Roche Pharmaceuticals

MIRCERA (C.E.R.A.)erstes Arzneimittel, mit dem Dialysepatienten direkt auf die einmal monatliche Verabreichung umgestellt werden können

    Basel, Schweiz (ots/PRNewswire) -

    - Erste öffentliche Präsentation von Phase-III-Daten aus dem bislang grössten klinischen Entwicklungsprogramm über renale Anämie

    Klinische Studien haben erstmals aufgezeigt, dass Dialysepatienten, die  mit einem kurzwirkenden und häufig zu verabreichenden Epoetin gegen Blutarmut  (Anämie) behandelt werden, direkt auf ein Arzneimittel umgestellt werden  können, das nur einmal pro Monat verabreicht werden muss, um den  Hämoglobinspiegel zu stabilisieren (1,2). Bei diesem neuen in Entwicklung  befindlichen Medikament MIRCERA(R) von Roche handelt es sich um einen kontinuierlichen Aktivator der Rezeptoren für die Bildung roter Blutkörperchen (Continuous Erythropoietin Receptor Activator [C.E.R.A]). Der noch nie auf diese Weise geprüfte Ansatz der einmal monatlichen Verabreichung erweist sich als Meilenstein bei der Behandlung der Anämie.

    Dialysepatienten werden heute - je nach Arzneimittel und Zustand - bis mehrmals wöchentlich mit Medikamenten gegen Anämie behandelt (3). Das einmal monatlich zu verabreichende Roche-Medikament C.E.R.A könnte sich durch Verringerung des Aufwands und Erhöhung der Effizienz positiv auf die Therapie der Anämie bei Dialysepatienten auswirken. (1,2)

    Die Ergebnisse von drei Phase-III-Studien zum Thema Erhaltungstherapie - diese sind Bestandteil des umfassendsten klinischen Entwicklungsprogramms, das je mit einem Arzneimittel gegen renale Anämie durchgeführt wurde - sind am Jahreskongress der European Renal Association - European Dialysis and Transplant Association (ERA-EDTA) in Glasgow, Schottland, präsentiert worden. Das Prüfprogramm umfasste zwei Studien mit Epoetin alfa/beta als Vergleichsmedikament und eine Studie mit Darbepoetin alfa. (1,2,4)

    Nathan Levin, medizinischer Leiter und Direktor der Forschung am Renal Research Institute, New York, und einer der leitenden Prüfärzte, der die Resultate der ersten Studie vorstellte, erklärte: "Es handelt sich hierbei um die allererste Meldung einer Phase-III-Zulassungsstudie, in der ein Verabreichungsintervall von einem Monat geprüft wurde, und wir waren erfreut festzustellen, dass sich mit diesem C.E.R.A Präparat von Roche durchwegs stabile Hämoglobinspiegel bei Patienten mit fortgeschrittenen Nierenkrankheiten aufrechterhalten liessen. Hämoglobin spielt eine wichtige Rolle bei der Verbesserung der körperlichen Leistungsfähigkeit und der Senkung des Risikos von Herzerkrankungen, aber die Aufrechterhaltung stabiler Hämoglobinspiegel kann eine klinische Herausforderung sein. Die mit diesem C.E.R.A Präparat erzielten Ergebnisse weisen darauf hin, dass die Behandlung mit dem Medikament die Anämietherapie in der Praxis einen wesentlichen Schritt weiterbringen könnte."

    Roche reichte im April bei den Gesundheitsbehörden in den USA und der EU Zulassungsgesuche für die Behandlung der Anämie in Verbindung mit chronischen Nierenerkrankungen - bei Patienten mit oder ohne Dialysebedarf - ein. Diese Gesuche stützten sich teilweise auf die vorliegenden Ergebnisse. Die Resultate der verbleibenden Phase-III-Studien zur Anämiekorrektur werden im spätern Verlauf dieses Jahres bekannt gegeben.

