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PwC-Studie "Family Business Survey 2007/08" - Schweizer Familienunternehmen: Wettbewerb mit starken Marken und Qualität

Zürich (ots)

33 Prozent der weltweit befragten
Familienunternehmen und 38 Prozent der Schweizer Familienunternehmen
verzeichneten in den vergangenen 12 Monaten eine signifikant höhere
Nachfrage nach ihren Gütern und Dienstleistungen. 58 Prozent der
Schweizer Familienunternehmen verfolgen eine Wachstumsstrategie und
vertrauen dabei besonders auf ihre Marken sowie die Produktqualität.
Im internationalen Vergleich steht in erster Linie die Qualität der
Kundenbeziehungen im Vordergrund. 25 Prozent der befragten Schweizer
Unternehmen haben keinen strategischen Businessplan. Rund 62 Prozent
der vor einem absehbaren Eigentümerwechsel stehenden
Familienunternehmen bezeichnen den Verkauf an einen Dritten als
möglichste Form einer Nachfolgeregelung. Die grössten externen
Herausforderungen für die Schweizer Familienunternehmen sind die
regulatorischen und gesetzlichen Veränderungen. 90 Prozent der
Familienunternehmen in Nordamerika, 80 Prozent derjenigen in Europa
und 68 Prozent der Schweizer Familienunternehmen verfügen über
Bonusprogramme für das Management. In der Schweiz wurde ein Viertel
davon erst während der letzten zwölf Monate eingeführt. Diese
Erkenntnisse gehen aus der weltweiten Studie "Family Business Survey
2007/08" von PricewaterhouseCoopers (PwC) hervor, für welche 1454
Familienunternehmen in 28 Ländern untersucht wurden.
"Gemäss unserer Studie konnten 74 Prozent aller befragten
schweizerischen Familienunternehmen in den letzten zwölf Monaten von
einer erhöhten Nachfrage nach ihren Gütern und Dienstleistungen
profitieren, über die Hälfte davon sogar von einer signifikanten
Erhöhung. Im weltweiten Durchschnitt sind 33,3 Prozent der befragten
Unternehmen deutlich gewachsen", erklärt Marcel Widrig, Partner
Steuer- und Rechtsberatung bei PwC Schweiz. "Die Einschätzungen zur
Marktentwicklung hierzulande sind ebenfalls positiv. 58 Prozent der
befragten Familienunternehmen konnten im vergangenen Jahr ihre
Gewinne steigern und verfolgen für die nächsten zwölf Monate eine
Wachstumsstrategie. 34 Prozent der befragten Familienunternehmen
gehen dabei von einem positiven Wachstum ihrer Märkte aus", ergänzt
Widrig. Entsprechend zeigt sich das Bild in Bezug auf die geplanten
Investitionen. Weltweit planen rund 50 Prozent der befragten
Unternehmen, ihre Investitionen zu erhöhen, in Europa sind dies rund
47 Prozent und in der Schweiz rund 40 Prozent. Im Vergleich dazu
gaben 66 Prozent der befragten Unternehmen in den Emerging Markets
an, ihre Investitionen zu erhöhen, worin sich das schnelle Wachstum
dieser Volkswirtschaften widerspiegelt.
Regulatorische Rahmenbedingungen - grösste Herausforderung
In der Schweiz befinden sich rund 272'000 von 307'700 Unternehmen
in Familienbesitz. Die grössten externen Herausforderungen sind die
staatlichen und regulatorischen Rahmenbedingungen 
(38 Prozent), gefolgt von der allgemeinen Konjunkturentwicklung (34
Prozent) und dem Konkurrenzkampf (14 Prozent). 22 Prozent der
befragten Schweizer Familienunternehmen sehen keine wesentlichen
externen Herausforderungen. Diese Einschätzungen weichen von den
globalen und europäischen Antworten ab. Dort werden die externen
Herausforderungen in erster Linie in der Wirtschaftsentwicklung (44
Prozent global und 43 Prozent in Europa) sowie im Konkurrenzkampf 
(je 39 Prozent global und in Europa) gesehen, und erst an dritter
Stelle folgen die regulatorischen und gesetzlichen Rahmenbedingungen.
(Nachfolge)Planung - ein wichtiger Schritt zum Erfolg
Global gesehen wird es bei rund einem Viertel der befragten
Familienunternehmen in den nächsten fünf Jahren zu einem
Eigentümerwechsel kommen. In der Schweiz planen 30 Prozent der
Befragten einen Wechsel während dieser Zeitspanne. In Nordamerika
gehen 84 Prozent der befragten Unter-nehmen von einem Wechsel an die
nächste Generation aus, in Europa sind es 48 Prozent. Peter Schmid,
Partner Steuer- und Rechtsberatung und Leiter Middle Market Schweiz,
ergänzt dies wie folgt: "In der Schweiz planen lediglich 22 Prozent
der vor einem Eigentümerwechsel stehenden befragten Unternehmen eine
familieninterne Übergabe. Die Schweiz verzeichnet den höchsten Wert,
was den voraussichtlichen Verkauf an eine Beteiligungsgesellschaft
angeht. Für 28 Prozent ist ein derartiger Verkauf in Zukunft die
wahrscheinlichste Variante." In Europa liegen die entsprechenden
Werte mit 22 Prozent, in den Emerging Markets mit 20 Prozent und in
Nordamerika mit 15 Prozent tiefer. Die Studie zeigt, dass, wenn man
zum Anteil der Beteiligungsgesellschaften noch die Optionen eines
Verkaufs an eine andere Gruppe, eines MBO oder eines IPO zählt, total
62 Prozent der befragten Schweizer Familienunternehmen einen Verkauf
vorziehen. Erstaunlich dabei ist, dass Venture Capital keine grosse
Bedeutung beigemessen wird, obwohl die Möglichkeit einer
Kapitalbeteiligung zur Nachfolgelösung als sehr wahrscheinlich
eingestuft wird. Marcel Widrig führt dazu aus: "Fasst man den
möglichen Verkauf des Familienunternehmens ins Auge oder will man es
im Rahmen einer erbrechtlichen Regelung übertragen, bedarf es eines
strategischen Businessplanes und einer Unternehmensbewertung, damit
überhaupt klar wird, von welchen Werten gesprochen wird und welche
steuerlichen Risiken beziehungsweise Steuerbelastungen auf einen
zukommen können. 25 Prozent der befragten Unternehmen haben
allerdings keinen derartigen Businessplan, und lediglich 40 Prozent
der befragten Familienunternehmen wurden innerhalb des letzten Jahres
einer Unternehmensbewertung unterzogen."
Die PwC-Publikation kann als PDF-File bei Claudia Sauter bezogen
werden.

Kontakt:

Dr. Marcel Widrig
Partner Steuer- und Rechtsberatung
Leiter Private Clients Schweiz
E-Mail: marcel.widrig@ch.pwc.com

Peter Schmid
Partner Steuer- und Rechtsberatung
Leiter Middle Market Schweiz
E-Mail: peter.schmid@ch.pwc.com

Claudia Sauter
Leiterin Public Relations
E-Mail: claudia.sauter@ch.pwc.com

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