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VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz

VIER PFOTEN: Stop it! - Tausende Wildtiere leiden in europäischen Zirkussen

Zürich (ots)

Die neue VIER PFOTEN Kampagne zeigt Zirkussen mit Wildtieren die rote
Karte
Die internationale Tierschutzorganisation VIER
PFOTEN startet heute ihre Stop it! Kampagne in 6 europäischen
Ländern. Ziel ist ein Verbot der Wildtierhaltung in Zirkussen in
allen europäischen Ländern. Die Kampagne startet in Deutschland, der
Schweiz, Holland, England, Ungarn und Rumänien. Neben klassischen
Kampagnenaktionen werden Unterstützer aufgerufen, sich im Internet zu
beteiligen und den politisch Verantwortlichen die Rote Karte zu
zeigen.
"Wildtiere können in einem Zirkus unmöglich artgemäss leben und
haben dort nichts zu suchen" sagt Thomas Pietsch, Wildtier-Experte
und Leiter der Kampagne bei VIER PFOTEN. Ein Löwe, der in freier
Wildbahn bis zu 400 km2 durchstreift, findet sich in einem Zirkus in
einem kleinen Käfig mit wenigen Quadratmetern wieder. Ein Seelöwe,
der in der Natur bis zu 250 Meter tief taucht, wird im Zirkus in
einem Becken gehalten, in dem sich das Tier kaum wenden kann. Dazu
kommen viele Formen von Stress während der Aufführungen und dem
Transport.
Die Stop-it! Kampagne von VIER PFOTEN informiert und dokumentiert
das tägliche Leid der Tiere. Unter www.vier-pfoten.ch/stopit finden
sich Videoclips, welche die mangelhaften Lebensbedingungen von
Wildtieren in Zirkussen dokumentieren. UnterstützerInnen haben dort
vielfältige Möglichkeiten, ihren Protest auszudrücken: sie können den
politisch Verantwortlichen eine ROTE KARTE senden, selbst erstellte
Bilder und Videos von Zirkustieren einsenden und ihre Meinung durch
ein eigenes Portrait mit dem Stop it! Schild ausdrücken. VIER PFOTEN
rechnet mit einer hohen Beteiligung, da die überwiegende Mehrheit der
Bevölkerung die Zurschaustellung von Wildtieren kritisch sieht.
Insbesondere, wenn sie die deprimierenden Begleiterscheinungen der
Haltung in Zirkussen kennen.
Nach Schätzungen gibt es heute in Europa bis zu 1.000
Zirkusunternehmen, von denen die meisten Tiere im Programm haben. Vom
Affen bis zum Zebra wird eine riesige Vielfalt an Tieren mitgeführt.
Genaue Zahlen sind nicht bekannt. Es kann aber von einem Bestand von
einigen Tausend Zirkustieren ausgegangen werden. Besonders oft werden
Elefanten Löwen, Tiger und Seelöwen gehalten, aber auch viele Bären,
Affen, Nashörner, Giraffen und Nilpferde fristen einen Grossteil
ihres Daseins im Käfigwagen und unter der Zirkuskuppel. "Für Bären,
Elefanten, Grosskatzen & Co ist der Zirkusalltag kein Vergnügen"
erklärt Vanessa Gerritsen, Kampagnenleiterin von VIER PFOTEN Schweiz.
Die Haltung ist unzureichend, die Dressurmethoden fragwürdig. Die
Kunststücke widersprechen oftmals dem natürlichen Verhalten der
Tiere. Auch die ständigen Ortswechsel und der Lärm bergen grosse
Strapazen für die Tiere. Viele Zirkustiere zeigen deshalb
Verhaltensstörungen und leiden nicht selten unter schweren
Krankheiten.
Elefanten, Bären, Giraffen und Tiger bleiben Wildtiere, auch wenn
sie in menschlicher Obhut geboren und aufgewachsen sind. Sie haben
nahezu die gleichen Ansprüche und Bedürfnisse wie ihre in freier
Wildbahn lebenden Artgenossen. Sie brauchen ein Umfeld, in dem sie
sich artgerecht beschäftigen und ihre angeborenen Verhaltensweisen
ausleben können. "Nur ein Haltungsverbot kann das Leid der Wildtiere
im Zirkus beenden", betont Vanessa Gerritsen.
"Viele Länder wie Österreich, Bulgarien, Schweden, die USA oder
Israel haben die Haltung von Wildtieren im Zirkus bereist verboten
oder eingeschränkt. Es ist höchste Zeit, dass die Schweiz diesen
Beispielen folgt", fordert Vanessa Gerritsen. Auf der Aktionswebsite
www.vier-pfoten.ch/stopit kann eine ROTE LISTE heruntergeladen
werden, die weitere Informationen zu bereits bestehenden Verboten und
der Haltungsproblematik von Wildtieren im Zirkus enthält.
Kontakt und Bildmaterial:
Katharina Beriger 
VIER PFOTEN
Enzianweg 4
8048 Zürich
Tel.:     +41/43/311'80'94 
Mobile:   +41/76/440'77'44
E-Mail:    katharina.beriger@vier-pfoten.ch
Internet: www.vier-pfoten.ch

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