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Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH

Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH zum Weltflüchtlingstag 2019
Sichere Fluchtwege öffnen - Menschen schützen

Bern (ots)

Millionen von Menschen riskieren auf der Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung ihr Leben oder sitzen ohne Perspektive unter prekären Verhältnissen in unterfinanzierten Lagern fest. Solche humanitären Katastrophen lassen sich mit legalen und sicheren Fluchtwegen verhindern - sie schützen Geflüchtete vor Gewalt, Elend und Tod.

Rund 70.8 Millionen Menschen sind heute weltweit auf Flucht vor Krieg, Gewalt und Verfolgung. Das sind mehr als je zuvor. Europa schottet sich jedoch ab und drängt die Flüchtenden auf immer gefährlichere Routen. Es kommt zu humanitären Katastrophen: Bei der Überfahrt über das Mittelmeer sind in den letzten Jahren über 10,000 Menschen ums Leben gekommen. Unzählige Flüchtlinge müssen in Transitzonen ausharren oder sitzen in überfüllten Lagern fest - in Ländern, die völlig überfordert sind damit, diesen Menschen den nötigen Schutz zu bieten. Für Frauen mit kleinen Kindern, kranke oder alte Menschen ist die Situation besonders prekär. Es braucht dringend legale und sichere Fluchtwege, um Geflüchtete wirksam vor Gewalt, Elend und Tod zu schützen.

Sichere und legale Fluchtwege gibt es schon lange: Resettlement ist einer davon. Im Rahmen des Resettlement-Programms des UNHCR können besonders Schutzbedürftige als anerkannte Flüchtlinge legal in einen sicheren Staat einreisen, sich dort dauerhaft niederlassen und ein neues Leben in Sicherheit und Würde beginnen. Familienzusammenführungen und humanitäre Visa gehören ebenso zu den sicheren und legalen Fluchtwegen.

Kein Mensch, der in seinem Heimatland verfolgt wird oder gefährdet ist, sollte sich erst Gefahren aussetzen oder gar sein Leben riskieren müssen, um in der Schweiz um Schutz und Sicherheit ersuchen zu können. Der jüngste Entscheid des Bundesrates, regelmässig Kontingente für die Aufnahme anerkannter Flüchtlinge bereitzustellen, ist daher ein Schritt in die richtige Richtung. Durch die Teilnahme an den Resettlement-Programmen des UNHCR öffnet die Schweiz Schutzsuchenden einen sicheren Fluchtweg. Angesichts der rekordhohen globalen Flüchtlingszahlen und des breiten Rückhalts in Kantonen, Gemeinden und Zivilgesellschaft geht der Bundesrat mit dem für 2020/21 beschlossenen Kontingent von 800 Plätzen pro Jahr aus Sicht der SFH jedoch zu wenig weit. Die Schweiz kann mehr tun.

Hintergrundinformationen, Geschichten von Geflüchteten und Unterstützenden: www.fluechtlingstage.ch

Kontakt:

Eliane Engeler, Mediensprecherin SFH,
eliane.engeler@fluechtlingshilfe.ch; Direkt/Mobile (Umleitung):
+41 31 370 75 15

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