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Pro Juventute startet nationale Kampagne zur Prävention von Jugendsuizid
Bei der Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 meldet sich pro Tag ein suizidgefährdeter Jugendlicher

Pro Juventute startet nationale Kampagne zur Prävention von Jugendsuizid / Bei der Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 meldet sich pro Tag ein suizidgefährdeter Jugendlicher
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Zürich (ots)

Im Schnitt bringt sich in unserem Land jeden vierten Tag ein junger Mensch um. Suizid ist bei Jugendlichen in der Schweiz die zweithäufigste Todesursache. Trotz alarmierender Statistik wird das Thema Jugendsuizid in der Schweiz nach wie vor tabuisiert. Pro Juventute startet daher heute eine nationale Jugendsuizid-Präventionskampagne mit dem Ziel, die breite Bevölkerung für das Thema zu sensibilisieren und auf die Soforthilfe via Telefonnummer 147 aufmerksam zu machen. Pro Tag wendet sich mindestens ein suizidgefährdeter Jugendlicher an die Fachleute von Pro Juventute. Die Pro Juventute Beratung + Hilfe 147 ist via Telefonnummer 147, SMS (an die Zielnummer 147) und Chat ( www.147.ch ) rund um die Uhr erreichbar. Beratungen sind anonym, kostenlos und in allen drei Landessprachen möglich.

Die Schweiz hat eine der höchsten Jugendsuizidraten in Westeuropa. Jugendliche und junge Erwachsene unternehmen in unserem Land pro Jahr 10'000 Suizidversuche, knapp 100[1] sterben dabei. «Viele dieser Todesfälle könnten verhindert werden. Hier stehen wir alle in der Verantwortung», sagt Stephan Oetiker, Direktor von Pro Juventute. «Das Thema Jugendsuizid wird noch immer stark tabuisiert und es fehlt eine nationale Präventionskampagne.» Bestandesaufnahmen zeigen, dass das Angebot an suizidpräventiven Massnahmen gering ist. Besonderen Handlungsbedarf wird bei der Intervention und bei der Sensibilisierung und damit der Prävention verortet.

Berührender TV-Spot

Mit einer Kampagne macht Pro Juventute auf das Thema Jugendsuizid aufmerksam. Der TV-Spot (abrufbar unter: www.projuventute.ch/stoppjugendsuizide147 ) wird ab 19. September 2011 auf den nationalen und regionalen TV-Kanälen in allen drei Landesteilen und -sprachen ausgestrahlt. Denn auch wenn die Situation eines suizidgefährdeten Jugendlichen während des Gesprächs mit den Fachleuten von Pro Juventute in vielen Fällen beruhigt werden kann: In Extremfällen muss das Team von Beratung + Hilfe 147 Ambulanz und Polizei aufbieten. «Das kommt mehrmals pro Jahr vor», sagt Stephan Oetiker. Neben dem Spot gelangt Pro Juventute daher neu verstärkt direkt an Schulen und Jugendtreffs, um Kinder und Jugendliche über die anonyme und kostenlose Nummer 147 zu informieren.

Pro Juventute Beratung + Hilfe 147: wichtige Anlaufstelle für Jugendliche

146'000 Kinder und Jugendliche erhalten jährlich Unterstützung durch die Fachleute von Pro Juventute via Telefonnummer 147. Seit zwei Jahren auch via Chat und SMS. Jeden Tag ruft mindestens ein Mädchen oder ein Junge an, weil sie oder er sich umbringen will. Diese Zahlen sind alarmierend. Pro Juventute möchte mit ihrer schweizweiten Kampagne die Öffentlichkeit, die Lehrerschaft wie auch Eltern, Erziehungsberechtigte und Angehörige sensibilisieren. «Es ist überlebenswichtig, dass ein Jugendlicher, der mit dem Gedanken spielt, sich etwas anzutun, einfühlsame und professionelle Hilfe erhält - und zwar umgehend», sagt Stephan Oetiker. «Wir haben daher im vergangenen Jahr technische Neuerungen vorgenommen, um Notfallanrufe noch schneller, das heisst innerhalb von 60-120 Sekunden, entgegennehmen zu können.» Die Onlineplattform www.projuventute.ch/stoppjugendsuizide147 informiert Eltern und Erwachsene über Hilfe- und Unterstützungsmöglichkeiten.

Finanzielle Unterstützung notwendig

Finanziert wird die Pro Juventute Beratung + Hilfe 147, die jährlich 2,55 Millionen Franken kostet, zu rund zwei Fünfteln von Bund und Kantonen. Gut 1,5 Millionen Franken müssen jedes Jahr durch private Spenden und Zuwendungen aus der Wirtschaft gedeckt werden. Kein einfaches Unterfangen, weshalb Pro Juventute via TV-Spot und Mailings zu Spenden aufruft. Mit rund 15 Franken kann ein Beratungsgespräch finanziert werden. Spenden kann man via PC 80-3100-6 oder: www.projuventute.ch/helfen

Stärkung von Kindern - Prävention von Jugendsuizid

Neben der Soforthilfe setzt Pro Juventute auch auf Prävention durch die Stärkung und Förderung von Kindern und Jugendlichen in ihrer gesamten Persönlichkeit. Sozialkompetenz-, Medienkompetenz- und Finanzkompetenz-Projekte von Pro Juventute an Schulen lehren die Kinder, mit den Herausforderungen unserer Zeit umzugehen. Dienstleistungen wie die Pro Juventute Elternbriefe stärken die Entwicklung von Kindern in ihrer Familie von Geburt an. Eine aktuelle Übersicht über die Pro Juventute-Angebote findet man im Internet: www.projuventute.ch

An die elektronischen- und die Online-Medien:

Der TV-Spot zum Thema Prävention von Jugendsuizid kann unter dem Vermerk "Copyright: Pro Juventute 2011" in die Berichterstattung eingebunden werden. Der Spot ist abrufbar unter: www.projuventute.ch/stoppjugendsuizide147

Spendenkonto: PC 80-3100-6.

Kontakt:

Pro Juventute
Marianne Affolter, Leiterin Kommunikation
Thurgauerstrasse 39
8050 Zürich
Tel.: +41/44/256'77'74
Mobile: +41/79/659'67'33
E-Mail: marianne.affolter@projuventute.ch

Pro Juventute
Stephan Oetiker, Direktor
Thurgauerstrasse 39
8050 Zürich
Tel.: +41/44/256'77'77