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Resistente Bakterien breiten sich weiter aus: Neue Studie belegt Wirkung von Senfölen gegen hartnäckige Erreger von Blasenentzündungen

Resistente Bakterien breiten sich weiter aus: Neue Studie belegt Wirkung von Senfölen gegen hartnäckige Erreger von Blasenentzündungen
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Eschborn (ots)

Resistente Bakterien stellen Ärzte und Wissenschaftler zunehmend vor große Herausforderungen. In Europa sterben 33.000 Menschen pro Jahr an Infektionen mit sogenannten multiresistenten Erregern [1]. Darunter versteht man Bakterien, die gegenüber vielen herkömmlichen Antibiotika unempfindlich geworden sind und mit diesen Medikamenten nicht mehr bekämpft werden können. In der Schweiz stehen zum Beispiel die am häufigsten für Blasenentzündungen verantwortlichen E. coli-Bakterien auf Platz eins der antibiotikaresistenten Keime [2]. Um der Ausbreitung resistenter Keime entgegenzuwirken, fordern Experten daher seit vielen Jahren, bei einfachen Infektionen wie z. B. Harnwegsbeschwerden statt Antibiotika bevorzugt bewährte wirksame Pflanzenstoffe wie die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich einzusetzen. Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass die Senföle eine ausgeprägte antibakterielle Wirkung gegenüber einer Vielzahl von Krankheitserregern besitzen [3-10]. Eine neue Studie von Wissenschaftlern aus Taiwan hat jetzt gezeigt, dass das in Kapuzinerkresse enthaltene Benzylsenföl sogar gegen multiresistente E. coli wirkt [11]. Dieser Keim gilt als Hauptauslöser von Blasenentzündungen, gegen den viele gängige Antibiotika schon Resistenzen gebildet haben [12]. "Der Einsatz der pflanzlichen Senföle kann daher einen Beitrag zur Entschärfung der Resistenzproblematik leisten", sagt Prof. Annette Kuhn, Fachärztin für Urogynäkologie aus Bern. Auf diese Weise könne der Antibiotikagebrauch reduziert und damit der Resistenzdruck verringert werden, so die Expertin weiter.

Resistente Bakterien stellen weltweit ein wachsendes Problem dar. Eine Forschergruppe des Universitätsklinikums Freiburg hat in einer 2019 in der Fachzeitschrift "Nature Microbiology" veröffentlichten Untersuchung [13] aufgezeigt, dass sich solche gefährlichen Keime vor allem auch über Krankenhäuser verbreiten. Eine besondere Gefahr geht dabei auch von dem Bakterium Klebsiella pneumoniae aus. Der Erreger ist ein weit verbreiteter Auslöser von Krankenhausinfektionen. Darunter versteht man Infektionen, die während eines Aufenthalts oder einer Behandlung in einem Krankenhaus auftreten.

Mangel an neuen antibiotischen Substanzen erfordert neue Therapiestrategien

Die Neuentwicklung antibiotischer Substanzen kann mit dem Anstieg der Resistenzen nicht Schritt halten. So ist seit den 1980er Jahren keine neue Klasse von Antibiotika mehr bekannt geworden [14]. Die Erforschung neuer Antibiotika ist langwierig und kostspielig, zudem sollten neue Subtanzen nur im Notfall eingesetzt werden, wenn die vorhandenen Antibiotika unwirksam sind.

Senföle wirken gegen Bakterien und Entzündungen

"Ein Umdenken in der Behandlung von Infektionen ist demzufolge dringend erforderlich", erklärt Prof. Kuhn. "So können zum Beispiel bei einfachen Infektionen wie z. B. Blasenentzündungen bevorzugt arzneilich wirksame Pflanzensubstanzen wie die Senföle aus Kapuzinerkresse und Meerrettich eingesetzt werden", betont die Expertin. In Deutschland werden in diesem Sinne in der für Ärzte wichtigen Behandlungsleitlinie "Unkomplizierte Harnwegsinfektionen" erstmals auch Behandlungsstrategien empfohlen, die auf Antibiotika verzichten [15]. Dazu zählt auch der Einsatz von umfangreich untersuchten pflanzlichen Arzneimitteln wie zum Beispiel eine Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettich. Die darin enthaltenen Senföle wirken nicht nur gegen eine Vielzahl von Bakterien [3-11], sondern auch entzündungshemmend [16-24]. Die Wirksamkeit und Verträglichkeit der Pflanzenkombination in der Therapie von akuten unkomplizierten Infektionen der Harnwege und auch bei Entzündungen der Bronchien und Nasennebenhöhlen ist durch mehrere klinische Studien dokumentiert [25-28]. Aufgrund der umfassenden Wirkansätze der Senföle ist bei Bakterien die Entwicklung möglicher Resistenzmechanismen gegen diese Pflanzensubstanzen deutlich erschwert [5,8].

Die Literaturquellen 1-28 können angefordert werden bei etzel@cgc-pr.com

Pressekontakt:

CGC Cramer Gesundheits-Consulting GmbH
Frank Etzel
T: 06196 / 77 66 113
etzel@cgc-pr.com

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