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Spitzenköche mit aussergewöhnlichen Gästen
Nationalmannschaft testet Menü für die Olympiade der Köche in Erfurt (D)

Zollikofen (ots)

Die Schweizer Kochnationalmannschaft kochte für ein ungewöhnliches Publikum: In der Gewa in Zollikofen kamen über 80 Personen mit einer psychischen Beeinträchtigung, die sich solch ein Essen im Alltag kaum leisten könnten, in den Genuss von Spitzengastronomie.

"Wir haben gerne zugesagt, für Menschen zu kochen, die im Leben nicht immer auf der Sonnenseite stehen", sagte Kilian Michlig, Team-Chef der Schweizer Kochnationalmannschaft. INSOS Schweiz, der nationale Branchenverband der Institutionen für Menschen mit Behinderung, und die Hotel & Gastro Union, die grösste Berufsorganisation im Gastgewerbe und Trägerin der Kochnationalmannschaft, fanden sich schnell, als es darum ging, den Anlass auf die Beine zu stellen. Mit der Gewa in Zollikofen, welche das Ziel hat, aus psychischen Gründen besonders herausgeforderte Menschen beruflich zu integrieren, fanden INSOS und Hotel & Gastro Union einen geeigneten Partner.

Einmalig und vorbildlich

Der aussergewöhnliche Anlass ging am Dienstag mit 110 Leuten über die Bühne. Die Kochnationalmannschaft präsentierte an ihrem zweiten Testlauf das dreigängige Menü für die Olympiade der Köche, welche vom 5. bis 10. Oktober 2012 in Erfurt (D) stattfinden wird. Sabrina Keller (Berufsweltmeisterin Restauration) und Claudia Dünner (Geschäftsführerin Berufsverband Restauration) leiteten den Service mit angehenden Berufsleuten und sorgten so für die passende Ambiance. Die Gäste zeigten sich angetan - einerseits vom Menü, andererseits vom Anlass selber, der in seiner Art einmalig und vorbildlich sei.

Grosses Engagement - im Kochen wie in der beruflichen Integration

In ihren Begrüssungsvoten lobten Samuel Schmid (Direktor der Gewa) und Nationalrätin Marianne Streiff (Präsidentin von INSOS Schweiz) das Engagement der Köche und wiesen auf die grosse Bedeutung der beruflichen Integration für Menschen mit Behinderung hin. Marianne Streiff zeigte sich besorgt darüber, dass die IV künftig deutlich weniger Jugendlichen mit Beeinträchtigung als heute eine zweijährige berufliche Bildung finanzieren will. "Diese neue Praxis ist sehr bedenklich. Eine beachtliche Anzahl Jugendlicher läuft damit Gefahr, von der beruflichen Bildung oder sogar von der Teilhabe am ersten Arbeitsmarkt ausgeschlossen zu werden."

Georges Knecht, Zentralpräsident der Hotel & Gastro Union, wies darauf hin, dass die Schweizer Kochnationalmannschaft das gastronomische Aushängeschild der Schweiz sei und deren Mitglieder viel Freizeit und Herzblut einsetzten, um sich im internationalen Wettbewerb zu behaupten. Er forderte, dass sich nicht nur die Union und die beteiligten Sponsoren finanziell daran beteiligen sollten.

Kontakt:

Samuel Schmid
Direktor Gewa
Tel.: +41/31/919'13'13

Marianne Streiff
Präsidentin INSOS Schweiz
Tel.: +41/79/664'74'57

Georges Knecht
Zentralpräsident Hotel & Gastro Union
Tel.: +41/33/336'52'65

Für Bilder des Anlasses:
Beat Waldmeier
Hotel & Gastro Union
Tel.: +41/79/663'41'21

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