ASTAG Schweiz. Nutzfahrzeugverband

ASTAG: Strassentransport für die Schweiz und ihre Wirtschaft unentbehrlich - Exportwirtschaft von Strasse abhängig

Erklären die Bedeutung des Nutzverkehrs: Dr. Stefan Rommerskirchen, Jean-Daniel Faucherre, Ständerat Carlo Schmid-Sutter, Dr. Michael Gehrken (v.l.n.r.) Weiterer Text über ots. Die Verwendung dieses Bildes ist für redaktionelle Zwecke honorarfrei. Abdruck unter Quellenangabe: "obs/ASTAG"

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      Bern (ots) - Der Strassentransport ist für die Schweiz, ihre
Wirtschaft und die Bevölkerung unentbehrlich. Dies geht aus einer
Studie hervor, die der Schweiz. Nutzfahrzeugverband ASTAG
veröffentlicht hat. Demnach leisten Lastwagen im Binnenverkehr mit
einer Transportleistung von nahezu 80 Prozent unumstritten den
Hauptanteil bei der Versorgung der Bevölkerung und der Wirtschaft.
Und: Auch beim Import und Export transportiert die Strasse mit 71
Prozent den Löwenanteil der zu transportierenden Waren. Beim Export
ist die Schweizer Wirtschaft fast vollständig vom Strassentransport
abhängig. Die Studie zeigt zudem, dass zwischen Strasse und Schiene
eine klare Aufgabenteilung besteht und es gerade in der Ver- und
Entsorgung zumeist keine Alternative zum Strassentransport gibt.
Angesichts dieser enormen Bedeutung und in anbetracht, dass der
Strassentransport seine Kosten mittlerweile vollumfänglich deckt
(inklusive externe Kosten), fordert die ASTAG den Bundesrat auf,
momentan auf jede weitere Belastung des Strassentransportgewerbes zu
verzichten.

    Ende Oktober hat der Bund seine Studienresultate zu Kosten und Nutzen des Verkehrs publiziert. Fazit: Der Gesamtnutzen liegt mit 3 bis 8 Milliarden über den Gesamtkosten. Der Schweiz. Nutzfahrzeugverband hat nun eine Studie in Auftrag gegeben, die vor allem für den Transportbereich auf Basis der Zahlen des Bundes detaillierter untersucht, wo der Nutzen liegt. Die Analyse der Firma ProgTrans zeigt Verschiedenes auf:

  - Zwischen der Strasse und der Schiene besteht im Transportbereich eine klare Aufgabenteilung: Während die Schiene im Transit mit 71 Prozent der Güterverkehrsleistungen den grössten Anteil erbringt, leistet der Strassentransport im Import und Export mit 71 Prozent den Löwenanteil (Basis: 2004).

    - Unterschiedliche Transportgüter: Die Aufgaben zwischen Strasse und Schiene sind dabei klar verteilt. Während die Schiene insbesondere im Import Massengüter transportiert, sind Lastwagen beim Stückgut-Transport unentbehrlich.

    - Unterschiedliche Transportweiten: Das Zusammenspiel von Strasse und Schiene beim schweizerischen Transportgewerbe kommt auch bei den unterschiedlichen Transportweiten der beiden Verkehrsträger zum Ausdruck. Während die Schiene mit einer mittleren Transportweite von rund 170 Kilometern eine Langstreckenfunktion übernimmt, zeigt sich in der relativ kurzen Transportweite von knapp 50 Kilometern die Feinverteilungsaufgabe des Strassentransportes.

    - Je höher der Warenwert, umso mehr wird in der Regel der Lastwagen eingesetzt: Der Warenwert der Importe auf der Strasse betrug alleine im Jahr 2004 gut 100 Milliarden Franken (Schiene: 11 Milliarden), jener der Exporte über 90,5 Milliarden (Schiene: 7,4 Milliarden). Damit zeigt sich überdies, dass die für die Schweiz zentrale Exportwirtschaft fast ausschliesslich vom Strassentransport abhängig ist. Ursachen hierfür dürften u. a. die höhere Flexibilität der Strasse sowie die strassenseitig höhere Gütersicherheit sein.

    - Keine Binnenversorgung ohne Lastwagen: Noch eklatanter ist die Abhängigkeit vom Strassentransport im Binnenverkehr. Mit einer Transportleistung von 80 Prozent ist der Lastwagen recht eigentlich der Lebensnerv der schweizerischen Ver- und Entsorgung!

    Keine Bestrafung des Binnenverkehrs!

    Nach Auffassung des Schweiz. Nutzfahrzeugverbandes ASTAG muss diesen marktbedingten Umständen auch die schweizerische Verkehrspolitik vermehrt Rechnung tragen. Konkret muss die Schiene vermehrt dort gestärkt werden, wo sie heute bereits Marktvorteile geniesst. Dagegen darf der Strassentransport in jenen Bereichen, in denen er wirtschaftlich unentbehrlich ist, nicht noch weiter bestraft werden.

    Konkret bedeutet dies, dass vor allem der Binnenverkehr in Zukunft nicht noch zusätzlich belastet werden darf - sei dies durch zusätzliche Auflagen oder mit finanziellen Belastungen. Hier besteht zur Strasse keine Alternative. Hinzu kommt, dass der Strassentransport die von ihm verursachten Kosten bereits heute vollumfänglich deckt (inklusive externe Kosten). Es geht aus volkswirtschaftlichen Gründen nicht an, dass das Transportgewerbe, die schweizerische Wirtschaft und Bevölkerung, die heute beispielsweise bereits über 80 Prozent der leistungsabhängigen Schwerverkehrsabgabe von jährlich über 1,2 Milliarden Franken bezahlen, nochmals zur Kasse gebeten werden, um damit den Transitverkehr auf der Schiene zu subventionieren. So sieht das Schwerverkehrsabgabegesetz ausdrücklich vor, dass der Ertrag der LSVA die Wegekosten und externen Kosten nicht übersteigen darf.

ots Originaltext: ASTAG Schweizerischer Nutzfahrzeugverband
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