitskrankenkasse ist Ausdruck einer grossen Verunsicherung der Stimmbürgerinnen und Stimmbürger über den richtigen Weg zur Reform des Gesundheitswesens. Die Abstimmungskampagne hat allerdings auch deutlich gezeigt – und das ist ein Verdienst der Volksinitiative –, wo die Bevölkerung und die Beschäftigten im Gesundheitswesen der Schuh drückt: bei den hohen Prämien, bei der Krankenkassenbürokratie, bei der Jagd auf die guten Risiken. Unabhängig vom Ausgang der heutigen Abstimmung müssen diese Probleme gelöst werden.

Die Gegner der Initiative können jetzt beim Wort genommen und auf ihre während der Kampagne gemachten Aussagen verpflichtet werden: Die Prämienverbilligung muss ausgebaut werden, so dass die von den hohen Prämien besonders belasteten Familien mit mittleren Einkommen zusätzlich entlastet werden. Der Risikoausgleich zwischen den Kassen muss verbessert werden, damit sich die Jagd auf die guten Risiken nicht mehr lohnt. Die nur Bürokratie und Kosten produzierende Pseudokonkurrenz zwischen 87 Krankenkassen muss abgebaut werden. Die Kosten- und Prämiensteigerungen sind in den Griff zu bekommen, ohne dass die Leistungen abgebaut werden.

Der Schweizerische Gewerkschaftsbund SGB wird im Interesse der Versicherten und der im Gesundheitswesen Beschäftigten gerade nach der heutigen Abstimmung sein gesundheitspolitisches Engagement verstärken zusammen mit allen Organisationen, die an einem sozialen und leistungsfähigen Gesundheitswesen interessiert sind.

Schweizerischer Gewerkschaftsbund

Auskunft: Natalie Imboden, Tel. 079-706 62 84 Rolf Zimmermann, Tel. 079-756 89 50 Christian Levrat, Tel. 079-240 75 57 Jean-Claude Rennwald, Tel. 079-318 56 12 (français)



Weitere Meldungen: Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Das könnte Sie auch interessieren: