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Stellungnahme zur BBT-Pressekonferenz "Weiterbildung und Bildungsgutscheine" - Arbeitsmarktchancen für Geringqualifizierte und für die Höhere Berufsbildung gezielt verbessern

Bern (ots)

Der SGB verlangt seit längerem aufgrund seiner
Erfahrungen, aber auch aufgrund der Evaluation des Einsatzes von 
Weiterbildungsgutscheinen im Kanton Genf, den gezielten Einsatz von 
Bildungsgutscheinen für klar definierte Zielgruppen: für die 
Geringqualifizierten (Volksschule als höchster Bildungsabschluss). 
Damit können diese ihre Arbeitsmarktchancen deutlich verbessern.
Es sollen aber auch jene, die heute den gewachsenen 
Kompetenzanforderungen in der Wirtschaft mittels der Höheren 
Berufsbildung (Meisterprüfung, usw.) gerecht werden wollen, das Recht
auf einen Bildungsgutschein erhalten. So können jene, die einen 
beruflichen Erstabschluss gemacht haben und die im Rahmen der Höheren
Berufsbildung zusätzliche, praktisch orientierte Kompetenzen erlernen
wollen, ebenfalls ihre Arbeitsmarktchancen und ihre Stellung im 
Arbeitsmarkt deutlich verbessern.
Der SGB schlägt deshalb vor, dass mit der Übergabe eines 
Eidgenössischen Fähigkeitszeugnisses (EFZ, beruflicher Erstabschluss)
auch ein Ausbildungsgutschein über 5'000 Franken, einlösbar innerhalb
von 6 Jahren bei einer vom Bund anerkannten Institution der Höheren 
Berufsbildung, ausgegeben wird.
Der heute durch das Bundesamt für Berufsbildung und Technologie 
(BBT-EVD) vorgestellte Feldversuch bestätigt die Haltung des SGB. Die
Massnahmen müssen auch im geplanten Bundesgesetz für Weiterbildung 
geregelt werden. Dieses neue Gesetz muss so rasch wie möglich 
erarbeitet werden.

Kontakt:

SCHWEIZERISCHER GEWERKSCHAFTSBUND

Auskunft: Peter Sigerist, Zentralsekretär Ressort Bildung beim
Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SGB), Tel.: 079 / 404 56 85.

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