    Über die Phase-III-Erhaltungsstudien

    Mit diesen Studien sollte in erster Linie aufgezeigt werden, dass mittels intravenöser (i.v.) oder subkutaner (s.c.) Verabreichung von C.E.R.A die Hämoglobin(Hb)-Konzentrationen bei Dialysepatienten, die zuvor mit Epoetin alfa/beta oder Darbepoetin alfa behandelt worden waren, aufrechterhalten lassen.(1,2,4)  Das Ziel dieser Studien besteht im Wirksamkeitsnachweis,  indem aufgezeigt wird, dass dieses C.E.R.A-Präparat mindestens gleich gut  wirkt wie existierende Medikamente, die nach den zugelassenen  Behandlungsschemen verabreicht werden (1,2,4). Dieser Umstand ist von  Bedeutung, da Patienten im Rahmen dieser Studien direkt von Therapieschemen  mit sehr häufiger Verabreichung auf ein monatliches Verabreichungsintervall  umgestellt wurden.(1,2,4)

    In diesen Erhaltungsstudien, welche die Stabilisierung der korrigierten Hb-Konzentrationen von Dialysepatienten innerhalb eines festgelegten Bereichs im zeitlichen Verlauf zum Ziel haben, wurden die Patienten nach dem Zufallsprinzip entweder einer fortgesetzten Therapie mit häufigen Verabreichungen oder der direkten Umstellung auf C.E.R.A mit Verabreichungen alle zwei Wochen oder einmal pro Monat zugeteilt (1,2,4). Der primäre  Endpunkt war die durchschnittliche Veränderung des Hb-Spiegels zwischen dem Ausgangswert und der Beurteilungsperiode. In diesen Studien wurde die Dosis so angepasst, dass sich die Hb-Werte innerhalb von + oder - 1,0 g/dl des Ausgangswertes bewegten.(1,2,4)

@@start.t1@@      - Die erste Studie diente der Beurteilung von i.v. C.E.R.A bei
         Verabreichung in zweiwöchentlichen oder monatlichen Abständen zur
         Aufrechterhaltung des Hb-Spiegels bei Dialysepatienten, die zuvor eine
         Erhaltungstherapie mit i.v. Epoetin alfa/beta mit bis zu drei
         wöchentlichen Verabreichungen erhalten hatten.(1)  Fast 90% der
         Patienten erhielten zum Zeitpunkt der Umstellung dreimal wöchentliche
         Verabreichungen eines Epoetins.(1) Der zwischen der Verabreichung von
         i.v. C.E.R.A einmal pro Monat und derjenigen eines Epoetins in kurzen
         Abständen in Bezug auf die durchschnittliche Veränderung des
         Hb-Spiegels beobachtete Unterschied war verschwindend gering
         (0,05 g/dl), was auf eine gleich bleibende Erhaltung des Hb-Spiegels
         hinweist. Gemäss Prüfplan weisen diese Resultate darauf hin, dass die
         einmal monatliche i.v. Verabreichung von C.E.R.A den Hb-Spiegel ebenso
         wirksam aufrechterhält wie i.v. verabreichtes Epoetin (p<0,0001).(1)
      - Die zweite Studie war identisch zur ersten, diente jedoch der Prüfung
         von s.c. C.E.R.A in den gleichen Verabreichungsintervallen und in der
         Patientengruppe, die zuvor eine s.c. Erhaltungstherapie mit Epoetin
         alfa/beta erhalten hatte.(2) Der Unterschied zwischen der einmal
         monatlichen s.c. Gabe von C.E.R.A und einem Epoetin bezüglich der
         durchschnittlichen Hb-Veränderung war verschwindend gering
         (-0,02 g/dl), was auf eine gleich bleibende Erhaltung des Hb-Spiegels
         hinweist. Gemäss Prüfplan weisen diese Resultate darauf hin, dass die
         einmal monatliche s.c. Verabreichung von C.E.R.A den Hb-Spiegel ebenso
         wirksam aufrechterhält wie s.c. verabreichtes Epoetin (p<0,0001).(2)
      - Die dritte Studie diente der Beurteilung von i.v. C.E.R.A bei
         Verabreichung einmal alle zwei Wochen zur Aufrechterhaltung der
         Hb-Spiegel bei Dialysepatienten, die zuvor eine Erhaltungstherapie mit
         i.v. Darbepoetin alfa erhalten hatten.(3) Darbepoetin alfa wurde einmal
         wöchentlich oder einmal alle zwei Wochen verabreicht.(3) Der
         Unterschied zwischen i.v. C.E.R.A und Darbepoetin bezüglich der
         durchschnittlichen Hb-Veränderung war verschwindend gering (0,18 g/dl),
         was auf eine gleich bleibende Erhaltung des Hb-Spiegels hinweist.
         Gemäss Prüfplan weisen diese Resultate darauf hin, dass die zweimal
         monatliche i.v. Verabreichung von C.E.R.A den Hb-Spiegel ebenso wirksam
         aufrechterhält wie i.v. verabreichtes Darbepoetin (p<0,0001).(3)@@end@@

