Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO)

Vereinbarung mit den Sozialpartnern abgeschlossen

    Bern (ots) - An einer Sitzung der "Task Force Swissair Personal" unter der Leitung von Jean-Luc Nordmann, Direktor für Arbeit im seco, ist mit den Sozialpartnern eine Vereinbarung abgeschlossen worden, die es bei finanziell erfolgreichem Flugbetrieb erlauben wird, einen Teil der ungedeckten Personalabbaukosten zu finanzieren. Voraussetzung dafür ist, dass aufgrund höherer Einnahmen aus dem aktuellen Flugbetrieb ein Teil des Bundesdarlehens eingespart werden kann.

    Da der Sachwalter erst nach Ende des Winterflugplanes im Frühling einen Überblick über die tatsächliche Situation der Aktiven und der Forderungen hat, konnte bisher noch nicht über die Finanzierung der Sozialpläne aus der Nachlassmasse entschieden werden. Die Task Force Swissair Personal des Bundes suchte deshalb intensiv nach weiteren Lösungs- und Finanzierungsmöglichkeiten zur Bewältigung der Personalabbaukosten.

    Die nun von der Task Force Swissair Personal abgeschlossene Incentive"-Vereinbarung sieht vor, dass Einsparungen des Bundesdarlehens von 1 Milliarde Franken teilweise zur Finanzierung von Personalabbaukosten verwendet werden können. Diese Mittel müssen aus Mehreinnahmen aus dem reduzierten Flugbetrieb bis 29. März oder durch Kosteneinsparungen erzielt werden. Die Hälfte des nicht beanspruchten Bundesdarlehens fliesst an den Bund zurück, die andere Hälfte des verfügbaren Beitrages wird auf auf die Mitarbeitenden, für Sozialplankosten sowie für den nicht gesicherten Flight Attendant-Fonds und für Personen aus der Option 96 verwendet. Diese waren seit 1996 bei 70 Prozent des Lohnes freigestellt worden und erhalten seit Oktober 2001 keinerlei Bezüge bzw. eine stark reduzierte Rente.

    Mit dieser Vereinbarung wird für die Mitarbeitenden ein Anreiz gesetzt, mit einer möglichst guten und kundenfreundlichen Verkaufs- und Arbeitsleistung in der Übergangsphase ein möglichst gutes finanzielles Ergebnis zu erzielen. Damit wird der Bundesbeitrag reduziert und die Überführung in die neue nationale Airline erleichtert.

    Ob sich ein zu verteilender Überschuss ergibt und wie hoch dieser Betrag ausfällt, dürfte nicht vor September 2002 feststehen. Die Verwendung der dann allenfalls zur Verfügung stehenden Summe werden die Sozialpartner in einer Zusatzvereinbarung regeln.

    Zur weiteren Entlastung besonders betroffener und in Not geratener ehemaliger Swissairangestellter hat sich die Credit Suisse Group bereit erklärt, an die Betroffenen Überbrückungshilfen zu Lasten der Kündigungs- und Sozialplanguthaben zu leisten.

    Die Stiftung Härtefälle aus der Swissair-Restrukturierung verfügt zurzeit über rund 2 Millionen Franken. Sie ist für Personen geschaffen worden, die durch die Restrukturierung der SAirGroup in finanzielle Bedrägnis geraten sind und deshalb auf Fürsorgeleistungen der öffentlichen Hand angewiesen wären.

ots Originaltext: seco
Internet: www.newsaktuell.ch

Kontakt:
Jean-Luc Nordmann
Direktor für Arbeit
Leiter der Task Force Swissair Personal
Tel. +41/31/322'29'09

Alan E. Kocher
Informationschef seco
Tel. +41/31/322'29'02



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