Tous Actualités
Suivre
Abonner Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB

Nach dem guten Rechnungsabschluss des Bundes: Bundesrat muss sein Krisen-Sparprogramm sofort zurückziehen

Bern (ots)

Die Rechnung des Bundes fällt mit 1,8 Mia Franken um
fast 2 Mia besser aus als budgetiert. Damit wird die ewige Jammerei 
im Bundeshaus Lügen gestraft und das Sparpaket 04 ist definitiv 
nicht mehr legitimiert. Die Verhandlungsgemeinschaft Bundespersonal 
(VGB) der Gewerkschaften PVB, garaNto und vpod fordert den Bundesrat 
mit allem Nachdruck auf, das „Entlastungspaket 2004“ zurückzuziehen, 
das nur die Konjunktur widersinnig bremst.
Gemäss einer vom Bundesrat in Auftrag gegebenen Untersuchung des 
Basler Wirtschaftsinstitutes BAK produzieren die Sparprogramme 
zusätzliche Arbeitslose und tiefere Löhne: Da die Beschäftigung 
wegen der Sparprogramme bis 2010 um nahezu 28'000 Personen 
zurückgeht, wird die Arbeitslosigkeit um etwa die gleiche Zahl höher 
sein. Dies nicht nur wegen insgesamt Tausenden von 
Bundesangestellten, die der Bundesrat abbauen will, sondern auch 
weil die Sparprogramme den Konsum und die Investitionen bremsen und 
so Arbeitslose in fast allen Branchen provozieren. Während die 
Unternehmungsgewinne praktisch unberührt bleiben, werden die 
Arbeitnehmereinkommen bis 2010 um über 6 Milliarden Franken tiefer 
ausfallen als ohne Entlastungsprogramme! In Prozent bedeutet dies um 
2 Prozent tiefere Löhne für alle Lohnabhängigen der Schweiz, während 
die Gewinne nur um 0.3 Prozent tiefer ausfallen als ohne 
Entlastungsprogramme.
Rechnet man die kantonalen und kommunalen Sparprogramme dazu, die 
häufig eine Folge der Bundes-Sparpolitik sind, dann vernichtet die 
unsinnige, rein ideologisch begründete Sparpolitik insgesamt bis ins 
Jahr 2010 rund 60'000 Arbeitsplätze. Bundesrat und bürgerliche 
Parteien tragen damit die Verantwortung für rund 1.5% der 
Arbeitslosigkeit. Sie schwächen zudem die Qualität des Service 
Public und mindern die Kaufkraft der Bevölkerung, was sich wiederum 
negativ auf die Wirtschaftslage auswirkt.
Auskunft:
Hans Müller, PVB und Präsident VGB, Tel. 079 406 93 38
Rolf Zimmermann, VGB-Geschäftsstelle, Tel. 079 756 89 50
Giordano Schera, garaNto, Tel. 079 322 16 04

Plus de actualités: Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB
Plus de actualités: Schweizerischer Gewerkschaftsbund SGB