    Die Resultate dieser drei multizentrischen Phase-III-Erhaltungsstudien zeigen, dass sowohl die i.v. als auch die s.c. Verabreichung dieses C.E.R.A-Präparats zweimal oder einmal pro Monat eine nahtlose Aufrechterhaltung der Hb-Spiegel bei Dialysepatienten gestattete.(1,2,4) C.E.R.A war gut verträglich, und das Sicherheitsprofil war für das Patientenkollektiv charakteristisch. (1,2,4)

    Über C.E.R.A

    Beim innovativen Prüfmedikament von Roche handelt es sich um den ersten kontinuierlichen Aktivator der Rezeptoren für die Bildung roter Blutkörperchen (Continuous Erythropoietin Receptor Activator, C.E.R.A), der zu einer neuen Klasse von Medikamenten gehört. Seine Aktivität an den Rezeptoren, die an der Stimulierung der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt sind, unterscheidet sich von der Wirkung herkömmlicher Epoetin-Medikamente. Man nimmt an, dass die anders geartete molekulare Wechselwirkung von C.E.R.A wesentlich zur gezielten, stabilen und anhaltenden Kontrolle der Anämie beiträgt.

    Über Roche

    Roche mit Hauptsitz in Basel, Schweiz, ist ein global führendes, forschungsorientiertes Healthcare-Unternehmen in den Bereichen Pharma und Diagnostika. Mit innovativen Produkten und Dienstleistungen, die der Früherkennung, Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten dienen, trägt das Unternehmen auf breiter Basis zur Verbesserung der Gesundheit und Lebensqualität von Menschen bei. Roche ist einer der weltweit bedeutendsten Anbieter von Diagnostika, der grösste Hersteller von Krebs- und Transplantationsmedikamenten und nimmt in der Virologie eine Spitzenposition ein. 2005 erzielte die Division Pharma einen Umsatz von 27,3 Milliarden Franken und die Division Diagnostics Verkäufe von 8,2 Milliarden Franken. Roche beschäftigt rund 70 000 Mitarbeitende in 150 Ländern und unterhält Forschungs- und Entwicklungskooperationen und strategische Allianzen mit zahlreichen Partnern. Hierzu gehören auch Mehrheitsbeteiligungen an Genentech und Chugai. Weitere Informationen zur Roche-Gruppe finden sich im Internet (www.roche.com).

@@start.t2@@      MIRCERA(R) ist eine eingetragene Marke von F. Hoffmann-La Roche AG
      Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
      Sheila Gies, Roche
      Tel.:  +1-973-235-4347
      Handy: +1-973-687-0188
      Literatur:
      (1) N. Levin, S. Fishbane, S. Zieg, G. Nassar, J. Moran, G. Villa, F.
            Dougherty. Poster Submitted to EDTA. Intravenous (IV) C.E.R.A.
            (Continuous Erythropoietin Receptor Activator) Administered Once
            Every 2 Weeks Or Once Monthly Maintains Haemoglobin (Hb) Levels in
            Patients With Chronic Kidney Disease, XLIII ERA-EDTA Congress,
            July 15-18, 2006, Glasgow, United Kingdom.
      (2) W. Sulowicz, F. Locatelli, J. Balla, B. Csiky, C. Rikker, J.
            Aldigier, F. Dougherty. Poster Submitted to EDTA. Subcutaneous (SC)
            C.E.R.A. (Continuous Erythropoietin Receptor Activator) Administered
            Once Every 2 Weeks or Once Monthly Maintains Haemoglobin (Hb) Levels
            in Patients with Chronic Kidney Disease (CKD) on Dialysis, XLIII
            ERA-EDTA Congress, July 15-18, 2006, Glasgow, United Kingdom.
      (3) National Kidney Foundation: K/DOQI Clinical Practice Guidelines: 2000
            Update.
      (4) B. Canaud, J. Braun, F. Locatelli, G. Villa, B. Vlem, D. Guajardo, F.
            Dougherty. Intravenous (IV) C.E.R.A. (Continuous Erythropoietin
            Receptor Activator) administered once every 2 weeks maintains stable
            haemoglobin (Hb) levels in patients with chronic kidney disease (CKD)
            on dialysis, XLIII ERA-EDTA Congress, July 15-18, 2006, Glasgow,
            United Kingdom.@@end@@

    Web site:  http://www.roche.com

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Sheila Gies of Roche, Tel, +1 973-235-4347, or Mobile,
+1-973-687-0188



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