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Sanitas Krankenversicherung

Anspruchsvolles Geschäftsjahr 2008 für die Sanitas Gruppe

Zürich (ots)

Der Krankenversicherer Sanitas schliesst das
schwierige Geschäftsjahr 2008 trotz guten Ergebnissen in der 
Zusatzversicherung insgesamt negativ ab. Die Verwerfungen auf den 
Finanzmärkten und die politisch bedingten Defizite in der 
Grundversicherung haben zu diesem Resultat von -89,2 Millionen 
Franken geführt. Die finanzielle Substanz der Sanitas Gruppe bleibt 
aber überdurchschnittlich: Das Eigenkapital beträgt 689 Millionen 
Franken, die Solvenz im Zusatzversicherungsgeschäft liegt deutlich 
über 200 Prozent und die Reserven in der Grundversicherung liegen 
über den gesetzlichen Anforderungen.
Finanziell verlief das Geschäftsjahr 2008 äusserst anspruchsvoll. 
Einem Prämienertrag von 2,315 Milliarden Franken (Vorjahr: CHF 2,325 
Mia.) stehen Versicherungsleistungen von 2,110 Milliarden Franken 
gegenüber (Vorjahr: CHF 2,055 Mia.). Die Turbulenzen an den 
Finanzmärkten führten auch bei Sanitas zu Ausfällen bei den 
Kapitalerträgen und zu Abschreibungen. Dank einer hohen 
Eigenkapitalbasis kann dies verkraftet werden, ohne die finanzielle 
Sicherheit zu beeinträchtigen.
Defizitäre Grundversicherung - Sehr gute Solvenz in den 
Zusatzversicherungen
Seit einigen Jahren werden die Krankenversicherer von den Behörden
dazu angehalten, die Reserven auf 10% des Prämienvolumens zu senken. 
Um dies zu erreichen, waren Defizite einzuplanen, und die Prämien 
stiegen weniger stark als die Kosten. Entsprechend sanken bei Sanitas
die Reserven auf 11,8% (Vorjahr 15,6%) und bei Wincare auf 16,6% 
(Vorjahr 21,9%). Infolge der Ausfälle auf den Kapitalanlagen und der 
höher als prognostizierten Leistungsteuerung sanken die Reserven 
zudem schneller als geplant.
Das Zusatzversicherungsgeschäft verlief mit Combined Ratios von 
83,1% (Sanitas) und 84,9% (Wincare) hingegen hervorragend. Trotz 
Abschreibungen und tieferen Kapitalerträgen schlossen die beiden 
Gesellschaften Sanitas Privatversicherungen AG und Wincare 
Zusatzversicherungen AG positiv ab. Die Solvenz von Sanitas liegt im 
Zusatzversicherungsgeschäft deutlich über 200% der geforderten 
Spanne.
Kostenentwicklung als Schlüsselfaktor
Das auf Gruppenebene nach dem Standard Swiss GAAP FER 
konsolidierte Unternehmensergebnis beträgt -89,2 Millionen Franken 
und ist auch als direkte Folge aus den politisch tief gehaltenen 
Prämien zu sehen. Dies führte im KVG zu entsprechenden Verlusten im 
versicherungstechnischen Geschäft, die durch die guten Ergebnisse im 
VVG-Geschäft praktisch ausgeglichen werden konnten. Diese Verluste 
sowie das stark negative Finanzergebnis verursachten schliesslich den
insgesamt unerfreulichen Verlust. Das schlechte Finanzergebnis ist 
insbesondere auf die markanten Wertberichtigungen auf unserem gut 
diversifizierten Aktienportefeuille zurückzuführen. Für dieses 
Aktienportefeuille verfügt Sanitas über das entsprechende 
Risikokapital.
Um in der Grundversicherung wieder ausgeglichene Ergebnisse 
erzielen zu können, müssen die Prämienanpassungen die aufgelaufenen 
und aktuellen Kostensteigerungen in Zukunft wieder decken. Die 
Situation der Prämienzahler verbessert sich nur nachhaltig, wenn die 
Kostenentwicklung gebremst werden kann. Dazu trägt Sanitas mit einem 
aktiven Leistungsmanagement auf verschiedenen Ebenen bei: Bevor die 
Kosten entstehen mit Demand Management, während der Entstehung der 
Kosten mit einer kundenorientierten Betreuung durchs Fallmanagement 
oder nachdem Kosten entstanden sind durch eine konsequente 
Rechnungskontrolle.
Breiteres Angebot und stärkere Vertriebsorientierung
2008 konnte Sanitas die Integration von Wincare planmässig 
abschliessen. Das Zusammenführen der Unternehmen wurde unterstrichen 
mit einem neuen Markenauftritt. Zudem schuf Sanitas mehrere neue 
Versicherungsangebote: allen Sanitas und Wincare Kundinnen und Kunden
steht nun eine breite Palette von Alternativen Versicherungsmodellen 
zur Verfügung, und in der Zusatzversicherung wurde HirslancenCare 
lanciert, eine Versicherungslösung, welche auf einer engen 
Kooperation mit der Hirslanden Gruppe und ihren Partnerärzten und 
-Kliniken basiert. Trotz erfreulichem Zuspruch für die neuen Angebote
musste Sanitas einen Rückgang von Versicherten auf 848'207 (Vorjahr 
869'081) hinnehmen.
Nach erfolgreicher Grundlagenarbeit im Berichtsjahr kann sich 
Sanitas 2009 vermehrt auf wachstumsfördernde Massnahmen 
konzentrieren. Ein erster Schritt gelang mit der Verstärkung des 
Unternehmensgeschäfts und mit der engeren Anbindung der Rickenmann & 
Partner AG, denn Sanitas übernimmt die Aktienmehrheit am Anbieter und
Vermittler von Personenversicherungen für Grosskunden.
Sanitas bleibt in Bewegung - mit neuen Angeboten für ihre 
Kundinnen, Kunden und Partner oder ganz konkret durch ihr Engagement 
für gesunde Bewegung.
Porträt
Die Sanitas Gruppe ist einer der führenden Krankenversicherer der 
Schweiz und wurde 1958 als Stiftung gegründet. Die Gruppe umfasst 
drei operative Aktiengesellschaften, welche das 
Grundversicherungsgeschäft betreiben (Sanitas Grundversicherungen AG,
Wincare Versicherungen AG und Familias Grundversicherungen AG), sowie
zwei Aktiengesellschaften, welche im Zusatzversicherungsgeschäft 
tätig sind (Sanitas Privatversicherungen AG und Wincare 
Zusatzversicherungen AG). Sanitas gehört mit knapp 850'000 
Versicherten und einem Prämienvolumen von über 2,3 Milliarden Franken
zu den grössten Schweizer Krankenversicherern mit einem breiten 
Angebot an Krankenversicherungslösungen in der obligatorischen 
Krankenpflegeversicherung nach KVG und freiwilligen 
Zusatzversicherungen nach VVG. Informationen zu Produkten und 
Dienstleistungen sind auf der Website www.sanitas.com erhältlich.
Internet: www.presseportal.ch

Kontakt:

Sanitas Krankenversicherung
Christian Kuhn, Fachspezialist Kommunikation
Tel.: +41/44/298'62'78
Mobile: +41/76/381'27'87
E-Mail: christian.kuhn@sanitas.com

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